Swaper: Erste Erfahrungen mit der neuen P2P-Plattform

Im Land der P2P-Kredite tut sich einiges. In der letzten Zeit sind mir einige neue Plattformen zu Ohren gekommen. Darunter auch Viainvest* und Swaper.

Da ich Investitionen in P2P-Kredite zwar als interessante Möglichkeit ansehe, die Rendite zu erhöhen, jedoch diese Art der „Geldanlage“ trotz aller Buy-Back-Garantien als sehr risikoreich ansehe, bin ich stetig auf der Suche nach weiteren Plattformen.

Je mehr P2P-Plattformen ich für meine Investitionen verwende, desto besser ist meine Diversifikation und desto geringer ist mein Verlust wenn auf einer Plattform mal etwas schief läuft. Darüber hinaus macht Viventor gerade schlapp und ich bin daher auf der Suche nach einer Alternative.

Wer oder was ist Swaper?

Swaper ist eine sehr junge Plattform für die Investition in P2P-Kredite. Erst seit Oktober letzten Jahres vermittelt Swaper P2P-Kredite zwischen Kreditnehmern und Investoren.

Das Unternehmen ist in Lettland registriert und Teil der Wandoo Finance Gruppe, die wiederum erst im Januar 2016 gegründet wurde.

Derzeit kann man bei Swaper nur in Kredite in Georgien und Polen investieren.

Was unterscheidet Swaper von anderen Plattformen?

Das Unternehmen ist sehr innovativ und legt einen großen Wert auf die Einfachheit seines Angebotes. Daher hat die Plattform auch in diesem frühen Status bereits eine hochwertige iOS App*.

Darüber hinaus gibt es Benefits für Investoren, die besonders loyal sind. Loyal heißt: sie investieren hohe Summen, sind sehr aktiv oder geben Feedback, das in die Entwicklung einfließt.

Gerade letzteres finde ich eine sehr gute Idee, da es einen Anreiz gibt, zur Verbesserung der Plattform beizutragen. Benefits bedeutet: Die Rendite ist um 2% höher.

Swaper verspricht eine Rendite von bis zu 12%. Demnach wären das dann bis zu 14%. Nich schlecht, da alle Kredite mit einer Buy-Back-Garantie kommen.

Darüber hinaus ist Swaper natürlich für Investoren kostenfrei. Die Plattform lebt vom Spread zwischen dem Zinssatz, den Kreditnehmer zahlen und dem, den Investoren bekommen.

Mein erster Eindruck von Swaper

Mein erster Eindruck war gar nicht mal so positiv. Zwar macht die Webseite einen aufgeräumten und stabilen Eindruck, jedoch erhält man auch nicht gerade viele Informationen. Es gibt FAQs, aber diese sind relativ oberflächlich gehalten.

Statistiken gibt es, vermutlich auf Grund des Alters, derzeit noch nicht.

Besonders gestört hat mich aber, dass die Plattform ziemlich schamlos mit einer risikolosen Rendite wirbt. Und garantierte 12% Rendite ohne Risiko? Wir wissen alle, dass da was nicht stimmt. Ich finde diese Werbung ziemlich irreführend. Vielleicht ist das Risiko dank der Buy-Back-Garantie geringer als ohne, aber keinesfalls wird ein Investment in P2P-Kredite risikolos. Niemals!

Abgesehen von dieser dreisten Werbung war der erste Eindruck aber gut. Die Registrierung lief schnell und unkompliziert und auch meine ersten 100€ waren bereits einen Tag nach meiner Überweisung meinem Konto gutgeschrieben.

Ich habe sie zunächst manuell auf zehn Kredit (jeweils 10€) verteilt. Allerdings gibt es auch ein Auto Invest.

Erstkontakt mit dem Auto Invest

Da ich meine ersten Kontakte mit Swaper im Wesentlichen über die App gemacht habe, wollte ich auch mein Auto Invest über die App konfigurieren.

Leider scheint die App einen Bug zu haben (oder ich bin zu blöd). Jedenfalls konnte ich im Auto Invest nicht die maximale Investition pro Kredit festlegen. Auch ein paar andere Parameter ließen sich über die App nicht einstellen. Daher habe ich die ersten 100€ manuell investiert, was über die App problemlos möglich war.

Später am Computer habe ich dann über die Webseite ein Auto Invest konfiguriert. Das ging sehr einfach und ohne überflüssige Parameter. Von der Komplexität würde ich den Auto Invest von Swaper zwischen Twino und Mintos ansiedeln. Sehr einfach also.

Konfiguration des Auto Invest bei Swaper

Wie auch bei Mintos kann man bei Swaper mehrere Auto Invest Konfigurationen anlegen. Wie immer habe ich aber auch hier nur eine Konfiguration.

Was auffällt ist, dass man die maximale und minimale Laufzeit nicht einstellen kann. Aktuell macht dies allerdings auch keinen Sinn, da es derzeit nur Kredite mit einer Laufzeit von 30 Tagen auf Swaper gibt.

Ich habe über diesen Auto Invest derzeit 170€ investiert.

Wie geht es weiter?

Insgesamt habe ich jetzt 300€ bei Swaper liegen. 100€ habe ich manuell investiert, die übrigen 200€ stehen dem Auto Invest zur Verfügung. Hiervon sind allerdings 30€ noch nicht investiert.

Stand 20.01.2017 gibt es nur sehr wenige Kredite auf Swaper. Jedenfalls werden mir auf der „Invest“-Seite nur ein paar Kredite angezeigt. Dies ist vermutlich auch der Grund, wieso ich bereits mit 300€ Probleme habe, das Geld zu investieren.

Natürlich könnte ich meinen Maximalbetrag pro Kredit heraufsetzen. Allerdings reduziert dies zwangsläufig die Diversifikation. Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage bei Swaper entwickelt.

Ich werde vorerst noch kein weiteres Geld an Swaper überweisen sondern zunächst abwarten, wann mein gesamtes Geld dort investiert ist. Danach habe ich mir aber ein Limit von 500€ für Swaper gesetzt.

Dies weicht von meinen üblichen 1000€ pro Plattform ab. Der Hauptgrund hierfür ist, dass die Plattform noch sehr neu ist und ich daher besonders vorsichtig sein möchte. Darüber hinaus möchte ich auch die Plattform Viainvest testen. Hierüber werde ich in den nächsten Wochen ebenfalls berichten.

Fazit

Swaper macht insgesamt keinen schlechten Eindruck und hat definitiv das Potential, eine erfolgreiche P2P-Kredit-Plattform zu werden. Noch steht die Plattform allerdings ganz am Anfang weshalb abzuwarten bleibt, wie sich das Angebot dort entwickelt.

Ich werde Swaper natürlich in die Beobachtung im Rahmen meiner monatlichen P2P-Reports aufnehmen, die es ab Februar wieder geben wird.

Hast Du bereits Erfahrungen mit Swaper gemacht? Wie ist Dein Eindruck?

3 Gedanken zu „Swaper: Erste Erfahrungen mit der neuen P2P-Plattform

  1. Moin,
    danke für den Bericht! Ich hatte bei Lars auch schon über Swaper gelesen.
    Ich werde nächste Woche auch mal einen Account eröffnen und erstmal die bei Viventor abgezogene Kohle dort platzieren und ebenfalls beobachten.
    Schönes Wochenende!
    Gruß
    Vincent

  2. Ich bin bisher auch von Swaper ganz angetan. Habe auch gerade heute ein Interview mit Swaper über den Ausblick für 2017 veröffentlicht.
    Das Swaper nicht risikolos ist, gilt analog für alle P2P Plattformen von diesem Schlag. Der Buyback ist ganz nett, aber nur solange die Quersubventionierung funktioniert.

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