Blogparade: Gesünder leben – Ein Teil der Altersvorsorge

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In meiner Humankapital-Serie habe ich bereits erwähnt, dass auch die Gesundheit ein wichtiger Teil des Humankapitals ist. Die Ex-Studentin hat das zum Anlass genommen, eine Blogparade zum Thema “Gesünder leben” zu starten. Und natürlich darf mein Artikel dazu nicht fehlen. 😉

Gesundheit und Altersvorsorge

Wer sich finanziell um seine private Altersvorsorge kümmert, verzichtet damit im Hier und Jetzt automatisch auf Konsum. Wir könnten alle üppiger leben, wenn wir nicht auf eine sinnvolle Sparquote für die Altersvorsorge bedacht wären.

Egal ob wir nur vorsorgen um die Rente aufzubessern oder ob die finanzielle Freiheit unser Ziel ist: Irgendwo müssen wir sparen. Das kann einfach so nebenbei passieren weil wir ohnehin genug verdienen oder wir müssen halt auf etwas Schönes verzichten.

Das macht nur dann Sinn, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch genug ist, dass wir alt werden. Für das Alter vorsorgen und seinen Körper sträflich vernachlässigen: Das passt nicht zusammen!

Deshalb hat Altersvorsorge für mich neben einem finanziellen auch einen gesundheitlichen Aspekt. Voltaire beschreibt es ganz gut:

In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.

Voltaire

Ich möchte, dass das nicht so ist. Dieses Zitat soll auf mich nicht zutreffen!

Und somit ist klar: Analog zur finanziellen Altersvorsorge muss (will) ich auch eine gesundheitliche Altersvorsorge betreiben.

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Gesundheit und Beruf

Es ist nicht immer leicht im stressigen Alltag auf die eigenen Gesundheit zu achten. Wie schnell arbeitet man doch etwas länger und lässt dafür den Sport sausen?Schlimmstenfalls kommt man nicht zum Kochen und stopft sich mit Fastfood voll.

Man hat also viel Streß, wenig Bewegung und schlechtes Essen. Die ideale Kombination um nicht fürs Alter vorsorgen zu müssen.

Ich versuche diese Situationen auf ein Minimum zu beschränken und integriere Bewegung und gesunde Ernährung so gut es geht in meinen Alltag.

Mein Tagesablauf

Nach dem Aufstehen trinke ich erst mal sehr viel Wasser um ausreichend hydriert zu sein. Etwa ein Liter ist es mindestens. Häufig mehr.

Danach recke und strecke ich mich und mache ein paar Übungen (Liegestützen, Klimmzüge, Situps, oder ähnliches) um in den Schwung zu kommen. Meistens nur etwa 5 Minuten, aber Kleinvieh macht auch Mist.

Anschließend lese ich etwas um mich zu entspannen und wach zu werden. Außerdem trinke ich eine große Tasse Kaffee und frühstücke.

Mein Frühstück besteht meistens aus Magerquark, einem Esslöffel selbst gemischtem Müsli (Körner, Nüsse, Dinkelflocken, Chia-Samen) und Obst (was gerade so da ist). Das macht lange satt und enthält eigentlich alles, was der Körper so braucht.

Danach dusche ich kalt. Das bringt den Kreislauf so richtig in Schwung, macht wach und stärkt die Abwehrkräfte.

Danach geht es mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich fahre immer Rad. Bei jedem Wetter. Zu Fuß wäre es zu weit, Auto habe ich nicht und Bus dauert eine Ewigkeit. Außerdem macht Radfahren Spaß und ist ja auch Bewegung an der frischen Luft.

Auf der Arbeit nutze ich die Möglichkeit des höhenverstellbaren Tisches und arbeite häufig im Stehen. Am Anfang war das sehr ungewohnt, aber jetzt vergesse ich manchmal sogar, mich hinzusetzen.

Die Mittagspause verbringe ich nicht sitzend im Pausenraum oder in der Kantine. Statt dessen esse ich mittags nur einen kleinen Snack (Rohkost, ein hartgekochtes Ei, etwas Obst) und nutze die Pause für einen Spaziergang (30-45 Minuten). Somit komme ich auch Mittags nochmal an die Luft und erreiche mein Ziel von mindestens 60 Minuten Bewegung an der frischen Luft so gut wie jeden Tag. (Ich habe ein tägliches ToDo als Erinnerung an 60 Minuten Bewegung an der frischen Luft)

Des Weiteren habe ich auf der Arbeit immer eine Flasche mit Leitungswasser bei mir und achte darauf, genug zu trinken. Darüber hinaus verzichte ich auf den Gebrauch von Fahrstühlen und nehme lieber die Treppe.

Abends kochen wir dann richtig und achten auch dabei auf eine ausgewogene Ernährung. Das klappt meistens, aber nicht immer. Manchmal muss es auch Pizza sein.

Und was ist mit Sport?

Aktuell mache ich viel zu wenig Sport. Nach der Arbeit bin ich häufig zu müde bzw. das Sofa ist zu verlockend. Eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio ist nichts für mich. Zum Einen ist die sehr teuer und zum Anderen habe ich auch gerne meine Ruhe. Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass Body-Weight-Exercises viel gesünder und besser für den Köper sind und alle wichtigen Muskelgruppen trainieren können.

Vor der Arbeit gehe ich manchmal laufen, aber doch eher unregelmäßig. Am Wochenende steht Laufen fest auf dem Programm, aber leider habe ich in der letzten Zeit da etwas geschummelt, da oft private Termine dazwischen kamen.

Beim Laufen mache ich auch ein paar Body-Weight-Exercises um ein gutes Ganzkörpertraining zu erhalten. Früher habe ich viel Le Parkour gemacht. Das hat viel Spaß gebracht und ich werde es vermutlich auch in Zukunft wieder mehr praktizieren.

Außerdem möchte ich hier wieder mehr Vielfalt haben. Zum Glück gibt es bei uns einen sehr vielseitigen Betriebssport den ich demnächst mal ausprobieren möchte (wahrscheinlich Badminton) und auch meinen wöchentlichen Schwimm-Termin möchte ich wieder einführen.

Hier besteht für mich aber definitiv Verbesserungsbedarf.

Ernährung, Diät und sonstiges

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die eher etwas zu viel als etwas zu wenig wiegt. Zwar liegt das zu einem gewissen Teil auch an vielen Muskeln, aber eben nicht nur. Gerade während der Masterarbeit habe ich einiges zugenommen (garantiert keine Muskeln) und mich damit auch nicht wohl gefühlt.

In der Vergangenheit habe ich schon etliche Ernährungsformen ausprobiert. Low Carb, Paleo, Low Fat, FDH, Kalorienzählen und so weiter. Alle Diäten haben irgendwo ihren Sinn und sind dennoch in meinen Augen zum Scheitern verurteilt, da sie einfach viel zu extrem sind und sich häufig nicht mit dem Alltag vereinbare lassen.

Ich habe dabei viel über Ernährung gelernt und bin in der Lage mich selber um eine gesunde Ernährung zu kümmern die mir aber auch Freiheiten lässt um mal mit Freunden weg zu gehen und mich wohl zu fühlen. Grundsätzliche tendiere ich schon eher zu einer Kohlenhydrat-armen Ernährung und achte auch darauf, Fleisch und Fisch nur in Maßen zu essen. Aber richtige Diäten sind für mich inzwischen Tabu.

Diäten haben einen Fehler: Sie schränken Deine Ernährung stark ein und machen das ganze Thema Ernährung so extrem kompliziert und zeitaufwändig, dass man es zwar über einen gewissen Zeitraum irgendwie schafft und auch sein eines Kilogramm pro Woche verliert aber danach relativ schnell in alte Gewohnheiten verfällt weil es einfacher und angenehmer ist. Im Nu hat man alles wieder drauf.

Ich habe für mich daher einen anderen Ansatz gewählt, auf den ich durch die Beschäftigung mit diesem Blog gekommen bin. Vermögensaufbau und Gewichtsabbau haben nämlich eine interessante Ähnlichkeit.

Wie mir dieser Blog hilft, Gewicht zu verlieren

Beim Vermögensaufbau geht es darum, langfristig und nachhaltig zu sparen und zu investieren. Kurzfristige Gewinne sind uninteressant. Es geht um den langfristigen Erfolg. Lieber über viele Jahre hinweg 5% Rendite statt ein Jahr 10% Rendite.

Beim Gewichtsverlust ist es genau so. Satt sich mit einer Diät kurzfristig (für den Sommer) auf das Wunschgewicht runter zu arbeiten geht es auch hier um langfristige Erfolge. Schließlich ist die Gesundheit ja ein Teil der Altersvorsorge.

Statt also zu sagen: “Ich möchte in zwei Monaten 10 Kilo weniger wiegen” habe ich gesagt: “Bis zum 1. Oktober möchte ich unter 85kg sein”. Das Ziel entsprach damals ebenfalls 10kg Differenz, jedoch über einen deutlich längeren Zeitraum (Mitte April bis Anfang Oktober). Ich habe das Ziel dann auf Etappen runtergebrochen: Jede Woche 500g. Das habe ich in eine Tabelle eingetragen und diese ausgedruckt und ans Whiteboard gehangen. Somit sehe ich jeden Tag das Ziel vor Augen. Es ist erreichbar mit etwas bewussterem Konsum und ohne allzu extremen Verzicht.

Für mich hat dieses Vorgehen zwei Vorteile: Ich kann einen Gewichtsverlust von 500g pro Woche wesentlich leichter im Alltag erreichen als 1kg. Darüber hinaus achte ich über einen längeren Zeitraum (5,5 Monate statt 2 Monate) auf meine Ernährung und passe so meine Ernährung langsam an und kann mich besser an diesen neuen Lebensstil gewöhnen. Damit, so hoffe ich, fällt es mir auch nach Oktober noch leicht, mich gesund zu ernähren und das Gewicht zu halten.

Übrigens bin ich schon jetzt bei etwa 85kg. Jedoch liegt mein eigentliches Ziel ohnehin bei etwa 80kg (abgängig von Muskelmasse und Fettanteil mehr oder weniger). Jedoch habe ich diesen Gewichtsverlust bis jetzt ohne extreme Anstrengung erreichen können. Einfach dadurch, dass ich mir dieses Ziel öfter ins Bewusstsein gerufen habe und dadurch hier und da mal auf das Eis oder die Haribo-Tüte verzichtet habe.

So wie mir mein Sparquotenbericht und mein Haushaltsbuch dabei helfen, weniger Geld für Luxus auszugeben, so hilft mir die Gewichtstabelle dabei, Gewicht zu verlieren. Dabei geht es mir nicht um das kurzfristige Ziel (Sommerfigur) sondern um das langfristige Ziel (gesund im Alter; Wohlfühlen, auch im Winter).

Zusammenfassung

Was das Gewicht angeht bin ich auf einem guten Weg. Ich fühle mich dadurch wesentlich besser und bin motiviert, weiter an mir zu arbeiten.

Bei der Ernährung handeln wir schon sehr bewusst und versuchen, uns gesund zu ernähren. Fast-Food und Alkohol gibt es aber dennoch ab und an. Eigentlich sogar viel zu oft. Sport mache ich zwar, aber mehr wäre besser.

Interessanter Weise hängt das für mich zusammen: Wenn ich viel Sport mache, fällt es mir sehr einfach, mich gesund zu ernähren. Und wenn ich mich gesund ernähre mache ich lieber Sport. Schlechte Ernährung führt mich zu weniger Bewegung und weniger Bewegung zu schlechter Ernährung. Diesen Teufelskreis muss ich durchbrechen.

Ich werde daher nach dem Urlaub mit dem Betriebssport anfangen um eine Verpflichtung zum Sport (gegenüber anderen Menschen) einzugehen. Das erzeugt einen gesunden Zwang.

Fazit

Mein Tagesablauf hilft mir sehr dabei, gesünder zu leben aber ich habe durchaus noch Baustellen, an denen ich arbeite. Gesundheit ist für mich ein sehr wichtiges Thema mit dem ich mich gerne und ausführlich beschäftige.

Wie sieht es bei Dir aus? Nimm teil an der Blogparade oder schreib mir einen Kommentar.

4 Gedanken zu „Blogparade: Gesünder leben – Ein Teil der Altersvorsorge

  1. Der Beitrag hätte fast von mir kommen können.. Erkenne mich in vielen Punkten wieder, wobei ich mir die 5 Minuten Sport am morgen und die leichte Kost am Mittag zum Vorbild nehmen sollte. Den Satz von Voltaire finde ich (leider) sehr zutreffend. Mir ist nämlich auch in letzter Zeit bewusst geworden, dass ich aktuell meine Gesundheit dafür opfere, beruflich erfolgreich zu sein. Wenn man seinen Körper dauerhaft so belastet, hört man nicht freiwillig mit dem Job auf, sondern ist gesundheitlich dazu gezwungen. Deswegen mache ich mir gerade Gedanken darüber, wie ich nicht mit 25 meinen ersten Bandscheibenvorfall habe, mit 30 Burnout und mit 40 den ersten Schlaganfall.

  2. Wow – ich finde dein Tagesablauf klingt total diszipliniert!

    Vor allem dein Vormittag beeindruckt mich – vor der Arbeit Sport zu machen ist für mich der absolute Horror – ich will so spät wie möglich aufstehen, sodass ich grade noch die passende Bahn erwische und frühstücke dann noch auf der Arbeit, um bloß keine Schlafenszeit zu verlieren. Wann stehst du denn i.d.R. auf und wann beginnst du zu arbeiten?

    Ich finde abends noch Sport zu machen klappt am besten, wenn ich die Sportsachen direkt mit zur Arbeit nehme…da mein Fitnessstudio auf meinem Heimweg liegt, bietet sich das echt an. Aber auch fürs Schwimmbad ist das zu empfehlen. Sobald ich mal zuhause bin, geht es mir wie dir – das Sofa lockt dann doch meist zu sehr.

    Sich aber darüber bewusst zu sein, wann eine gute oder schlechte Zeit ist, ist aus meiner Sicht bereits der erste Schritt zu einem gesünderen Leben – von daher herzlichen Glückwunsch zu deinem aktuellen Kenntnisstand 🙂

    LG
    Marielle

    • Hallo Marielle,
      das mit dem Schwimmbad ist eine super Idee. Damit schaffe ich es vielleicht auch mal wieder. 🙂

      Ich stehe in der Regel gegen 5:00 Uhr auf und bin zwischen 8:00 und 8:30 auf der Arbeit.

      LG
      der Finanzfisch

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