P2P-Lending-Report Juli 2017

Seit meinem letzten Report im Juni habe ich vor allem meine Investition bei DoFinance* aufgestockt. Darüber hinaus habe ich auch weiter in Immobilien-Projekte auf EstateGuru* investiert und mich an einem weiteren Projekt bei Bergfürst* beteiligt.

Ansonsten läuft alles so vor sich hin. Aber es hat sich dennoch einiges getan.

Bondora ist profitabel!

Bondora* hat am 13.7. verkündet, dass die Gruppe im ersten Halbjahr 2017 schwarze Zahlen geschrieben hat. Das freut mich als Bondora-Anleger natürlich besonders, da dies für mich bedeutet, dass auch in Zukunft weiter an der Plattform gearbeitet wird und ich über sie investieren kann.

Eine weitere tolle Neuigkeit: Bondora entfernt die Gebühren auf dem Sekundärmarkt. Man kann also seine Anteile jetzt ganz ohne Gebühren an andere Investoren abtreten. Ist mir zwar relativ egal, da ich den Sekundärmarkt bislang nicht genutzt habe (außer über den Portfolio-Builder), aber es ist eine Verbesserung für Investoren und das freut mich.

Mit einer einigermaßen pessimistischen Konfiguration prognostiziert die Plattform mir eine Rendite von 11,88% p.A. Bislang sind aber noch keine Kredite ausgefallen. Das kann jedoch jederzeit kommen, da einige Kredite schon lange überfällig sind.

Derzeit werden nur 2,11% der überfälligen Kredite als „Unlikely“ und 8,29% als „beim Gerichtsvollzieher“ angezeigt. Allerdings stehen auch 78% der überfälligen Kredite bereits auf „Gerichtliche Zahlungsanweisung“. Etwas Pessimismus schadet also nicht.

Mintos verbessert die Plattform

Bei Mintos* gab es kürzlich eine Reihe von Plattform-Verbesserungen. Zum einen gibt es neue Darlehensanbahner zur Auswahl.

Darüber hinaus lassen sich mehrere Auto-Invests nun priorisieren. Das bedeutet, dass zunächst das erste Portfolio, dann das zweite und so weiter gefüllt wird. Die Auto-Invest-Konfiguration wurde in diesem Zuge ebenfalls nochmal verbessert.

Bei Mintos werden meine Ressourcen derzeit zügig reinvestiert. Die erwartete Rendite liegt bei 12,03%. Insgesamt bin ich mit Mintos sehr zufrieden.

Leichte Anpassungen bei VIAINVEST

Bei VIAINVEST* habe ich die Mindestrendite im Auto Invest auf 10% gesenkt (zuvor 11%). Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass sich der Algorithmus etwas schwer mit der Investition in Kredite getan hat und so hat er etwas mehr Handlungsspielraum.

10% mit BuyBack-Garantie sind für mich immer noch ein gutes Investment.

Derzeitige Rendite: 12,66%. Derzeitige Investition: 1000€.

Rätsel um den DoFinance Auto Invest

Bei DoFinance* habe ich kürzlich weitere 250€ investiert und bin nun bei insgesamt 300€. Weitere Investitionen werden folgen.

Was mir allerdings ein Rätsel war, ist der Auto-Invest. Ich habe dort einen Regler, an dem ich einen Betrag auswählen kann und einen Button für die gewünschte Rendite (6, 8 oder 12%). Noch ein Regler für die Laufzeit und das war es auch.

Mir war unklar, wofür der Betrag-Regler ist. Wenn ich ihn auf dem Minimum (10€) lasse, werden auch nur 10€ investiert. Wenn ich ihn auf 20€ setze, werden 20€ in einen Kredit investiert. Ist es also die Summe pro Kredit?

So wie es aussieht, nicht. Lars von „Passives Einkommen mit P2P-Privatkrediten“ schreibt, dass es sich hierbei um die Größe des Portfolios handelt und automatisch in 10-20€-Tranchen investiert wird. Werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

DoFinance ist sehr einfach und schlicht gehalten, vielleicht hier und da etwas zu minimalistisch, da die Konfiguration offenbar nicht nur für mich etwas unklar ist.

Twino läuft wieder

Nachdem es eine Zeit lang kleinere Schwierigkeiten mit der Reinvestition gab, scheint es jetzt wieder ganz gut zu laufen. Ich habe hier insgesamt 1000€ investiert und dabei bleibt es auch erst einmal.

Viventor lockt mit neuem Dashboard

Bei Viventor* tut sich ja doch noch etwas. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass die Plattform quasi einschläft. Jetzt wurde immerhin das Dashboard überarbeitet und erweitert.

Allerdings wird dadurch das Elend nur noch sichtbarer. Derzeit habe ich nur noch 100% spanische Konsumentenkredite von zwei Darlehensanbahnern. Außerdem werden Rückflüsse einfach nicht gescheit reinvestiert.

Ich ziehe weitere Mittel ab. Derzeit liegen dort nur noch etwa 350€ + Zinsen. Aktuelle Rendite: 12,39%.

Auto-Invest-Anpassung bei Swaper

Bei Swaper kann man mittlerweile auch in spanische und dänische Kredite investieren. Ich habe meine Auto Invest dahingehend angepasst und auch die Mindestrendite von 11 auf 10% gesenkt.

Mal sehen ob der Auto Invest jetzt wieder tätig wird. Immerhin liegen derzeit 20€ cash rum und auch die Rendite mit 11,07% reißt mich im Vergleich nicht gerade vom Hocker.

Wachsende Beteiligung an Immobilien-Crowd-Investments

Auch im Bereich der Crowd-Investments in Immobilien tut sich bei mir einiges.

Bei EstateGuru* habe ich kürzlich 200€ investiert. Gesamtinvestition IST: 550€. SOLL: 1000€. Ich werde hier also noch weiter investieren.

Bei Bergfürst* habe ich immerhin weitere 50€ investiert. Hier gibt es nur wenige Projekte und daher wächst mein Portfolio auch nur langsam. Derzeit bin ich erst bei 110€ auf drei Projekte verteilt. Bergfürst ist derzeit die einzige Plattform, auf der ich vollständig manuell investiere,

Darüber hinaus bin ich auf die Plattform Bulkstate* gestoßen. Hier kann man ebenfalls in Immobilien-Projekte in Lettland investieren. Renditen von 14-15% klingen für mich sehr hoch, aber ich werde mir die Plattform mal genauer ansehen und dann ebenfalls darüber berichten.

Fazit

Die Anzahl der Plattformen wächst weiter. Derzeit baue ich meine Investitionen vor allem bei DoFinance und EstateGuru aus.

Danach muss ich mal sehen, welche bestehenden Plattformen ich aufstocke oder ob ich noch andere Plattformen ausprobiere. Von den bestehenden Plattformen wären hier derzeit Mintos* oder Viainvest* meine Favoriten.

Und wie sieht es bei Dir aus? Welche Plattform favorisierst Du?

6 Comments

  1. Schöne Übersicht. Wie beteiligt man sich eigentlich bei Bergfürst? Ist man da direkter Investor und beteiligter an den Projekten? Sprich: besteht die Gefahr bei scheitern des Projektes, dass man nicht nur mit seiner Einlage haftet sondern auch mit seinem Privatvermögen?

    1. Hallo Alfredo, nein die Gefahr besteht nicht. Man gibt einem Projektentwickler einen Kredit (Nachrangdahrlehen). D.h. das Verlustrisiko ist auf den Totalausfall begrenzt.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  2. Hey,

    das ist wirklich ein schöner und übersichtlicher Artikel. Ich selbst habe bis jetzt nur in Mintos investiert und war die ersten paar Monate auch sehr zufrieden. Doch leider sind jetzt mehr als die Hälfte der Kredite im Verzug. Bis jetzt habe ich trotzdem immer das Geld und auch dir Verzugsgebühren zurück bekommen. Ein bisschen misstrauisch bin ich jetzt aber trotzdem geworden.

    Ich würde gerne wissen, ob das vielleicht auch bei dir der Fall ist.

    Beste Grüße
    Laura

    1. Hey Laura,
      danke für Deinen Kommentar.

      Nein das kann ich so nicht beobachten. Bei mir sind vielleicht 20% in Verzug. Davon etwa die Hälfte zwischen 31 und 60 Tagen und der Rest weniger als einen Monat.

      Investierst Du auch ausschließlich in Kredite mit Rückkaufgarantie oder hast Du auch welche die schon über 60 Tage überfällig sind?

      Viele Grüße
      Tobias

      1. Ich investiere auch nur in Kredite mit einer Rückkaufgarantie. Außerdem habe ich eine gute Mischung von Krediten mit langer und kurzer Laufzeit. Naja, bis jetzt hatte 1-2 Kredite die komplett ausgefallen sind und mit erstattet wurden. Vielleicht habe ich momentan einfach nur ein wenig „Pech“. Vielen Dank für deine schnelle Antwort!

        Liebe Grüße
        Laura

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