Amazon FBA: Zweite Charge noch nicht da, mehr Unzufriedenheit

Seit meinem letzten Post im Oktober 2022 hat sich leider nicht wirklich viel getan. Ich warte noch immer auf die zweite Charge. Und auch bei einigen LeserInnen in meinem Blog steigt die Unzufriedenheit mit Ihrem Amazon FBA Projekt und der Zusammenarbeit mit AMZSCALE.

Wo bleibt die zweite Charge?

Seit Oktober ist mein Produkt bei Amazon “Out-of-Stock”, nicht mehr lieferbar. Eigentlich hätte die zweite Charge Anfang November verschifft und spätestens Anfang Dezember in Deutschland sein sollen.

Am 16.11. habe ich bei AMZSCALE nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist. Man sagte mir, dass man dies intern prüfe. Am 1.12. habe ich dann ein Update von AMZSCALE erhalten: Der Hersteller habe die Ware nicht rechtzeitig fertiggestellt und schiebe dies auf die Coronamaßnahmen. Man schrieb mir, dass man dies für Schwachsinn hielte und jetzt jeden Montag nachhaken wolle. Der Hersteller wolle die Ware im Dezember bereitstellen.

Weiterhin teilte mir mein Ansprechpartner, der hier nicht namentlich erwähnt werden wollte, mit, dass er das Projekt persönlich übernehme, da es sehr unerfreulich sei, dass ich diese Information wiederholt nur durch Nachfragen erhalten habe und nicht proaktiv von meinem Kundenbetreuer.

Am 20.12. teilte man mir mit, dass der Hersteller die Ware erst nach dem Chinesischen Neujahr, also Ende Januar, fertig haben werde. Die Übergabe der Produkte steht jetzt für Mitte März an. Zu diesem Zeitpunkt wird mein Produkt bereits 5 Monate nicht bei Amazon verfügbar sein. Es ist also davon auszugehen, dass ich hier für mindestens ein halbes Jahr keine Verkäufe tätigen werde.

Immerhin hat AMZSCALE für diese Umstände mit dem Hersteller einen Rabatt von 20 % ausgehandelt. Hoffen wir also, dass das jetzt alles so klappt und die Ware auch die gewünschte Qualität hat, sodass es hier nicht zu weiteren Verzögerungen kommt.

Zwei Optionen: Plan B und C

Zu guter Letzt teilt man mir noch zwei Optionen mit, wie es mit dem Projekt alternativ weitergehen könne:

  1. Wir finden einen Käufer, der mir die Marke abkaufen und diese an meiner Stelle fortführen würde.
  2. Wir tauschen das Produkt gegen ein anderes, besser laufendes Produkt aus, wobei man mir hier 50 % Rabatt auf die erste Charge gewähren würde.

Ich teilte meinem Ansprechpartner mit, dass ich nicht an der zweiten Option interessiert bin, da ich nach wie vor nicht zufrieden genug mit der Zusammenarbeit bin, um weiteres Geld zu investieren. Mein Vertrauen und meine Zufriedenheit mit AMZSCALE und allen Beteiligten sowie der dort vorherrschenden Professionalität hat auch seit Oktober weiter gelitten, da ich von Problemen wiederholt nur durch aktives Nachfragen erfahren habe. Daher bin ich derzeit nicht an einer Zusammenarbeit in dieser Form und mit erhöhtem Risiko für mein Investment und mich interessiert.

Die erste Option, wenn auch nicht sonderlich lukrativ, aber immerhin schadenbegrenzend, klingt hingegen interessant für mich. Das Amazon FBA Projekt war anfangs auf einen Return on Investment innerhalb der ersten 1 – 1,5 Jahre ausgelegt. Stand heute, nach 2,5 Jahren, habe ich neben einem zeitlichen Investment auch meine Anfangsinvestition noch nicht zurück und stehe also mit Verlust dar. Überdies möchte ich meinen Fokus demnächst auf ein anderes Thema konzentrieren und kann daher kein Projekt gebrauchen, dass ich aktiv überwachen muss. Hier bin ich AMZSCALE dankbar, dass sie versuchen, eine Lösung zu finden, die für mich passt.

Plan B: Marke verkaufen

Da das Produkt bisher ausgezeichnete Bewertungen hat, kann ich mir vorstellen, dass man es mit deutlich mehr Zeit und weiteren Investitionen zum Laufen bekommen könnte. Dies passt allerdings nicht zu meinen Zielen und Limits für dieses Projekt.

Da die Zusammenarbeit mit AMZSCALE und SCALE UP für mich alles andere als ideal lief, habe ich mich für diesen Weg entschieden. Dankenswerterweise unterstützt man mich seitens AMZSCALE hierbei.

Ein potenzieller Käufer wurde letzte Woche für mich gefunden und der Kaufvertrag ist in Vorbereitung. Wir vereinbaren eine Anzahlung sowie weitere monatliche Raten, bis der volle Kaufpreis an mich zurückgeflossen ist.

Der Verkauf wird meine Verluste zwar nicht vollständig decken, aber ist eine erhebliche Begrenzung des finanziellen Schadens und nimmt mir den Stress, mich weiter mit diesem gescheiterten Projekt in meiner Bilanz belasten zu müssen.

Weitere unzufriedene KundInnen – Lösungsversuch von AMZSCALE

Wer meinen Blog und die Kommentare verfolgt, weiß, dass mein Fall kein Einzelfall ist. Bei anderen Kunden von AMZSCALE scheint es ähnlich schlecht zu laufen, wie bei mir. Hier geht es nach Aussagen dieser Personen teilweise um sechsstellige Investitionen, mehrere Produkte und den europaweiten Vertrieb.

UnternehmerInnen tauschen sich aus

Inzwischen haben sich einige WhatsApp–Gruppen von unzufriedenen UnternehmerInnen gebildet, die sich über ihre Fälle, Investitionen und Verträge mit AMZSCALE und SCALE UP austauschen. Einige hätten nach eigener Aussage bereits rechtliche Schritte eingeleitet, weil es bei der Zusammenarbeit zu unerwarteten Kosten gekommen sei und dies von AMZSCALE oft nicht transparent genug dargestellt worden wäre. Auch könne das Unternehmen die Zufriedenheitsgarantie nicht einhalten. Anmerkung: Letztere Aussage wurde allerdings von meinem Ansprechpartner bei AMZSCALE dementiert. Obwohl Corona zwar seit März 2020 ein bekanntes Problem war, beruft man sich hier auf höhere Gewalt, die rechtfertige, dass man den zugesagten Zeitrahmen bzw. Erfolg nicht immer einhielt. Dies hinge aber sehr von den individuellen Fällen ab, da jedes Projekt anders sei. Man teile mir mit, dass man die Garantie bisher immer eingehalten habe, sofern dies gerechtfertigt gewesen sein.

Wie auch bei mir scheint es extreme Probleme mit der Kommunikation, aber auch der professionellen Betreuung der Projekte an und für sich, zu geben.

AMZSCALE räumt Probleme ein und sucht nach Lösungen

Man hat bei AMZSCALE mittlerweile erkannt, dass es mehr als nur eine Handvoll unzufriedene Kunden gibt. Die Anzahl der unzufriedenen Kunden sei größer als gedacht.

Hieran sei zwar auch der Markt mit Schuld, allerdings habe man seitens AMZSCALE nicht genug kommuniziert und so das Vertrauen vieler UnternehmerInnen verloren.

Daher könne man verstehen, wenn KundInnen ihre Projekte beenden oder ändern wollen.

SCALE UP teilte mir mit, dass man eine zentrale E-Mail-Adresse aufsetzen würde, an die sich unzufriedene KundInnen wenden können. Hierauf würde dann mit jedem und jeder einzelnen in einem Zoom-Call gesprochen und nach einer Lösung gesucht. Die E-Mail-Adresse lautet: [email protected] – CF steht hierbei für “Customer Feedback”. Nach Aussage meines Ansprechpartners wird sich hier ab Montag jemand von der Legal-Abteilung um die Fälle kümmern. Unzufriedene KundInnen hätten somit die Möglichkeit, noch einmal halbwegs neutral, mit jemandem nach einer Lösung zu suchen, der nicht ihr eigener CSM oder Ansprechpartner ist.

Ich kann euch natürlich leider nicht versprechen, dass im Kontakt mit dieser Adresse eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann, aber einen Versuch ist es allemal wert.

Fazit

Es läuft einfach nicht wie geplant. Die Nachbestellung, über die ich bereits im März 2022 mit meinem Kundenbetreuer gesprochen habe, ist noch immer nicht im Lager angekommen. Dies lag zunächst an Verzögerungen bei AMZSCALE und nun beim Händler. – Das Projekt hat sich für mich nicht erfolgreich entwickelt. Daher strebe ich jetzt einen Verkauf an.

Die Kommunikation und Verlässlichkeit von AMZSCALE ist weiterhin ein echtes Problem. Ich hoffe darauf, dass der Lösungsversuch wirklich dazu führt, dass akzeptable Lösungen für unzufriedene KundInnen gefunden werden.

Ich werde versuchen, hier einen Überblick über Erfolge und Misserfolge zu geben, sofern die Beteiligten hiermit einverstanden sind und ihre Erfahrungen mit mir teilen.

Wie läuft es bei deinem Amazon FBA Projekt? Bist du zufrieden oder wo hakt es?

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1 Kommentar

  1. Es ist schwer, sich untereinander auszutauschen, da es amzScale / Scaleup / Amacoa oft schafft, sich dazwischenzudrängen.

    Ich habe von mehreren Leuten gehört, bei denen der finanzielle Schaden 6-stellig ist.

    Wer sich geschädigt fühlt, kann sich an [email protected] wenden, am besten unter Angabe überprüfbarer Daten (voller Name, Firmenname, Anschrift, beim DPMA registrierte Marke, Telefonnummer). Wir stellen dann einen Kontakt zu anderen Geschädigten oder einem Anwalt her. In unserem Netzwerk sind mehrere Anwälte, die bereits mit Amacoa, Scaleup, amzScale oder anderen Firmen von Maurice Glißmann streiten.

    Lasst Euch nicht einschüchtern, es passiert gerade sehr viel.

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