4 Apps, mit denen du deine Finanzen im Griff hast

25% aller Deutschen haben Konten bei drei oder mehr Banken. Immerhin 37% der Befragten haben Konten bei zwei verschiedenen Banken. Das ergab eine Umfrage der Bank of Scotland im Jahr 2010. Diese Zahlen dürfte heute noch viel viel höher sein.

Durch diesen Umstand ist es für Kunden schwieriger geworden, ihre Finanzen im Überblick zu behalten. Wenn wir darüber hinaus an Aktiendepots, P2P-Kredite und sonstige Anlageformen denken, wird klar, dass man sein Gesamtvermögen und die Entwicklung seines Vermögens schnell aus dem Blick verliert.

Zum Glück gibt es Programme und Apps, die einem hier helfen können. Ich stelle dir 4 Programme vor, die ich regelmäßig benutze, um meine Finanzen im Blick zu behalten.

1. Ein Tabellenkalkulationsprogramm

Ich nutze Numbers* auf dem Mac, dem iPhone und dem iPad. Excel oder OpenOffice tun es aber auch. Die Grundfunktionen eines solchen Programmes sollte heute jeder beherrschen. Ich weiß, dass viele Menschen eine innere Abneigung gegen Tabellenkalkulationsprogramme haben. Sie wirken so mathematisch, klassisch und kompliziert.

Dennoch lohnt es sich, deine Abscheu zu überwinden und diesen vielfältigen Helfern eine Chance zu geben. Für den Anfang findest du im Internet vielleicht auch schon passende Vorlagen für deinen Zweck. Damit kannst du starten. Nach und nach kannst du die Vorlagen nach deinen Bedürfnissen anpassen und Schritt für Schritt deine Kompetenz im Umgang mit einem solchen Programm verbessern.

Ich nutze Numbers unter anderem dazu, mir einen Überblick über monatliche Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Das schöne an diesem Programm ist, dass es sehr flexibel und nicht nur auf Finanzen beschränkt ist. Außerdem kann man einfach Diagramme erzeugen und einen grafischen Überblick erhalten.

Ich nutze Numbers für das Monitoring meines Stromverbrauchs, für den Überblick über meine Fixkosten und die Verwaltung meiner Hostingkunden. Mit steigendem Können sind die Möglichkeiten grenzenlos.

Mit Sicherheit nicht so cool, wie die schicke App vom Startup, aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar. Numbers und OpenOffice sind kostenlos!

2. Apps zur Budgetverwaltung

Ich habe die App bereits in einem anderen Beitrag erwähnt: mein Budget – Ausgaben im Griff – Stiftung Deutschland im Plus*

Mit dieser App tracke ich alle Einnahmen und Ausgaben und sehe genau, wieviel Geld ich am Ende des Monats ausgegeben habe. Außerdem kann ich sehen, für welche Kategorien ich wieviel ausgebe und Sparpotential erkennen. Die App ist kinderleicht zu bedienen.

Ich trage für den Monatsanfang zunächst mein Gehalt als Einnahme und meine Miete als Ausgabe ein. Alle weiteren Ausgaben, wie Sparbeträge, Verträge und Rechnungen trage ich immer dann ein, wenn sie anfallen.

Die App ist komplett kostenlos und einfach zu bedienen. Mit etwas Disziplin und wenn man alle Ausgaben direkt einträgt, ist der Aufwand sehr gering und man hat immer einen tagesaktuellen Überblick über die Finanzen.

Fragt sich nur, wie man die ganzen Kontenbewegungen im Blick behält.

3. Konten im Blick mit OutBank

Auf dem iPhone nutze ich die App OutBank* des deutschen Unternehmens stoeger it GmbH. Diese App nutzt den HBCI-Standard, um sich mit Konten von verschiedenen Banken verbinden zu können.

Mit der App lassen sich Konten verschiedener Banken in einer einzigen Ansicht vereinen. Auch Aktiendepots können angezeigt werden. Die App kann ebenfalls die Gesamtsumme über alle Konten berechnen. Darüber hinaus zeigt sie einem alle Kontenbewegungen an. Man sieht jederzeit genau, wieviele neue Kontenbewegungen ist gibt. Diese übertrage ich direkt in die Budget-App.

Natürlich kann die App noch viel mehr. Auch Überweisungen lassen sich direkt aus der App tätigen. Ob deine Banken unterstützt werden, kannst du auf der Unternehmensseite feststellen.

Die App lässt sich kostenlos herunterladen und unterstützt auch die AppleWatch. Nach einer Testzeit von 30 Tagen muss man jedoch ein Abo abschließen: Für 0,99€ im Monat oder 8,99€ im Jahr.

Als stoeger it das Abo-Modell einführte, gab es einen riesigen Aufschrei. Ich kann das nicht nachvollziehen. Die neue Outbank-App ist sehr hochwertig und wird immer weiter verbessert. Das kostet Geld. Mir ist die Leistung das wert.

Leider gibt es derzeit keine Anwendung für den Mac. Der Hersteller arbeitet jedoch an einer neuen Version von „OutBank for Mac“. Diese wird sich dann mit der iPhone-Version synchronisieren lassen. Das wäre für mich perfekt. Aktuell nutze ich auf dem Mac daher kein Programm für die Verwaltung meiner Konten.

Solltest du ein Programm suchen, kann ich dir aber MoneyMoney sehr empfehlen. Ich habe es selbst lange Zeit genutzt und kenne für den Mac kein besseres Programm.

4. Portfolio im Blick mit Portfolio Performance

Ich nutze die kostenlose und plattformunabhängige Anwendung Portfolio Performance, um einen Überblick über meine Geldanlagen und den Erfolg oder Misserfolg meines Vermögensaufbau zu erhalten.

Portfolio Performance ist in erster Linie für den Aktienmarkt gedacht. Man kann Aktienkurse herunterladen und Käufe und Verkäufe eintragen. Auch Zinsen und Dividenden kann man erfassen.

Die Anwendung ermöglicht es einem, über verschiedene Depots hinweg eine Gesamtperformance zu berechnen. Darüber hinaus kann man Anlagen nach Anlageklasse und anderen Aspekten kategorisieren und so die Verteilung des Vermögens im Blick behalten.

Für Investitionen abseits des Aktienmarktes, also z.B. P2P-Kredite, Bausparverträge und sonstige Investitionen, nutze ich in der Anwendung separate Konten. Somit kann ich getrennt nach Investition Einzahlungen, Auszahlungen, Kosten und Erträge erfassen und diese auch unterschiedlich kategorisieren.

Für eine kostenfreie Anwendung ist der Funktionsumfang einfach unfassbar groß. Die Bedienung könnte etwas besser sein, aber einem geschenkten Gaul …

Der Finanzrocker stellt in seinem Beitrag „Mit diesen 5 Werkzeugen vereinfachst Du Deine Geldanlage“ diese Anwendung noch ausführlicher vor. Darüber hinaus stellt er auch Tools wie Spar- und Rentenrechner und Vergleichswebsites wie justETF vor. Sein Blog ist definitiv einen Besuch wert.

Nun zu dir!

Welche Apps nutzt du für die Verwaltung deiner Finanzen?

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