Blinkist: Meine morgendliche Dosis Horizonterweiterung

Kennst Du schon Blinkist*? Wenn nicht: Unbedingt ansehen!

Blinkist ist für mich eine sehr einfache, schnelle und insgesamt kostengünstige Möglichkeit, um Wissen aus neuen Bereichen in einer kompakten Form aufzunehmen.

Was ist Blinkist?

Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Sachbücher aus allen möglichen Bereichen wie Persönlichkeitsentwicklung, Startup, Unternehmensentwicklung, Projektmanagement, Gesundheit, Marketing und so weiter werden von Blinkist zusammengefasst und auf ihre Kerninformationen reduziert. Dadurch ist es möglich, die wichtigsten Botschaften eines Buches in 10 bis 15 Minuten aufzunehmen.

Das ist natürlich ungeheuer nützlich, da man nicht erst das gesamte Buch lesen muss um die Hauptaussage und die wichtigsten Punkte abgreifen zu können.

Ich habe mir angewöhnt, jeden morgen an dem ich nicht in einem aktuellen Buch lese einen Blink (eine Buch-Zusammenfassung) zu lesen. Dadurch erhalte ich auch Wissen aus Fachgebieten, die ich andernfalls nicht auf dem Schirm hätte. Viele Bereiche sind für mich vielleicht interessant, aber ich würde mir nie im ersten Schuss ein komplettes Buch dazu durchlesen.

Mit Blinkist erhalte ich aber einen guten ersten Eindruck und kann mir im Anschluss weitere Blinks oder ganze Bücher besorgen.

Wie nutze ich Blinkist?

Blinkist ist Teil meiner Morgenroutine. Immer, wenn ich nichts anderes lese (z.B. Bücher oder Blogs), lese ich morgens einen Blink. Und wenn ich zwischendurch mal Leerlauf habe und gerade keine Podcasts oder Hörbücher im „Backlog“ habe, ziehe ich mir einen Blink rein.

Hierfür pflege ich die Bibliothek auf Blinkist und speichere neue Blinks die ich entdecke und die mich interessieren sofort ab. Wenn ich dann Zeit habe muss ich nicht erst lange suchen sondern nehme einfach den erstbesten Blink aus meiner „Zu lesen“ Liste.

Meistens lese ich auf dem iPhone oder in der Browser-App. Dabei mache ich heftigsten Gebrauch von der Markieren-Funktion. Damit kondensiere ich die Zusammenfassung weiter runter und erhalte hinterher eine Auflistung der Passagen, die für mich am aller wichtigsten waren.

Diese Passagen lege ich dann in Evernote ab und habe so auch später noch sehr einfach die Möglichkeit, nochmal nachzulesen. Manchmal schreibe ich mir im Evernote dazu auch noch weitere Informationen (z.B. „Lessons Learned“) auf und verschlagworte die Notizen um sie auch nach Jahren noch auffinden zu können.

Was lese ich so auf Blinkist?

Die nachfolgende Liste ist nur eine kleine Auswahl der Blinks, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Natürlich ist meine „Gelesen“ Liste bei Blinkist weitaus größer.

  • Think and Grow Rich von Napoleon Hill
    Das Buch ist sehr bekannt und die Zusammenfassung hat Lust darauf geweckt, das Buch im Ganzen zu lesen.
  • POP! von Sam Horn
    Im Blink geht es darum, wie man Botschaften verfasst, die „ankommen“.
  • Zero to one von Peter Thiel
    über erfolgreiche Ideen
  • Bulletproof Diet von Dave Asprey
    über einen sehr leckeren Kaffee und seine positive Wirkung auf den Körper
  • The Paleo Manifesto von John Durat
    darüber, dass Paleo mehr als nur eine Ernährungsweise ist
  • Singletasking von Devora Zack
    darüber, dass Multitasking schlecht ist
  • Mini Habits von Stephen Guise
    darüber, wie man sich Gewohnheiten erfolgreich aneignet.
  • Eat That Frog! von Brian Tracy
    darüber, wieso Du die Kröte schon am Morgen schlucken solltest

Ich könnte die Liste noch ewig fortsetzen. Das Spektrum ist noch viel viel weiter, als es diese Auswahl vermuten lässt. Auch zu Geld und Investition gibt es eine ganze Menge Material.

Was kostet Blinkist?

Das Angebot kommt in drei Ausbaustufen daher.

Stufe Eins ist kostenlos. Hierbei erhältst Du aber jeden Tag nur einen einzigen Blink. Diesen darfst Du Dir auch nicht aussuchen, sondern er wird von der Plattform zugewiesen. Das eignet sich maximal um zu testen, ob einem das Format zusagt. Für mich war die Auswahl immer nur so semi-interessant und die wirklich spannenden Zusammenfassungen gab es nicht.

Stufe Zwei kostet 49,99€ im Jahr. Ehrlich gesagt habe ich da eine ganze Weile gezögert, da man nicht auf Monatsbasis neu entscheiden kann, sondern immer direkt für ein ganzes Jahr abschließen muss. Besser wäre es, wenn ich, wie bei Netflix oder Kindle Unlimited, monatlich kündigen könnte.

Für diese 49,99€ erhältst Du dann allerdings freien Zugriff auf allen Zusammenfassungen (über 1600 Bücher und etwa 40 neue Zusammenfassungen pro Monat). Außerdem kannst Du Passagen markieren und in Deiner Bibliothek ablegen. Diese ist zudem auch offline verfügbar.

In der dritten Stufe, die es für 79,99€ im Jahr gibt, kommen zusätzlich noch Hörversionen der Zusammenfassungen dazu. Außerdem kann man die Blinks an einen Kindle senden lassen und die Markierungen direkt nach Evernote exportieren.

Aktuell habe ich Stufe Zwei. Damit bin ich total flexibel und habe ein optimales Kosten-Nutzen-Verhätlnis. Wenn ich was hören möchte, habe ich zahlreiche kostenlose Podcasts und wenn ich Zusammenfassungen konsumieren möchte, kann ich das auch lesend tun. Markierungen kann ich zwar nicht automatisch an Evernote schicken, aber via Copy&Paste ist das auch nicht unendlich aufwändig.

Mein Fazit zu Blinkist

Für mich als jemanden, der ohnehin (fast) nur Sachbücher ließt, ist Blinkist* eine enorme Bereicherung. Die Plattform eignet sich super, um blinde Flecken in Bezug auf meinen Wissensschatz aufzudecken. Darüber hinaus ist Blinkist auch eine hervorragende Quelle der Inspiration. Die Zusammenfassungen lassen sich gut lesen und sind in sich schlüssig und verständlich.

Gut gefällt mir auch, dass es Zusammenfassungen von vielen sehr bekannten Büchern gibt und nicht nur irgendwelche No-Names.

Insgesamt zahle ich für Blinkist 4,17€ pro Monat. Wenn ich jeden Monat nur ein Buch nicht   mehr kaufen muss, weil mir die Zusammenfassung ausreicht, habe ich das wieder raus. Und selbst wenn nicht, so lese ich dank Blinkist auch über Themen, die mich nur am Rande interessieren. Damit ist Blinkist für mich die perfekte Ergänzung zu Wissensquellen wie Youtube, Podcasts, Blogs und Onlinekurse, da ich über diese Quellen eher gebündeltes Wissen zu meinen Hauptinteressen erhalte.

Auch wenn es einige Zusammenfassungen auch auf Deutsch gibt, sind gefühlt die meisten  Blinks auf Englisch. Das sollte Dich aber nicht davon abhalten, es einfach mal auszuprobieren.

Wie stehst Du zu Blinkist?

Nutzt Du es schon rege oder bevorzugst Du doch ganze Bücher? Was ist Deine Meinung zu diesem Format?

2 Comments

  1. Hallo Finanzfisch,

    DANKE dir für diesen Tipp. Ich kannte Blinkist bisher wirklich noch nicht.

    Dementsprechend groß ist meine Freude gerade über diesen Tipp.
    Werde es mir direkt mal ansehen. Klingt sehr gut und wirklich hilfreich.

    Respekt an dich, dass du dieses Medium so effektiv nutzt.

    Gruß

    Christian

    1. Hallo Christian,
      freut mich, dass ich Dir was neues erzählen konnte. 🙂

      Bin gespannt, wie es Dir gefällt. Komplette Bücher wird man dadurch natürlich nicht aufwiegen können. Aber wenn man vielleicht nur noch 20% der Bücher komplett liest und bei 80% nur die Zusammenfassung, spart man schon einiges an Zeit. Als Einstieg, quasi gewissermaßen als „Trailer“ eignet sich Blinkist aber immer.

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      der Finanzfisch

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