Bondora Report April 2016

Es ist geschafft! Endlich habe ich bei Bondora* die magische Grenze von 1000€ investiertem Kapital durchdrungen.

Seit dem letzten Bericht am 28.03.2016 habe ich weitere 300€ investiert und damit das avisierte Ziel von 1000€ erreicht. Ich werde vorerst aufhören, weiteres Geld an Bondora zu überweisen, da ich mir dieses Ziel von vornherein gesetzt habe und nun erst mal über einen Zeitraum von ein paar Monaten bis zu einem Jahr die Entwicklung beobachten möchte.

Möglicherweise investiere ich zu einem späteren Zeitpunkt erneut über Bondora oder schaue mir andere P2P-Kredit-Plattformen wie z.B. Auxmoney genauer an.

Die Grenze von 1000€ ist daher so wichtig, da ich bei einer Investition von 5€ pro Projekt in insgesamt 200 Kredite investiert habe. Damit erhalte ich eine sehr gute Diversifikation. Laut Bondora reicht diese Zahl dafür aus, um statistische Prognosen der Renditeerwartung treffen zu können.

Besonderheiten im letzten Monat

Vermutlich aus diesem Grund wird mir nun auch erstmals eine Nettorendite angezeigt. Meine derzeitige Nettorendite liegt bei 17,38%. Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme, die sich noch verschlechtern kann, wenn Kredite ausfallen. Die erwartete Rendite gibt Bondora in meinem Fall mit 14,71% an. Damit ist die Erwartung um  0,17% zurück gegangen.

Mit dem Erreichen der 1000€-Marke gab es aber noch einige weitere Änderungen. Der Portfolio-Manager, über den ich die Investitionen automatisch abwickeln lasse, hat das Maximalgebot automatisch auf 10€ pro Projekt angehoben. Vorher lag es bei 5€.

Da mich Bondora aber täglich über die Geldflüsse per E-Mail informiert, ist mir das relativ schnell aufgefallen und ich habe die Grenze wieder auf 5€ herunter gesetzt. Ich sehe keinen Sinn darin, höhere Beträge in ein einziges Projekt zu investieren, solange es genug Projekte für kleine Investitionen gibt. Schließlich erhöhe ich damit auch das Risiko.

Zusammenfassung meiner Bondora-Investments

Ich lasse den Portfolio-Manager weiterhin aktiv, beschränke ihn aber auf 5€, um die Anzahl der Projekte weiter erhöhen zu können. Aktuell kommen jeden Tag Zins- und Hauptzahlungen herein, die sofort oder einen Tag später wieder reinvestiert werden. Das ist wichtig, da ich nur so vom Zinseszinseffekt profitieren kann.

Der Portfolio-Manager ist für mich sehr wertvoll, da ich viel Zeit spare und bislang gute Erfahrungen gemacht habe. Daher sehe ich hier keinen Grund, etwas zu ändern.

Aktuell habe ich in insgesamt 209 Projekte investiert. Mein Anteil bei einem Projekt beträgt 10€. Bei 206 Projekten habe ich 5€ investiert. Zwei Kredite wurden bereits vollständig zurückgezahlt. Somit laufen derzeit 207 Projekte. Das ist ein Anstieg um 43,75% im Vergleich zum Vormonat.

Derzeit sind 16 Projekte überfällig. Damit sind die überfälligen Kredit etwa im gleichen Maße angestiegen wie die Zahl der Kredite insgesamt. Allerdings sind bisher noch keine Kredite mehr als 60 Tage überfällig oder gar ausgefallen. Würde mich freuen, wenn das so bleibt.

191 Projekte laufen ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Ich hoffe, dass das so bleibt.

Statistiken

Vergleicht man die Kreditbewertung mit den Monaten März und Februar, haben die Kategorien D und E weiterhin zugenommen. Dafür ist der Anteile der A- und HR-Kredit gesunken. Alles in Allem eine logische Gewichtung, da ich den Portfolio-Manager noch immer auf „Ausgewogen“ stehen habe.

Wie man sieht ist der Anteil estnischer Kredite weiter gestiegen. Über die Hälfte der Kredite ist in Estland, dem Heimatland von Bondora, vergeben. Die Anteile der, eher als riskant angesehenen, spanischen Kredite ist weiter gesunken und auch der Anteil finnischer Kreditnehmer ist leicht zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vormonat hat sich hier nicht viel getan. Positiv aufgefallen ist mir, dass es nun einen, wenn auch geringen, Anteil an Krediten für Ausbildungen gibt. Das freut mich, da ich es natürlich als viel sinnvoller erachte, Kredite für die Ausbildung oder eine Geschäftsgründung aufzunehmen, als für den reinen Konsum.

Fazit

Bisher bin ich extrem zufrieden. Bondora bemüht sich sehr um Transparenz und es lassen sich alle Informationen online einsehen und auch als CSV oder Excel-Datei exportieren.

Der Portfolio-Manager und Bondora nehmen mir sämtliche Arbeit ab und bisher habe ich am Ergebnis nichts auszusetzen. Abgesehen von diesem Report, mit dem ich auch meine monatliche Kontrolle der Bondora-Aktivitäten erledige, geht der Zeitaufwand gegen Null.

Dank der täglichen E-Mails bleibt man über alle Zahlungsvorgänge auf dem Laufenden und kann sofort eingreifen, sollte etwas nicht so wie gewünscht laufen.

Ich bin sehr gespannt, wohin sich dieses Projekt (damit meine ich mein P2P-Kredit-Experiment) entwickeln wird. Bisher konnten alle Kreditnehmer durch das automatische Inkasso-Verfahren motiviert werden, den Kredit zu begleichen. Ich bin positiv überrascht, dass es noch keine Ausfälle gab.

Vorherige Reports

2 Comments

  1. Hi,
    das sieht ja wirklich gut aus bisher.
    Ich habe mich bei Lendico ins Abenteuer P2P Kredite vorgewagt – auch mit 1.000€ Kapital. Bisher gab es keine Ausfälle und ein Inkasso wurde bisher auch nicht gestartet. Meine Nettorendite liegt derzeit bei 8,33%.
    Bisher habe ich aber noch keine Investitionen nachgeschossen, da ich etwas unsicher bin, wie sich P2P in schlechten wirtschaftlichen Zeiten (steigende Arbeitslosigkeit, ggf. Rezession) schlagen wird. Dann könnte auch ein Schneeball im negativen Sinne ins Rollen kommen.
    Ich habe daher nichts erwartet – dafür aber bisher viel bekommen 🙂
    Dir auch viel Erfolg weiterhin!

    1. Hi Felix,
      ja das stimmt. Ich bin mir auch noch unsicher, ob das langfristig gut gehen kann. Spannend wird es auch, wenn man mit dem Reinvestieren aufhört. Aktuell könnte der Portfolio-Manager einen ausgefallenen Kredit möglicherweise durch weniger riskante Investitionen ausgleichen. Am „Ende“ hat er diese Möglichkeit nicht mehr.

      Ich erwarte ebenfalls nichts. Es ist und bleibt ein Experiment. Allerdings sieht es bisher sehr vielversprechend aus 🙂

      Dir auch weiterhin viel Erfolg!

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