7 Tipps, um deine Fixkosten zu senken

Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.
Henry Ford

Was Henry Ford bereits vor 70 Jahren wusste, gilt auch heute noch. Selbst wenn du 100.000€ Netto verdienst, wirst du nie Vermögen aufbauen, wenn dein Kostenapparat 99.999€ verschlingt.

Deshalb nenne ich dir heute sechs Tipps, die dir dabei helfen, deine Fixkosten nachhaltig zu senken. Natürlich gibt es noch viele andere Sparmöglichkeiten. Es macht jedoch Sinn, mit den monatlichen Ausgaben zu beginnen. Denn jeder Euro, den du hier sparst, wird zu 12€ im Jahr.

Und ich wette, dass dein Kostenapparat mehr Sparpotential hat, als nur einen Euro im Monat.

1. Kenne deine Fixkosten!

Trivial. Ich weiß!

Dennoch scheitern viele Menschen daran, dass sie garnicht genau wissen, was sie monatlich ausgeben. Wenn ich Kunden nach ihren Telefonverträgen frage, können sie mir häufig nicht beantworten, ob sie im Monat 20, 30 oder 100€ zahlen. Meistens ist es letzteres.

Fertige dir also eine genaue Aufstellung deiner monatlichen Ausgaben an. Ich habe eine Numbers* (Excel) Tabelle, in der ich alle regelmäßigen Ausgaben aufschreibe. Dazu zählen:

  • Miete
  • Versicherungen
  • Telefon- & Internetverträge
  • Abos (Amazon Prime, Netflix, …)
  • sonstige Verträge
  • Auto (wenn ich eins hätte)
  • Kreditraten (wenn ich welche hätte)
  • Rundfunkbeitrag

Jährliche Ausgaben teile ich dabei durch 12 und trage diese Beträge mit in die Tabelle ein. Schließlich ist genau das der Betrag, den ich monatlich zurücklegen muss, um am Jahresanfang diese jährlichen Ausgaben bezahlen zu können.

Natürlich können wir nicht alle Fixkosten senken oder ganz loswerden (siehe Rundfunkbeitrag). Aber es ist mehr möglich, als du vielleicht denkst!

2. Miete prüfen, Miete senken!

Vermutlich wirst du keinen Erfolg haben, wenn du deinen Vermieter um eine Senkung der Miete bittest. Also musst du es anders angehen.

Bei mir macht die Miete einen relativ großen Einzelposten aus. Wenn es bei dir auch so ist, kann es sich lohnen, mal nachzuprüfen.

Die erste Überlegung sollte sein, ob die Wohnung von der Größe her angemessen ist. Wenn Kinder ausziehen oder sich der Platzbedarf aus anderen Gründen ändert, bleiben viele Menschen einfach in der alten Wohnung wohnen. Reine Geldverschwendung!

Gehen wir von einer vorsichtigen Kaltmiete von 8,00€/qm aus. Wenn du 20qm weniger benötigst, macht das bereits 160€, die du monatlich sparst. Darüber hinaus sinken dann häufig auch die Heizkosten.

Überlege dir also, wieviel Platz du wirklich brauchst. Schaue dann auf ImmobilienScout24, ob es eine passende Wohnung in deiner Region gibt.

Darüber hinaus kannst du mit ImmobilienScout24 auch leicht prüfen, wie hoch der Quadratmeterpreis in deiner Region ist. Liegt deine Wohnung deutlich über dem Durchschnitt, kann sich ein Umzug auch dann lohnen, wenn du dich nicht räumlich einschränken möchtest.

3. Versicherungen überprüfen

Viele Versicherungen werden nur jährlich bezahlt. Gerade deshalb werden sie oft  vergessen. Haftplicht-, Hausrat oder Unfallversicherung. Sie alle vergisst man im Normalfall gerne. Meistens kosten sie eh nicht viel.

Dennoch: Überprüfe doch einmal bei Check24*, FinanceScout24* oder einem anderen Vergleichsportal, was eine vergleichbare Versicherung dich kostet. Oftmals sind gerade die Uralt-Verträge extrem überteuert.

Überlege darüber hinaus kritisch, ob du alle Versicherungen brauchst. Manchmal überschneiden sich Versicherungen so, dass man eine davon sparen könnte.

Ruf deine Versicherung an! Bei einigen Versicherungen, wie der KFZ-Versicherung kann es sich lohnen, auch mal den Kontakt mit der Versicherung zu suchen. Wenn z.B. die Kinder das Auto mit nutzen dürfen, zahlt man hier oft einen Aufschlag (bis zu einem gewissen Alter). Wenn das Kind nun diesen Geburtstag gefeiert hat, wird einem die Versicherung den Beitrag nicht automatisch senken. Ein kurzer Anruf, ein freundlicher Hinweis – und die Kosten sinken.

4. Stromanbieter regelmäßig wechseln

Viele Menschen beziehen ihren Strom aus Sicherheitsaspekten bei den lokalen Stadtwerken. Das ist dumm!

Die Tarife sind meist deutlich teuerer, als vergleichbare Angebote von anderen Anbietern. Darüber hinaus ist dieser Sicherheitsaspekt irrelevant. Denn: Geht ein Stromanbieter pleite und liefert keinen Strom mehr, übernehmen die Stadtwerke automatisch die Stromversorgung. Man steht also auch dann nicht im Dunklen.

Ich wechsle meinen Stromanbieter 1x im Jahr. Ich vergleiche mit Check24* die Stromanbieter und suche mir den attraktivsten raus. Oft erhält man als Neukunde im ersten Jahr einen besonderen Rabatt. Im letzten Jahr waren dies 25% meiner Stromkosten. Und diese waren auch so schon niedriger, als bei den Stadtwerken. Und Öko-Strom war es auch noch.

Ich schreibe mir eine Erinnerung, rechtzeitig Stromtarife zu prüfen und bei Bedarf meinen Anbieter zu kündigen/ zu wechseln. Das klappt prima.

Sparpotential: mehrere Hundert bis tausend Euro im Jahr.

Bei der Anbieter-Wahl achte ich auf folgende Dinge:

  • Gute Bewertung bei Check24
  • Monatliche Abschlagszahlung (keine Vorkasse für ein ganzes Jahr)
  • Laufzeit maximal 1 Jahr

Gerade der zweite Punkt ist wichtig. In der Vergangenheit sind viele Menschen auf Anbieter reingefallen, wo sie für ein ganzes Jahr im Voraus bezahlen mussten. Als diese Anbieter pleite gingen, war das Geld weg. Strom gab es dann zwar von den Stadtwerken, aber natürlich zu den Konditionen der Stadtwerke. Wenn man aber ganz normal monatliche Abschläge zahlt, ist das Risiko sehr gering.

5. Telefon-, Internet- und Mobilfunkverträge

Wie bereits eingangs erwähnt, kennen erschreckend viele Menschen diese Kosten nicht so genau. Oftmals haben sie Uralt-Tarife, wo sie nicht nur eine satte Grundgebühr, sondern auch noch Minutenpreise bezahlen.

Es gibt hier mindestens 4 Möglichkeiten, monatlich zu sparen.

Wir kennen das alle: Neuer Mobilfunkvertrag. Für nur 10€ mehr im Monat und eine Einmalzahlung gibt es das nagelneue iPhone dazu. Darauf bin ich oft reingefallen. Wenn man nachrechnet, kostet einen das iPhone im Tarif insgesamt deutlich mehr, als bei Apple. Eigentlich ist diese Finanzierung nichts anderes, als ein getarnter Konsumkredit. Sehr böse!

Tipp Nummer 1: Kaufe das Smartphone nicht mit dem Mobilfunkvertrag zusammen!

Bei den Mobilfunk-, Internet- und Telefonverträgen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Immer mehr Leistung zu immer günstigeren Preisen. Wenn dein Vertrag bereits etwas älter ist, ruf mal deinen Anbieter an. Oftmals können die Leistungen erhöht, oder noch besser, der Preis gesenkt werden.

Darüber hinaus macht es Sinn, den Vertrag regelmäßig und rechtzeitig vor Ende der Laufzeit zu kündigen. Meistens kontaktiert dich der Anbieter dann nochmal und hat oftmals ein attraktives Angebot für dich, wenn du bleibst. Aber prüfe dieses Angebot genau! Leider wird einem hier manchmal nur ein scheinbar tolles Angebot gemacht, dass hinterher sogar teurer ist. Beliebt ist eine Vergünstigung des Beitrags für 3 oder 6 Monate bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Das kann gut sein, muss es aber nicht!

Tipp Nummer 2: Kündige deine Verträge regelmäßig, um von neueren und günstigeren Angeboten zu profitieren.

Hast du schonmal über einen Anbieter-Wechsel nachgedacht? Heutzutage muss es nicht immer die Telekom sein. Vodafone, O2 und andere haben oftmals ähnliche Angebote zu deutlich besseren Konditionen. Auf Vergleichsportalen wie Check24* kannst du verschiedene Anbieter vergleichen und bei Bedarf den Wechsel veranlassen. Oftmals profitierst du von einem Neukundenrabatt. Bei regelmäßigem Wechsel kannst du hier ordentlich sparen.

Tipp Nummer 3: Schau dir auch andere Anbieter an und vergleiche die Angebote.

Auch innerhalb der Verträge kann man sparen. Anbieter versuchen oft, einem kostenpflichtige Zusatzangebote wie Virenscanner oder Komfort-Pakete unterzumogeln. Diese lassen sich meist unabhängig vom Vertrag kündigen. Diese Zusatzpakete findest du auf deiner Rechnung.

Tipp Nummer 4: Prüfe deine Verträge auf Zusatzpakete, die du nicht willst oder brauchst.

6. Abos überprüfen

Wir kennen das alle: Wir schließen ein Abo für eine Leistung oder ein Produkt ab und nutzen es eine zeitlang regelmäßig. Irgendwann ändern sich unsere Prioritäten. Wir benötigen das Abo nicht mehr.

Häufig vergessen wir es oder lassen es aus Bequemlichkeit laufen. Gerade bei Abos wie Netflix, Spotify, Amazon Prime, Kindle Unlimited oder Apple Music ist es dabei denkbar einfach, zu kündigen. Normalerweise geht dies monatlich.

Wenn du also ein Abo nicht mehr brauchst: Kündige es direkt. Du kannst ja später wieder einsteigen, wenn du es doch wieder brauchst.

7. Prüfe deine Fixkosten regelmäßig!

Im Alltag vergessen wir schnell, ein Auge auf unsere Fixkosten zu haben.

Ich habe deshalb eine wiederkehrende Erinnerung in meiner Todo-App 2Do*, die mich einmal im Jahr darin erinnert, mein Fixkosten auszumisten.

Darüber hinaus habe ich auch eine Erinnerung, die mich rechtzeitig vor Ablauf eines Vertrags, bzw. rechtzeitig vor der Kündigungsfrist daran erinnert, Verträge zu prüfen und zu kündigen.

Ich empfehle dir, einen festen Termin für die Überprüfung deiner Fixkosten vorzusehen und diesen von Zeit zu Zeit zu wiederholen.

Nun zu dir!

  • Kontrollierst du deine Fixkosten?
  • Welche Spar-Tricks kennst du noch?

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Bild: jarmoluk (pixabay.com)

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