Amazon FBA: Es läuft schleppend, Verbesserungen sind angekündigt

Es ist schon wieder über einen Monat her seit meinem letzten Artikel. Seitdem hat sich einiges getan, aber die Zusammenarbeit mit AMZSCALE läuft noch immer nicht ideal.

Hier hat Lars einige Gründe und konkrete Verbesserungen benannt, auf die ich am Ende eingehen werden.

Leider läuft die Kommunikation mit Kunden, aber auch intern bei AMZSCALE nicht zufriedenstellend, sodass man hier als Kunde oft nachhaken muss, bis sich etwas tut. Das ist anstrengend und macht mich nicht gerade glücklich. Dennoch sehe ich die Bemühungen von Lars und AMZSCALE, die Situation zu verbessern.

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, wo ich gerade stehe und welche Veränderungen AMZSCALE angekündigt hat.

Die guten Seiten

Nachdem die Kommunikation vor meinem letzten Artikel schon miserabel gelaufen war, hatte der Artikel die Auswirkung, dass es kurz davor und auch noch kurz danach wieder etwas besser lief. AMZSCALE und insbesondere Lars waren sichtlich bemüht, mir zu zeigen, dass sie es besser können.

Leider hat dieser Effekt gerade einmal eine Woche angehalten. Es wurden schon wieder Zusagen gemacht, die wiederholt nicht eingehalten wurden. Ich musste fast täglich erinnern und nachfragen, damit sich etwas getan hat.

Positiv hervorheben möchte ich, dass Lars mir bei den notwendigen Formularen und Unterlagen für die Überführung des Listings in meine neue Company geholfen hat. Dies geht natürlich über den eigentlichen Leistungsumfang von AMZSCALE hinaus. Die Übertragung der Marke ist derzeit beim DPMA in Arbeit.

Der Vertrag für die Warenfinanzierung, auf den ich bereits seit April warte, liegt mir nun endlich seit etwa Mitte Juli vor. Leider ist dieser anders und deutlich komplexer als erwartet und auch der Rahmenvertrag für die neue Firma sieht anders aus, als der alte. Daher habe ich hier einige Anmerkungen und Rückfragen gehabt. Die endgültige Einschätzung des Vertrags zögert sich also noch etwas hin. Lars ist die Verträge im Nachgang mit mir durchgegangen und hat mir die Punkte erklärt sowie meine Fragen beantwortet. Einige kleine Anmerkungen von meiner Seite werden jetzt noch angepasst, bevor ich die Verträge endgültig unterschreibe.

Erfreulicherweise hat SCALE UP aber nicht mit der Beauftragung der Produktion gewartet, sondern diese bereits angestoßen, sodass es durch die “Vertragsverhandlungen” nicht zu weiteren Verzögerungen kommt. Jetzt warte ich auf ein verbindliches Lieferdatum, um zu wissen, wann die nächste Charge in den Verkauf gehen wird.

Weiterhin habe ich auch die ersten Abrechnungen bekommen sowie die Auszahlungen für die letzten Monate erhalten. Diese decken leider nicht die Kosten für die erste Charge, aber das war bereits abzusehen. Die Erwartung von Lars und AMZSCALE ist, dass wir diese dann mit der zweiten Charge decken können, für welche SCALE UP das Risiko übernimmt.

Mittlerweile habe ich Zugriff auf das neue Dashboard der AMZSCALE Full-Service E-Commerce Plattform, welches eine neue Oberfläche für Insights in mein Produkt und dessen Performance liefert. Dieses Tool wird das Sellerboard ersetzen und zukünftig noch stark in seinem Funktionsumfang erweitert werden.

Was hätte besser laufen müssen

Das Amazon FBA Projekt war eigentlich als passives Projekt angelegt und sollte einfach lauen. Das tut es nicht. Ich muss mich fortwährend damit beschäftigen und hinter alles klemmen. Zusagen wurden wiederholt nicht eigehalten. Ständig werde ich auf “morgen” oder “die nächste Woche” vertröstet. Wiederholt kamen derzeit Krankheit und andere Gründe dazwischen. Hier muss AMZSCALE daran arbeiten, dass der Fortschritt der Projekte weniger an einzelnen Personen hängt. Dies hat Lars mir ebenfalls zugesagt.

Vor ein paar Tagen war Prime Day. Da hätte es einen ordentlichen Umsatz geben sollen. Leider war mein Produkt bei Amazon wurde kurz vorher nicht mehr lieferbar, da sich aus Gründen die Nachlieferung vom Zwischenlager verzögert hat.

Insgesamt hat es eine Woche gedauert, bis mein Artikel wieder lieferbar war. Es ist auch davon auszugehen, dass es zu einigen Monaten kommen wird, in denen das Produkt nicht mehr lieferbar ist, da sich die Nachbestellung aufgrund der schlechten Kommunikation und internen Problemen bei AMZSCALE sehr hinausgezögert hat.

Gründe und angekündigte Verbesserungen

Das Amazon Business ist in den letzten Jahren ziemlich unter Druck geraten. Als Gründe hierfür nennt Lars die steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und die aktuelle Währungsschwäche des Euros.

AMZSCALE versucht, diese Faktoren zu kompensieren, indem man durch gebündelte Einkaufs- und Transportvolumen bessere Tarife und somit Kostenvorteile für Kunden realisiert. Damit erzielt AMZSCALE etwa 25 % niedrigere Transportkosten als derzeit üblich.

Des Weiteren kam ein großer Teil meiner Unzufriedenheit (und der anderer) davon, dass der Projektstatus und Verlauf nicht immer klar war, man lange auf Antworten warten musste, Informationen teils nicht richtig weitergegeben wurden und Dinge oft untergegangen sind.

AMZSCALE möchte dies durch die Nutzung und Erweiterung des neuen Produktivitätstools inkl. Dashboard in den Griff bekommen. Kommunikation und Dokumentenaustausch soll zukünftig über dieses Tool laufen, sodass jegliche Kommunikation in diesem Tool stattfindet. Dies sehe ich als vielversprechend an, da die Kommunikation mit variierenden Mitarbeitern über E-Mail oder WhatsApp schnell dazu führen kann, dass Themen untergehen, bei Krankheit länger liegen bleiben oder nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Überdies arbeitet AMZSCALE an einer Zertifizierung für Hersteller, die in der Vergangenheit gute Produkte geliefert haben und mit denen die Zusammenarbeit funktioniert. Mit diesen Herstellern möchte man in Zukunft vermehrt arbeiten, sodass hier bessere Konditionen über verschiedenen Kunden und Projekte hinweg erzielt werden können.

Durch die aktuelle Marktsituation (Russlands Krieg gegen die Ukraine, Euroschwäche …) sind viele Warenfinanzierer sehr vorsichtig geworden, wann sie die Warenfinanzierung anbieten. Um Geld für neue Amazon Businesses bereitzustellen, geht SCALE UP hier ebenfalls in das Risiko, und stellt Kapital bereit, um diesen Nachteil für Kunden aufzufangen.

Zur Verkürzung von Projektlaufzeiten für neue Kunden möchte AMZSCALE neben effizienterer Kommunikation auch in Vorarbeit beim Sourcing gehen, sodass Verzögerungen aufseiten AMZSCALE vermieden werden können.

Fazit

In den letzten Monaten lief es trotz aller Bemühungen auf beiden Seiten wirklich nicht gut. Das Projekt hat mich auch viel Energie, Nerven und auch Geld gekostet.

Dennoch sehe ich die Bemühungen und hoffe, dass die Optimierungen schnell umgesetzt werden, damit unsere Projekte solide und erfolgreich laufen und sich für den Aufbau einer langfristigen Kooperation und den Aufbau eines langfristigen passiven Cashflows eignen.

Im Moment bleibt mir, abzuwarten, wie schnell die nächste Charge ankommt und wie schnell AMZSCALE es schafft, die internen Probleme im Hinblick auf die Kommunikation und Informationsverteilung in den Griff zu bekommen.

Ich habe mich dafür entschieden, das Projekt weiterzuführen, um auch über die zukünftigen Verbesserungen berichten zu können. Ferner geht es mir, wie zuvor erwähnt, um den Aufbau eines langfristigen positiven Cashflows. Da ich diesen als möglich erachte, nehme ich die längere Anlaufphase in Kauf.

Wie läuft es mit AMZSCALE bei dir? Schreib mir gerne in den Kommentaren, wie deine Erfahrungen sind und in welcher Phase du dich derzeit befindest.

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4 Kommentare

  1. Hallo Tobias,

    danke für deinen Einblick und die spannenden Insights.
    Ich war ehrlicherweise auch ab und an genervt, aber habe schon starke Vebesserungen festgestellt und bin mit den Ergebnissen mehr als zufrieden.
    Ich bin aktuell mit 5 Produkten am Market und habe letzten Monat nach der Launchphase einen positiven Deckungsbeitrag von über 6.000 € erzielt und steigend.

    Bin also happy und würde mich wieder für die Zusammenarbeit entscheiden.

  2. Danke für deinen Erfahrungsbericht!
    Ich überlege derzeit, ob ich mit AMZscale anfangen soll, bin mir aber unschlüssig. Würdest du aktuell dazu raten, weil es besser wird oder doch eher davon abraten?

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