Vermögensaufbau ist eine Frage des Mindsets!

Es ist egal, wieviel Du verdienst. Ob Du Vermögen aufbaust oder nicht, ist einzig und alleine eine Frage Deines Mindsets.

Okay, natürlich hilft es, gut zu verdienen, aber das ist keine Garantie dafür, Vermögen aufzubauen. Ein Gutverdiener kann einen Weg finden, kein Vermögen aufzubauen, genauso, wie ein Geringverdiener einen Weg finden kann, etwas zur Seite zu legen.

Jetzt sagst Du vielleicht, dass Dein Gehalt überhaupt nicht ausreicht, um etwas sparen zu können. Das mag vielleicht stimmen, aber dann ist das einzig und alleine Deine Verantwortung.

Ich kenne Menschen, die beschweren sich jeden Tag darüber, dass sie nur ausgebeutet werden und die Welt schlecht ist und dass sie so arm sind und und und. Erstaunlicherweise sind das nicht zwingend Menschen, die aus wirklich schlechten Verhältnissen stammen. Sie können lesen, schreiben, haben ein Dach über dem Kopf und Zugang zum Internet. Teilweise haben sie sogar Abitur und damit insgesamt bessere Voraussetzungen als 70% der Bevölkerung in Deutschland (Quelle: Statista). Dennoch fällt es ihnen nicht schwer, Schuldige zu finden. Menschen und Einrichtungen, die Schuld daran sind, dass sie wenig verdienen. Der Chef, das Finanzamt, der ehemalige Lehrer… und sie kennen die Banken, die Schuld daran sind, dass sie nichts sparen, da es sich ja eh nicht lohnt. Diese Menschen sehen in Allem und Überall stets nur das negative.

Unabhängig von ihrem Bildungsstand machen diese Menschen alle einen Fehler:

Sie übernehmen keine Verantwortung.

Es ist immer schön einfach, die Schuld für das eigene Scheitern bei anderen zu suchen. Aber das Ganze hat ein Problem: Wenn andere Schuld sind, kannst Du nichts daran ändern.

Ich bin daher seit längerem dazu übergegangen, die Schuld immer zuerst bei mir zu suchen. Das kling hart. Aber wenn ich mich Frage: „Was kann ich besser machen?“, fallen mir sofort Lösungen ein, die in meiner Hand liegen. Andere werde ich nicht wirklich ändern können. Wieso also Zeit verschwenden?

Nachdem das geklärt ist: Es mag sein, dass Deine aktuelle Ausbildung bzw. Dein aktueller Job keine großen Sprünge zu lässt. Aber das ist nicht entscheidend, denn Du kannst das ändern.

Ich weiß drei Dinge über Dich!

  1. Du kannst lesen. Damit bist Du besser dran, als 16% der Weltbevölkerung (Statista, 2012)
  2. Du hast Zugang zum Internet. Gemessen daran, dass 2014 nur etwa 40% (Statista) aller Haushalte Zugang zum Internet hatte, bist Du damit bereits überm Durchschnitt.
  3. Du möchtest Deine finanzielle Situation verbessern. Wieso sonst solltest Du diesen Artikel lesen? Und auch das ist eine tolle Voraussetzung.

Punkt 3 zeigt mir, dass Du in der Lage bist, Dich selbständig weiterzubilden. Und damit hast Du alles Nötige in der Hand, um Deine Einkommenssituation zu verbessern. Das Internet ist voll mit kostenlosem Weiterbildungsmaterial. Wenn Dein jetziger Bildungsstand nicht ausreicht um Deine Ziele und Träume zu verwirklichen, dann kannst nur Du das ändern.

Viele Menschen glaube, dass es die Pflicht ihres Arbeitgebers ist, sie weiterzubilden. Das ist totaler Quatsch. Natürlich tut ein Arbeitgeber gut daran, seine Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand zu halten. Aber natürlich muss er das aus wirtschaftlicher Sicht nur soweit tun, dass sie ihre Arbeit optimal erledigen können. Welches Interesse hat Dein Arbeitgeber daran, dass Du auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleibst? Richtig: Keines.

Kümmere Dich selbst um Deine Weiterbildung!

Sei dankbar, wenn Dein Arbeitgeber in Deine Weiterbildung investiert, aber gib ihm nicht die Schuld daran, dass Du Defizite hast. Erfolgreich zu sein, bedeutet für mich auch, Freizeit zu opfern um weiter zu lernen.

Wenn Du dachtest, dass das Lernen nach der Schule oder dem Studium vorbei ist: Falsch gedacht. Es fängt gerader erst an!

Wenn Du das konsequent tust, wirst Du langfristig bessere Jobs und mehr Gehalt bekommen. Oder Du wirst andere Möglichkeiten finden, mehr Geld zu verdienen.

Apropos. Du glaubst vielleicht, dass Du sparen wirst, wenn Du mehr verdienst und jetzt nicht sparen kannst, weil Du dann verzichten müsstest. Aber auch das ist falsch. Zu sparen bedeutet immer, auf etwas zu verzichten. Und dabei ist es fast egal, wieviel Du verdienst.

Konsummöglichkeiten gibt es überall. Wir leben in einer Welt, in der wir tausende von Euros ausgeben können, noch bevor wir auch nur einen Fuß aus dem Bett getan haben. Es gibt alles immer neuer, immer schneller, immer schöner, immer besser. Auch wenn man schon alles besitzt, kann man sich noch verbessern. Nur dann wird man nie Vermögen aufbauen.

Vermögen aufzubauen, bedeutet Verzicht.

Immer, wenn Du dich entscheidest, etwas Geld beiseite zu legen, verzichtest Du auf etwas. Ich habe neulich eine Steuererstattung erhalten. Total cool. Ich hätte mir von dem Geld direkt ne Apple Watch oder einen neuen Laptop kaufen können. Oder erst mal eine fette Party schmeißen. Schließlich ist das ja eine Sondereinnahme die ich für nichts brauche und man muss es sich ja auch mal gut gehen lassen.

Das hätte ich tun können. Statt dessen habe ich nichts dergleichen getan. Ich habe 80% beiseite gelegt für den langfristigen Vermögensaufbau. Die restlichen 20% habe ich für kurzfristige Ausgaben gespart.

Dieses kleine Detail macht einen entscheidenen Unterschied. Wie gehst Du mit unerwarteten Einkünften und mit Geld, dass Du nicht wirklich brauchst, um? Du kannst es ausgeben oder sparen. Über die Jahre machen selbst kleine Beträge einen erheblichen Unterschied.

Spare, wann immer Du kannst!

Natürlich ist es okay, sich auch mal etwas zu gönnen, aber es sollte eine Besonderheit bleiben. Zum Einen kann man sich darüber viel mehr freuen, als wenn es Standard ist. Zum Anderen mache auch kleine Beträge schon einen enormen Unterschied.

Angenommen, Du schaffst es, Geld so zu investieren, dass es 8% p.A. erwirtschaftet. Dann hat es sich nach 9 Jahren bereits verdoppelt und nach 18 Jahren bereits vervierfacht. Wenn Du 36 Jahre Zeit hast, umso besser. Dann sind es schließlich schon 8-mal so viel.

Fang so früh wie möglich mit dem Sparen an.

Viele Menschen meinen, dass man jetzt leben und später sparen sollte. Genau andersrum wird ein Schuh draus.

Spare lieber früh, dann hat Dein Geld mehr Zeit, für Dich zu arbeiten. Außerdem wird es Dir mit steigendem Lebensstandard viel schwerer Fallen, viel zu sparen. Solltest Du irgendwann Kinder und Familie haben, werden sich Deine Lebenskosten stark erhöhen. Da ist es gut, wenn Du vorher bereits aus dem Gröbsten raus bist.

Und mal ganz ehrlich: Bedeutet ein Bisschen Verzicht, dass das Leben weniger Lebenswert ist? Wie schlimm ist es wirklich, nur alle paar Monate mal Essen oder ins Kino zu gehen, statt einmal in der Woche? Für mich ist es sogar viel schöner. Ich freue mich richtig auf solche Events und genieße sie. Sie sind eben kein Standard mehr, auch wenn sie es sein könnten, wenn ich einen anderen Weg einschlagen würde.

Viele Menschen sparen nicht, weil es sich nicht lohnt. Man kriegt ja nix für sein Geld. Tja, warum sollte die Bank Dir Geld geben, dafür dass sie Dein Geld verwahrt? Okay, sie nutzt es ja auch. Unfair von der Bank, ich weiß.

Aber ist es deshalb besser, Dein Geld in einen neuen Flachbildfernseher zu stecken oder ein neues Auto (dann bitte in einen Mercedes ;-))? Nein, denn selbst unverzinst ist Dein Geld nach 20 Jahren auf der Bank noch mehr Wert als der Flachbildfernseher nach derselben Zeit.

Außerdem: Finde Dich damit ab, dass niemand Dir viel für Dein Geld zahlen wird, wenn Du nicht bereits bist Risiken einzugehen. Das ganze Leben ist ein Risiko. Wenn Du sparst, besteht das Risiko, dass Dich morgen ein Hai frisst und wenn Du nicht sparst, steht morgen vielleicht der Kuckuck vor der Tür.

Das ganze Leben ist ein Risiko.

Der Drang nach Sicherheit ist verständlich. Aber totale Sicherheit ist eine Illusion. Auch hier greift das Pareto-Prinzip. 80% Sicherheit kriegst Du relativ einfach und günstig. Du verzichtest vielleicht auf extreme Renditen oder diversifizierst mehr. Aber für 100% Sicherheit verzichtest Du komplett auf Rendite und bleibst am besten nur im Bett liegen.

Und gib nicht sofort auf, wenn es mal zu einem Rückschlag kommt. Rückschläge gehören an der Börse genau so dazu, wie im echten Leben. Sieh jeden Fehler, den Du machst und jeden Rückschlag der Dich ereilt als Chance zum Lernen an.

Erfolg ist eine Frage des positiven Mindsets

Du siehst also, es kommt nicht darauf an, dass Du viel verdienst. Es kommt lediglich darauf an, dass Du keine Ausreden hast, die Dich am „Erfolgreich sein“ hindern. Finde nicht immer Gründe, warum etwas nicht geht sondern probier es doch einfach.

Erfolg kommt leider nicht von alleine. Egal ob im Beruf, im Privatleben oder finanziell. Erfolg ist immer mit harter Arbeit und persönlichem Engagement verbunden. Und daher ist auch der erfolgreiche Vermögensaufbau im Wesentliche eine Frage der richtigen Einstellung.

Zusammenfassung

Hier nochmal die wesentlichen Punkte, die zum Erfolg führen:

  1. Such den Fehler bzw. die Lösung bei Dir.
  2. Bilde Dich weiter.
  3. Verzichte.
  4. Spare so früh und so viel wie möglich.
  5. Gehe kontrolliere Risiken ein.
  6. Denke positiv.

Warum schreibe ich so einen Artikel?

Dieser Artikel fällt von der Art her ziemlich aus der Reihe. Normalerweise schreibe ich nicht so „provokativ“. Aber der Artikel hat einen guten Grund.

Ich kenne leider viele Menschen, die nicht richtig „zu Potte kommen“ und sich ständig darüber beklagen, wie schwer sie es haben. Manchmal versuche ich, diesen Menschen Tipps zu geben, die bei mir gut funktioniert haben. Und dann heißt es oft: „Ja bei Dir ist das ja alles anders.“, „Du hast halt Glück gehabt.“ oder „Das kann bei mir nicht funktionieren.“

Das Lustige (Traurige) daran ist, dass diese Menschen alle nicht dumm sind. Sie haben Abitur und waren deutlich bessere Schüler als ich. Es gibt also überhaupt keinen Grund dafür, dass sie jetzt Jobs haben, mit denen sie nicht zufrieden sind oder in denen sie nicht so gut verdienen außer: eigene Entscheidungen.

Das ärgert mich, da sie sich das Leben schwieriger machen, als es sein müsste.

Kennst Du das auch?

Hast Du auch solche Erfahrungen, entweder am eigenen Leib oder mit Bekannten gemacht? Und wie gehst Du damit um? Was ist für Dich der Hauptfaktor beim Vermögensaufbau?

8 Comments

  1. Toller Artikel, gefällt mir!
    Gerade positiv Denken ist ein wichtiger Aspekt meiner Meinung nach. Das Leben ist voll mit Herausforderungen, dass ist nunmal so. Wenn man diese aber mit etwas spielerischem Optimismus angeht statt ihnen negativ auszuweichen, dann wird man viel mehr erreichen.

    Viele Grüße
    Alex

    1. Hallo Alex, vielen Dank für Dein Feedback. Ich stimme Dir voll und ganz zu. Mit einer positiven Grundeinstellung lässt sich viel mehr erreichen als wenn man immer nur Probleme sieht.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  2. Kleiner Fehler bei deiner Alphabetisierungsrate:
    84% der Weltbevölkerung können lesen, ergo sind sie damit besser dran als die verbleibenden 16%. Andersrum wäre ja schon zu krass.

    1. Hallo Freund und Helfer,
      da hast Du natürlich Recht. Ich werde das sofort korrigieren.

      Und ich bin froh, dass es so rum ist und nicht anders herum!

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

    1. Hallo Klaus-Dieter, vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Ja wenn man Vermögen aufbauen möchte, kommt man um dieses Mindset nicht drum rum, denke ich. Schließlich es kann eine ganze Weile dauern, bis die Anstrengungen nennenswerte Früchte tragen und da kann das Durchhalten echt schwierig werden, wenn der Vermögensaufbau nicht aus einer intrinsischen Motivation heraus erfolgt.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  3. Verzicht ist für viele nicht leicht.
    Man sucht Trost in materiellen Dingen. Viele, die sagen, sie hätten „kein Geld“ geben es für unnötige Dinge aus: Riesen Fernseher, 10l-Benzinschlucker, Zigaretten, häufiges Ausgehen, teure Urlaube, Dekoartikel und Fastfood. Wenn ich meine Bekannten dann frage, wieso man sich teuere Sachen leistet, um dann kein Geld zu haben: „Ich habe schon auf so viel verzichtet, man muss sich auch mal was gönnen..“ Da halte ich dann lieber meine Klappe. Den Leuten in Deutschland geht es ziemlich gut. Hier wird auf hohem Niveau gejammert.

    1. Hallo Jenny,
      da hast Du absolut Recht. Manchen Leuten geht es einfach immer „schlecht“, unabhängig davon wieviel sie verdiene oder wie gut der Job ist. Man kann immer etwas finden, was doof ist: Der Staat, die Steuern, der Arbeitgeber, die Reichen, die Armen und notfalls das Wetter. Und wenn man so arm dran ist, dann muss man natürlich sein ganzes Geld für Trostspender zum Fenster rausschmeißen. Nur um irgendwann aufzuwachen und sich über den ganzen Krempel zu ärgern. 😉

      Gerade, wenn es um Geld geht, lassen sich die meisten Menschen nicht gerne Ratschläge geben. Jeder ist irgendwie überzeugt davon, dass er das Richtige tut, sonst würde er ja etwas anders machen. Beim Vermögensaufbau ist es meines Erachtens unabdingbar, dass die Motivation von innen kommt. Erst wenn man selber Begriffen hat, wieso das wichtig ist und sich eigene Ziele gesetzt hat, ist der Spar-Erfolg Motivation genug und man muss sich keine teuren Luxusgüter gönnen. Ab einer bestimmten Grundversorgung stimmt es denke ich, dass, wer nicht mit wenig Geld glücklich sein kann, es auch nicht mit viel Geld schafft.

      Ein Teil meiner Bekannten vertritt darüber hinaus die Einstellung, dass sich Sparen nicht lohnt, da es keine Zinsen gibt und Investieren nicht lohnt, da man dann mehr Steuern zahlen muss. Was soll man da noch sagen?

      Gruß
      der Finanzfisch

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