Minimalismus: Die 31-Tage-Challange

Challanges sind ein hervorragendes Mittel um sich über einen gewissen Zeitraum hinweg zu etwas zu motivieren. Das Ziel dabei ist zum Einen, innerhalb dieser Zeitspanne einen enormen Fortschritt in diesem Bereich zu machen. Zum Anderen geht es aber auch darum, neue Gewohnheiten zu etablieren.

Im letzten Teil meiner Minimalismus-Serie möchte ich Dich daher zu einer 31-Tage-Challange zum Thema Minimalismus anregen. Du kannst die folgende Challange entweder genau so durchführen oder auf Deine Bedürfnisse anpassen. Es geht vor allem darum, dass Du jeden Tag am Ziel „minimalistischer Leben“ (sofern dies Dein Ziel ist) arbeiten kannst.

Der Ablauf

Ich habe die Challange in Themen-Wochen unterteilt. Das soll dabei helfen, sich mehr Zeit für einen Bereich zu nehmen und eine Woche lang intensiv über diesen Abschnitt nachzudenken.

Ob Du mit der Challange direkt heute anfängst oder sie so schiebst, dass es Dir zeitlich besser passt, ist Dir überlassen. Wenn Du die Challange durchführen möchtest, solltest Du sie aber nicht auf die lange Bank schieben, sondern direkt ein konkretes Start-Datum festlegen. Wenn bestimmte Aktivitäten an anderen Tagen als geplant besser passen, so ist es absolut sinnvoll, hier von dem nachfolgenden Plan abzuweichen.

Los geht’s!

Digitale Woche

Wir fangen „einfach“ an und entrümpeln unser digitales Leben. Für mich ist es wesentlich einfach, digital aufzuräumen als wirklich Dinge aus meiner Wohnung zu werfen.

Tag 1: E-Mails aufräumen

  1. Etablier Inbox Zero oder ein anderes System zur Verwaltung Deiner E-Mails. Dabei geht es darum, den Überblick zu behalten und ohne aufwändige Denkprozesse E-Mails sortieren zu können.
  2. Sortier unnötige E-Mails aus und bestell Newsletter ab, die Dich nicht interessieren.
  3. Mache es Dir zur Gewohnheit bei jeder eingehenden E-Mail über ihre Notwendigkeit nachzudenken und versuche ggf. diese Art von E-Mails abzustellen.

Tag 2: Soziale Netzwerk entrümpeln

In der Regel wächst die Anzahl von Personen, Seiten, Gruppen, Themen etc., denen wir in sozialen Netzwerken folgen, stetig. Dadurch kommen sekündlich neue Inhalte in die Timeline. Wenn wir sie alle lesen wollten, wäre der Zeitaufwand riesig. Die wichtigen oder interessanten Dinge gehen oft unter.

Daher sollten wir auch in diesem Bereich aufräumen:

  1. Gibt es Personen in Deinen Sozialen Netzwerken, mit denen Du nichts mehr zu tun hast und die Deine Timeline nur mit belanglosem Kram zuspamen? Lösche sie.
  2. Mache das Gleiche mit Gruppen und Seiten deren Inhalt Dich nicht (mehr) interessiert.
  3. Denke über jeden Post in Deiner Timeline kurz nach: Interessant oder nicht? Wenn nicht: Was kannst Du tun, um diese Art von Posts abzustellen?

Tag 3: Mache ein Backup

Okay, das ist keine Aufräum-Aktion sondern eher eine Vorbereitung. Wenn Du aber wichtige und sensible Daten ohne Backup hast, kann dieser Tag Dir eine unglaubliche Ruhe bringen.

Mittlerweile bietet fast jedes Betriebssystem die Möglichkeit, ein Backup zu machen. Bei Apple ist es die TimeMachine und bei Windows heißt es „Backup & Recovery“.

Nutze Dein favorisiertes Tool um ein Backup Deines PCs und evtl. auch Deines Smartphones und Tablets zu machen.

Tag 4: Leere den Downloads-Ordner

Der Downloads-Ordner ist eigentlich der Eingangskorb für Dateien, die Du herunter lädst. Die meisten dieser Dinge sind entweder nur kurzfristig relevant (Installer) oder gehören an einen anderen Ort (Rechnungen).

Ich finde: Der Downloads-Ordner sollte immer leer sein. Wenn Du Deinem Backup vertraust, kannst Du den Ordner einfach rigoros leeren. Wenn nicht, dann geh mit etwas mehr Fingerspitzengefühl vor und lösche die Inhalte manuell.

Tag 5: Räume Deinen Desktop auf

Die Ursprungsidee des Desktops war, in Analogie zum physischen Schreibtisch, dass dort die Dinge abgelegt werden, die aktuell bearbeiten werden, um auf diese schnell zugreifen zu können.

Die Realität sieht anders aus: Alles was schnell gespeichert werden soll, landet auf dem Desktop und bleibt dort für immer.

Ich persönlich nutze den Desktop nicht mal für aktuelle Dinge sondern lasse ihn im Wesentlichen leer. Zum Einen sehe ich den Desktop eh nur ganz selten und kann mich dann am Hintergrund erfreuen. Zum Anderen gibt es unzählige andere Wege, auf aktuelle Dateien zuzugreifen.

Da wäre die „Zuletzt geöffnet“-Funktion in den Programmen und die Tatsache, dass jedenfalls OS X Dateien auf bei einem Neustart geöffnet lässt. Außerdem gibt es mächtige Suchfunktionen und Tools, die einen schnell zur gewünschten Datei bringen.

Tag 6: Räume Deinen persönlichen Ordner auf

Aus meiner Erfahrung aus 12 Jahren Systembetreuung weiß ich, dass viele Menschen sehr sparsam oder chaotisch mit Unterordnern umgehen und lieber alles in einen Ordner packen. Das kann funktionieren, wenn dahinter ein gutes Tool steckt, oder es ist einfach nur chaotisch.

Darüber hinaus lagern sich hier Dateien ab, die eigentlich schon längst unwichtig sind. Auch wenn Datenvolumen mittlerweile keine Rolle mehr spielen, solltest Du solche Dateien auch mal löschen, da sie nur das Auffinden von wichtigen Inhalten erschweren.

Tag 7: Unnötige Programme deinstallieren

Abgelaufene Testversionen, Standardprogramme  oder obsolete Programme solltest Du einfach deinstallieren. Sie nehmen nur Platz weg und nerven damit, dass sie aktualisiert werden möchten.

Kleiderschrank-Woche

Nachdem Du digital aufgeräumt hast, geht es nun an die Wohnung. Den Anfang macht der Kleiderschrank.

Tag 8: Finde die 25 wichtigsten Kleidungsstücke

Geh alle Deine Klamotten durch und wähle die 25 Stücke aus, die Dir am wichtigsten sind. Diese legst Du beiseite.

In der restlichen Woche betrachten wir nun nur die Klamotten, die nicht in den Top-25 gelandet sind.

Tag 9-14: Aussortieren

Stelle Dir die folgenden Fragen:

  1. Ist es noch gut? Wenn nein: Müll
  2. Mag ich es noch? Wenn nein: Flohmarkt oder verschenken
  3. Passt es mir noch? Wenn nein: Flohmarkt oder verschenken
  4. Brauche ich wirklich so viel davon? Wenn nein: Flohmarkt oder verschenken
  5. Habe ich es im letzten Jahr getragen? Wenn nein: Flohmarkt oder verschenken

Stelle Dir diese Fragen für die folgenden Themen:

  • Tag 9: Hosen, T-Shirts, Kleider und Pullover
  • Tag 10: Jacken und Mäntel
  • Tag 11: Schuhe
  • Tag 12: Unterwäsche & Socken
  • Tag 13: Accessoires: Taschen, Gürtel, Ketten etc.
  • Tag 14: Sonstiges: Alles was sonst noch im Kleiderschrank existiert.

Küche

In der Küche halten wir uns ganze fünf Tage auf. Die Küche umfasst für mich alles, was zum Thema Essenszubereitung gehört. Das sind die Küche selber aber auch Vorratsräumen und was Du sonst so hast.

Ziel ist es, nicht nur Dinge zu reduzieren, sondern auch die Vorratshaltung auf ein vernünftiges Maß zu beschränken.

  • Tag 15: Kühlschrank und Gefrierschrank ausmisten und säubern
    Entsorge verdorbene Lebensmittel und verschenke oder entsorge Lebensmittel, die Du nicht mehr verwenden willst.
  • Tag 16: Küche sauber machen
  • Tag 17: Lebensmittel: Schränke und Regale ausräumen, säubern und sortieren
    Hast Du Lebensmittel, die Du nicht mehr magst oder nicht essen darfst? Verschenke  oder entsorge sie.
  • Tag 18: Utensilien: Schränke und Regel ausräumen, säubern und sortieren.
    Sortiere Dinge aus, die Du mehrfach hast oder bereits seit längerem nicht mehr verwendet hast.
  • Tag 19: Resteverwertung
    Du hast jetzt einen guten Überblick über Deine Lebensmittel und Deine Vorräte. Sei nun kreativ und koche etwas mit dem Ziel, möglichst viele kleine Reste zu verwerten. Wenn Du sehr viele Reste hast, solltest Du das von Zeit zu Zeit wiederholen.Ohnehin ist es eine gute Idee, seine Vorräte von Zeit zu Zeit aufzubrauchen und durch neue zu ersetzen. Vielleicht lohnt es sich, einen Tag in der Woche oder im Monat vorzusehen, an dem Du den Kühlschrank „leer“ kochst. Das schärft das Bewusstsein für die Vorräte und Du wirst weniger wegwerfen müssen. Außerdem fördert es die Kreativität. 😉

Tag 20: Badezimmer

Im Badezimmer verfahren wir wie überall. Erst mal aufräumen und ausmisten.

Shampoos, Cremes und sonstige Dinge, die Du nicht verwendest, solltest Du aus dem Bad entfernen. Entweder Du verschenkst oder entsorgst sie. Wenn sie noch verschlossen sind, kannst Du sie evtl, bei der nächsten Gelegenheit als Geschenk verwenden.

Das Ziel laute: Jeder Gegenstand im Badezimmer ist wichtig für Dich und wird regelmäßig verwendet.

Abschließend sollte alles ordentlich sein und Du kannst die Gelegenheit nutzen und putzen.

Tag 21: Esszimmer

Nach dem bekannten Schema gilt aus hier: Aufräumen, ausmisten, putzen.

Dies gilt im übrigen auch für die nächste Woche:

Wohnen, Arbeiten, Sonstiges

In dieser Woche gehen wir alle Bereiche an, die wir bis jetzt noch nicht betrachtet haben. Da ich die Aufteilung Deiner Wohnung nicht kenne, gibt es hier nur einen Vorschlag.

Du wirst aber selbst wissen, wo es bei Dir „brennt“ und kannst Dich dann bevorzugt um diesen Bereich kümmern.

  • Tag 22: Bücherregel aufräumen
  • Tag 23: CDs & DVDs aussortieren
  • Tag 24: Kommoden und sonstige Schränke durchsehen
  • Tag 25: Schreibtisch aufräumen
  • Tag 26: Dachboden
  • Tag 27: Keller
  • Tag 28: Garagen und sonstige Nebengelasse

Endspurt

In den letzten drei Tagen widmen wir uns übergeordneten Themen.

Tag 29: Flohmarkt, Internet, Alt-Kleider-Sammlung & MülL

Durch die Aufräum-Aktionen wird sich hoffentlich einiges angesammelt haben, was weg kann.

Heute trennen wir uns endgültig von diesem Zeug. Zu diesem Zweck können wir entweder auf einen Flohmarkt gehen oder Anzeigen im Internet in geeigneten Portalen schalten.

Alles was sich dort nicht los werden lässt können wir entweder verschenken oder (bei Klamotten) in die Alt-Kleider-Sammlung geben. Der Rest kommt in den Müll.

Tag 30: Konsumverzicht

Heute geben wir genau 0 Euro und 0 Cent aus. Wir kaufen nicht ein und wir shoppen nicht.

Dieser Tag dient dazu, sich bewusst zu machen, was man alles besitzt und darüber hinaus noch Geld zu sparen. Es ist eine gute Idee, so einen Tag jede Woche zu wiederholen und wenn das zu einfach ist, die Anzahl der konsumfreien Tage zu erhöhen.

Tag 31: Minimalismus-Ziele definieren

Die vergangenen Tage sollten Dich in eine gute Ausgangsposition gebracht haben. Du wirst wissen, welche Bereiche schon gut sind und wo es noch hakt. Davon ausgehend solltest Du Dir nun konkrete Ziele setzen um diese Bereiche anzugehen.

Wie immer bei Zielen macht es auch hier Sinn, die SMART-Methode zu berücksichtigen:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Akzeptiert
  • Realistisch
  • Terminiert

Am besten definierst Du also gleich konkrete Aktionen mit einem festen Datum und blockst Dir entsprechende Freiräume in Deinem Terminkalender.

Letzte Worte

Ich wünsche Dir und mir viel Erfolg bei der Durchführung dieser Challange und hoffe, dass Sie uns ein gutes Stück in Richtung Minimalismus und Ordnung im Leben bringt.

Berichte mir gerne über Deine Erfolge und teile Ideen, Tipps und Tricks mit den anderen Lesern!

8 Comments

  1. Das ist wirklich einmal eine sinnvolle Challenge 🙂 Danke für die Inspiration! Ich müsste auch dringend mal unsere Küchenschränke aufräumen und die Bücher sortieren. Die Idee, sein digitales Leben zu entrümpeln, finde ich aber auch toll. Oft folgt man ja z.B. auch Blogs, die es mittlerweile gar nicht mehr gibt. Zwischendurch auszumisten ist da bestimmt nicht verkehrt.

  2. Puh, das ist ein umfassendes 31-Tage-Programm.

    Was mir sehr gut geholfen hat beim Ausmisten war:

    1.nehme dir eine überschaubare Einheit vor (z.B. ein Regalbrett oder eine Schublade für Anfänger, ein komplettes Möbelstück für Fortgeschrittene)

    2. räume diese Einheit komplett leer, mache sie sauber

    3. nehme dir ca. 4 Kisten/(Wäsche)körbe o.ä. und 1-2 Mülltüten und beschrifte sie wie im nächsten Schritt (4.a)-e))

    4. nimm jetzt jeden einzelnen Gegenstand/Kleidungsstück in die Hand und entscheide spontan (!) und schnell in welche der beschrifteten Kisten du ihn einordnest:
    a) Müll/entsorgen
    b) reparieren / säubern / anderswo hinräumen / ausgeliehene Dinge zurückgeben
    c) verkaufen / verschenken / spenden
    d) „Schatzkästchen“ (das sind eigentlich unnütze Dinge, die aber einen besonderen emotionalen Wert haben. Treffe hier eine kleine aber feine Auswahl und räume sie dann zurück ins Regal/die Schublade o.ä.)
    e) „?“ noch nicht sicher
    f) darf bleiben (–> zurück ins Regal/in die Schublade o.ä.)

    Es ist erstaunlich, wie schnell und effektiv diese Methode ist und wie wenig im „noch nicht sicher“-Korb landet!
    Dieser „noch nicht sicher“-Korb darf eine bestimmte Zeit noch in der Wohnung bleiben (aber nicht im Keller oder sonstwo wo du ihn nicht siehst!). Setzte dir eine Frist (z.B. 10 Tage, 1 Monat), bis zu diesem Datum gehst du die Dinge nochmal durch und entscheidest dann. Oder was nach dieser Frist noch da ist wird ohne Wenn und Aber entsorgt.

    Falls das mit dem „spontan und schnell entscheiden“ am Anfang noch nicht klappt, frage dich:
    – wie *fühle* ich mich in Bezug auf das Ding/Kleidungsstück? (Wenn ich mich unwohl fühle weil es ein hässlicher Staubfänger ist, den ich nur Großtante Gertrud zuliebe im Regal stehen habe – weg damit. Oder wenn ich schon Beklemmungsgefühle bekomme wenn ich die hautenge Röhrenjeans von neunzehnhundertirgendwann in der Hand halte – weg damit)
    – habe ich den Gegenstand in den letzten 6 oder 12 Monaten verwendet? / Habe ich das Kleidungsstück in der letzten Saison getragen? / Werde ich das Buch nochmals lesen/den Film nochmal gucken/das Kleidungsstück bald wieder tragen?
    – passt das Kleidungsstück gut, fühle ich mich darin wohl? Ist das Gerät/Gadget noch sinnvoll nutzbar oder technisch veraltet?
    – kann ich den Gegenstand ggf. unkompliziert und für wenig Geld wieder kaufen oder ausleihen falls ich ihn nach dem Ausmisten doch wieder brauchen sollte?

    Viel Erfolg!

    Da ich in den letzten 2 Jahren schon viel entrümpelt habe (Kleiderschrank, Bücher, Kram…) werde ich mich vor allem von deinen Vorschlägen der digitalen Woche inspirieren lassen.
    Meine E-Mails habe ich schon dank deiner Vorschläge in Richtung zero inbox minimalisiert und viele Newsletter und Werbung abbestellt.
    Jetzt ist es Zeit, meinen Laptop durchzugehen und vor allem endlich mal wieder ein backup zu machen.

    Gut finde ich deinen Tag 30: Konsumverzicht. Ich habe das mal einen Monat lang gemacht (mit wenigen, genau definierten Ausnahmen). War eine sehr interessante Erfahrung und ich habe in dem Monat mehr Geld zum Investieren zur Verfügung gehabt.

    1. Hi Julia,
      wow, einen Monat Konsumverzicht! Wie hast Du das mit Lebensmitteln gemacht? Wie sahen die Ausnahmen aus?

      Der Tipp mit dem „Wie fühle ich mich im Bezug auf das Ding?“ ist sehr gut. Das hat mir auch schon sehr geholfen. Sonst habe ich oft den Gedanken „… aber das war mal so teuer …“. Mittlerweile spielt es für mich (fast) keine Rolle mehr, wieviel etwas mal gekostet hat. Statt dessen bewerte ich eher, wie hoch der subjektive Wert für mich ist. Da merkt man dann erst recht, wieviel Geld man für Dinge verschwendet hat, die nicht zum „Wohlbefinden“ beitragen.

      Wir sind am Wochenende gerade das Wohnzimmer durchgegangen. Und obwohl es noch viel potential hat, ist es Wahnsinn, wie gut sich das auf einmal anfühlt!

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      1. Hallo Finanzfisch,

        ein Monat Konsumverzicht mit definierten Ausnahmen ging bei mir so: Lebensmittel werden in unserer WG ein Mal pro Woche für alle eingekauft, ich zahle dafür einen pauschalen Betrag pro Monat. Ich habe mir also vorgenommen, so oft wie möglich Essen von zu Hause für die Mittagspause mitzunehmen und maximal 2 Mal pro Woche für maximal 1,50€ was zum Mittagessen zu kaufen (der Betrag ist reichlich, wenn man im Firmen-Kühlschrank Butter und Käse zum Belegen eines Brötchens deponiert hat).
        Ich wusste außerdem, dass ich an zwei Wochenenden unterwegs sein würde, die Kosten für Zugtickets waren natürlich eine Ausnahme, die ich schon vorher so festgelegt hatte. Eine spontane Ausnahme waren Medikamente – meine Gesundheit geht vor…

        Der Gedanke „… aber das war mal so teuer …“, ja der ist echt fatal, gut dass du ihn dir abgewöhnen konntest. Je länger der Kauf zurückliegt, desto absurder wird dieser Gedanke meist. Die Stereo-Anlage oder die Jeans von 1998 wird nicht wertvoller im Laufe der Jahre.

        Als ultimative Frage zur Hilfestellung beim Ausmisten habe ich auch mal wo gelesen:

        „Würde ich das Ding wieder neu anschaffen wenn es bei einem Feuer verbrennen würde?“ oder wahlweise:
        „Wenn meine Wohnung/mein Haus brennt und ich hätte nur 5 Minuten Zeit um ein paar Dinge mitzunehmen, würde ich dieses Ding mitnehmen?“

        Das ist echt eine Killer-Frage, damit wird einem klar wie unwichtig bzw. leicht ersetzbar viele Dinge sind.

        Viele Grüße,
        Julia

  3. Tolle Challenge! Werde ebenfalls einige Punkte davon umsetzen. Am effektivsten geht sowas bei mir im Urlaub. Nehme mir ebenso immer wieder Bereiche vor (Küche, Kleiderschrank, Keller) und bin froh, wenn ich wieder was loswerden konnte. Vor allem der digitale Bereich hat bei mir viel Verbesserungspotential.

    1. Freut mich, dass sie Dir gefällt! 🙂

      Im Urlaub habe ich oft auch keine Lust, diese Themen anzugehen. Allerdings merke ich, dass wenn ich erst mal dabei bin, ich fast nicht mehr aufhören kann.

      Für mich war der digitale Bereich echt ein guter Anfang. Auf Facebook, Twitter oder in Feedly hat sich eine Menge angesammelt, was man einfach nicht mehr abonnieren muss und schon wird man von viel weniger Medieneinflüssen belastet. Darüber hinaus ist meine Hemmschwelle hier besonders gering, da man die Kanäle bei Bedarf ja wieder abonnieren kann.

  4. Hallo,

    @Julia: Das ist ein sehr guter Tipp zum Ausmisten. Mir fällt es nämlich unheimlich schwer auszumisten.

    Auch mit dieser digitalen Woche habe ich noch so meine Probleme, bezogen auf Mails. Ich behalte viel zu viel und belasse viel zu viel im Hauptordner. Das gilt für die Arbeit und privat. Da bin ich die ganze Zeit dran. Das wird noch eine ganze Weile dauern bis ich hier Land sehe.

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