Mintos Report Juli 2016

Es läuft! Bei Mintos* habe ich jetzt meine Grenze von 1000€ ebenfalls erreicht. In den nächsten Monaten werde ich also kein neues Geld an Mintos überweisen sondern erst mal die Füße still halten oder eine andere Plattform (z.B. Twino) ausprobieren.

Erkenntnisse aus dem letzten Monat

Nach wie vor bin ich sehr zufrieden mit Mintos und lasse daher den Auto Invest weiter laufen. Im vergangenen Monat musste ich jedoch eine Anpassung vornehmen, da es nicht mehr genug Kredite für meine Kriterien gab.

Im Wesentlichen habe ich die Darlehenslaufzeit auf bis zu 36 Monate erhöht, da bei 1 bis 24 Monate die Luft etwas dünn wurde. Jedenfalls, wenn man 12 – 20% haben möchte und Banknote ausschließt.

Banknote habe ich nach dem letzten Beitrag ausgeschlossen, da ich hier ein Klumpenrisiko sah und verstärkt über andere Darlehensanbahner investieren wollte. Im Folgenden wirst Du sehen, dass das gut geklappt hat.

Dank der täglichen Mails kriegt man aber auch ohne die Plattform zu besuchen mit, wenn etwas mit dem Auto Invest nicht stimmt, so wie in meinem Fall mit den zu restriktiven Kriterien.

Kurzfassung meiner Mintos-Investitionen

Insgesamt habe ich jetzt in 125 Kredite investiert. Davon sind 23 Projekte bereits abgeschlossen (vgl. 7 im Vormonat). Derzeit laufen also 102 Kredite.

Laut Mintos liegt meine Nettorendite bei 12,60%. Im Vormonat waren es 12,67%, also hat sich hier nicht viel getan. Wenn die Darlehensanbieter ihre Rückkaufgarantie halten können und die Plattform weiterhin so gut läuft, zeichnet sich hier eine nette Rendite von etwa 9,5% p.a. nach Steuern ab. Das wär doch was.

Statistiken

Wie man sieht, ist der Anteil der abgeschlossenen Kredite stark gestiegen. Der Großteil ist nach wie vor aktuell. Es gibt keine Kredite, die mehr als 60 Tage überfällig sind, da in diesem Fall die Rückkaufgarantie greifen würde.

Nachfolgend sieht man, dass die Strategie, Banknote zeitweise auszugrenzen, gut geklappt hat. Dadurch ist der Anteil der Kredite, die über Mogo realisiert wurde, entsprechend angestiegen. Aktuell ist es schon fast 1/3. Im Vormonat waren es gerade mal 2,3%.

Logischerweise ist durch den gestiegenen Mogo-Anteil auch der Anteil der Autokredite gestiegen, da Mogo keine anderen Kredite finanziert.

Auch in der Länder-Verteilung hat sich einiges getan. Waren im letzten Monat noch fast alle Kredite in Lettland vergeben, so sind jetzt auch einige Kredite in Litauen und Estland vergeben. Insgesamt hat sich also auch hier die Streuung verbessert.

In Punkto Laufzeit sieht man in der folgenden Statistik die Anpassung auf bis zu 3 Jahre. 24 Kreditprojekte fallen in den Zeitraum von 2-3 Jahren. Der Großteil der Kredite liegt irgendwo zwischen einem und zwei Jahren. Kurzläufer von 6 oder weniger Monaten sind hingegen eine echte Seltenheit.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meinen Investitionen bei Mintos. Das Auto Invest hat sich langsam bei einer vernünftigen Konfiguration eingependelt. Da ich nur in Kredite mit Rückkaufgarantie investiere, ist die Auswahl etwas geringer. Solange es aber noch genügend solcher Kredite gibt, finde ich das aber nicht verkehrt, da es das Ausfallrisiko etwas abmildert.

Grundsätzlich habe ich aber auch kein Problem mit Krediten ohne Rückkaufgarantie, da ich ja auch bei Bondora* investiere und es so eine Garantie dort auch nicht gibt.

Im nächsten Monat wird sich bei Mintos vermutlich eher weniger tun, da nun erst mal keine neuen Geldzuflüsse erfolgen und daher nur die Rückzahlungen reinvestiert werden.

Obwohl es so gut läuft, werde ich neues Geld erstmal anderweitig investieren, um das Plattform-Risiko zu minimieren. Auch darüber werde ich ggf. berichten.

Wie sieht es mit Deinen P2P-Investments aus? Setzt Du auf die Rückkaufgarantie der Darlehensanbahner oder bist Du ohne unterwegs?

4 Gedanken zu „Mintos Report Juli 2016

  1. Hallo Finanzfisch,
    ich habe auch ein paar hundert Euro bei Mintos investiert und dann auf Autoinvest umgeschaltet. Das automatische Investieren scheint in den letzten Wochen nicht mehr so gut geklappt zu haben, ich werde mir das mal anschauen und wahrscheinlich auch die Kriterien ändern, so wie du das auch gemacht hast.

    Bei Mintos investiere ich nur in Kredite mit Rückkaufgarantie. Bei Lendico und Bondora nicht weil es da ja nicht angeboten wird. Dort lasse ich meine Investments aber nur noch auslaufen und bin mit weniger Geld investiert.

    Insgesamt ist das für mich mit P2P so eine Hassliebe: auf der einen Seite Skepsis ob das alles so toll ist und Unverständnis, dass Leute für Urlaub, neue Möbel etc. Kredite mit hohen Gebühren aufnehmen. Auf der anderen Seite locken die interessanten Zinsen und ich kann mein Investment-Portfolio breiter streuen.

    • Hallo Julia,
      vielen Dank für den Einblick in Dein Vorgehen bei P2P-Krediten.

      Ich bin neugierig: Welche Gründe sind denn bei Dir ausschlaggebend, um Deine Investitionen bei Bondora und Lendico abzuziehen? Und planst Du, noch andere Plattformen außer Mintos auszuprobieren?

      Deine Einstellung zu P2P-Krediten kann ich gut nachvollziehen. Mit Sicherheit lassen sich da einige moralische Bedenken äußern. Aber ich denke mir dabei, dass letztendlich jeder selbst für sein Glück, seinen Erfolg und seine Finanzen verantwortlich ist und selbst entscheiden sollte, auf welche Art er/sie sein/ihr Leben gestaltet. Bei einigen Leuten wäre ein Leben ohne Konsumkredite unvorstellbar, weil sie es so gewohnt sind und sich evtl. sogar damit wohl fühlen. Auf der anderen Seite bin ich aber auch der Meinung, dass es mir nicht zusteht, zu entscheiden, wofür jemand einen Kredit benötigt.

      Generell halte ich zwar teure Kredite für Luxusurlaub nicht für sinnvoll. Was aber wäre, wenn ein Ehepaar den letzten gemeinsamen Urlaub machen möchte, weil ein Ehepartner totkrank ist und wahrscheinlich das nächste Jahr nicht mehr erlebt. Ist es in diesem Fall auch unmoralisch, ihnen das Geld für den Urlaub zu geben?

      Ich denke: Wer es schafft auf eine Online-Plattform wie Bondora oder Mintos zu gehen um sich dort einen Kredit zu beschaffen, der hat grundsätzlich auch die Möglichkeit, auf einen Finanzblog zu gehen, der ihm erklärt warum das keine gute Idee ist und wie er aus der Schuldenfalle heraus kommt. Daher muss jeder selbst entscheiden, auf welcher Seite der P2P-Kredite er stehen möchte. Warum man sich für die Schuldner-Seite entscheidet, kann ich aber in den meisten Fällen nicht nachvollziehen.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  2. Hallo Finanzfisch,
    Ich investiere bei Lendico, Viventor und Mintos. Die aus meiner Sicht beste Plattform ist (wie Du auch in einem Deiner späteren Artikel schreibst) Mintos.
    Allerdings sorge ich mich, wie die Langzeitperformance sein wird, da bei mir – nach rd. 2 Monaten Investment – etwa 15% der Kredite bereits im Verzug sind.
    Viele Grüße,
    FF

    • Hallo finanziellefreiheit,
      ah interessant. Bei Viventor habe ich auch in der vergangene Woche gerade angefangen. Darüber werde ich in Kürze auch noch einen Beitrag schreiben.

      Das Gute bei Mintos ist ja, dass Du bei Krediten mit Rückkaufgarantie Dein Geld inkl. aufgelaufener Zinsen auch bei Kreditausfall erhältst solange der Kreditfinanzierer nicht in Schwierigkeiten gerät. Allerdings wird die Zukunft da zeigen, wie dauerhaft das funktionieren kann.

      P2P-Kredite sind definitiv eine spannende Sache aber man sollte sich trotz aller “Garantien” des Ausfallrisikos bewusst sein.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

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