Augen auf bei der Broker-Wahl!

Früher war die Welt noch in Ordnung. Man wollte Aktien kaufen, man ist zu seiner Bank gelaufen und hat ein Depot eröffnet. Fertig. Das hat zwar einiges gekostet, aber es war einfach.

Es gab nicht viele Alternativen und die Kosten waren transparent. Jedenfalls im Vergleich zur heutigen Situation.

Dank Internet und Fortschritt in allen Bereichen können wir auch beim Broker aus einer Vielzahl von Anbietern auswählen. Einer besser, günstiger und toller als der andere. Das kostenlose Depot bekommt man bei fast jedem Online-Broker hinterher geworfen.

Doch kostenlos ist hier gar nix.

Statt dessen verbergen sich die Kosten irgendwo im Dschungel des Kleingedruckten und so kann die Suche nach dem perfekten Online-Broker zu einer mehrtägigen Abenteuertour durch die Wunder der Finanzwelt werden.

Ein Wunder, was alles Gebühren kostet

Banken und Online-Broker sind so richtig kreativ. Statt dem Kunden eine ehrliche Konto- bzw. Depotführungsgebühr in Rechnung zu stellen, ziehen sie das Geld hintenrum aus der Tasche.

Dabei finde ich es echt erstaunlich auf welche Ideen sie dabei kommen:

  • Inaktivitätsgebühren
  • Gebühren für Aktiensplits
  • Gebühren für Kapitalerhöhungen
  • Gebühren für Unternehmensaufkäufe
  • Gebühren für Dividendenausschüttungen
  • Gebühren für die Anmeldung zur Aktionärsversammlung

um nur einige zu nennen. Ordergebühren sind ja noch wirklich transparent, aber der Rest ist zum Teil echt eine Frechheit. Auf einige dieser Gebühren hat man schließlich auch keinen direkten Einfluss. Wenn ein Unternehmen Aktien splittet oder zusammenführt, kann ich da kein Veto einlegen. Dennoch werden Gebühren fällig.

Als ich im letzten Jahr nach Alternativen zur Consorsbank umgesehen habe, hätte ich fast ein Depot eröffnet, bei dem ich mehr als 50€ pro Dividendenausschüttung ausländischer Unternehmen hätte zahlen müssen. Damit hätte ich effektiv pro Ausschüttung ordentlich drauf zahlen müssen. Bei US-Quartalszahlern: Prost Mahlzeit.

Bei derzeit knapp 5€ die ich von Apple im Quartal bekomme hätte ich statt 20€ Dividendengewinn im Jahr mehr als 180€ verloren.

Und auch andere Transaktionen hatte dieser Billig-Broker im Kleingedruckten mit Gebühren versehen. Ich habe selbstverständlich von dem Wechsel-Vorhaben Abstand genommen.

Statt dessen hab ich mich entschlossen, in diesem Jahr einmal ein paar Broker auf ihre Kostenstruktur zu untersuchen.

Die Wunderwelt der Kostenvielfalt

Wenn ich mir verschiedene Depot-Vergleichsportale anschaue fällt auf: Alle Mist. Tabellarisch sehe ich dort die Depotgebühren, die Ordnergebühren und das war es auch schon. Die Depotgebühren sind eigentlich überall 0. Man hätte sich diese Spalte also auch sparen können.

Statt dessen sucht man Angaben zur individuellen Gebührenstruktur vergeblich.

Ich bewaffne mich also mit ausreichend Kaffee und begebe mich bei den Top-10-Brokern auf einer dieser Plattformen in den bürokratischen Dschungel des Kleingedruckten um für Dich und mich etwas Klarheit zu schaffen.

Auf geht es. Bis gleich!

Die besagten Top-10 auf dem Vergleichsportal sind nach der dortigen Sortierung nach Ordergebühren:

  1. DEGIRO Depot* (2,08€)
  2. flatex Depot* (5,69€)
  3. Lynx Broker Depot* (5,80€)
  4. OnVista Bank Festpreis-Depot* (6,50€)
  5. Deutsche Bank maxblue Depot* (8,90€)
  6. TARGOBANK Depot* (8,90€)
  7. 1822direkt Wertpapierdepot (9,90€)
  8. Consorsbank Depot* (9,95€)
  9. DKB-Broker* (10,00€)
  10. Sparkasse Broker Depot* (10,48€)

Bei dem Versuch, diese 10 Depots tabellarisch zu vergleichen habe ich grandios versagt. Die Kostenstrukturen sind zu unterschiedlich, um diese sinnvoll tabellarisch darzustellen.

Statt dessen habe ich die Gebühren-Highlights rausgesucht. Fast jeder Broker hat im Kleingedruckten irgendeine Leistung, die unverschämt viel kostet. Mir ist bewusst, dass die folgenden Auszüge in kürze veraltet sein werden.

Mir geht es dabei auch eher um die folgenden Botschaft: Bitte schau Dir die Broker genau an. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch.

DEGIRO: Besser die Aktionärsversammlung schwänzen

Möchte man sich über DEGIRO zur Aktionärsversammlung anmelden, werden 100€ zuzüglich sonstiger Kosten fällig. Bei anderen Brokern schwankt diese Leistung zwischen 0 und 5€. Unverhältnismäßig teuer.

Darüber bittet Dich DEGIRO auch bei der Depotübertragung von und zu DEGIRO mit 10€ zur Kasse.

Was die Ordergebühren angeht, scheint die in den Niederlanden ansässige Investmentgesellschaft allerdings unschlagbar günstig zu sein.

Flatex: Der reinste Zahlendschungel

  1. Bei Dividenden ausländischer Unternehmen wird abkassiert: 1,50€ bei Dividenden unter 15€, 5,00€, wenn die Ausschüttung über 15,00€ liegt.
  2. Der Guthabenzins auf dem Verrechnungskonto ist negativ (- 0,4% p.A.)
  3. Im Vergleich zu den anderen Brokern gibt es bei Flatex echt viele Gebühren für irgendwas. Also besser das Preisverzeichnis studieren, bevor man irgendwo hin klickt.

Lynx: Nur für Bonzen

Naja übertrieben, aber wenn Dein Depot einen geringeren Wert als 1.000 USD enthält, zahlst Du monatlich 1 USD Depotgebühr. Nicht viel, aber erwähnenswert. Und ganz schön frech, dieses Depot trotzdem als kostenfrei aufzuführen.

OnVista: Erträgnisaufstellung nicht kostenlos

Im Gegensatz zu den meisten anderen Brokern zahlst Du bei OnVista für die Jahresendbescheinigung zwecks Steuererklärung 7,50€.

Maxblue: Wenn ein Preis- & Leistungsverzeichnis nicht mehr reicht

Beim Depot von Maxblue muss man sich nicht nur durch das Preisverzeichnis für das Depot kämpfen sondern auch noch das Verzeichnis für die Deutsche Bank und ihre Konten bewältigen. Das kann ganz schön verwirrend sein und ist auch unnötig kompliziert.

Von der Lektüre nehme ich mit:

  • Inländische Kapitaltransaktionen wie Umtausch, Übernahme, Rückkauf und Kapitalerhöhung kosten 9,90€
  • Ausländische Kapitaltransaktionen wie Aktiensplits, Dividenden, Spinn Offs, Umtausch, Übernahme, … kosten 19,90€.

Targobank: Besser keine Dividenden kassieren

Wie auch bei dem Maxblue Depot der Deutschen Bank zahlst Du bei der Targobank 9,90€ für inländische und 19,90€ für ausländische Kapitaltransaktionen.

Darüber hinaus ist das Depot streng genommen nicht kostenlos sondern erst bei Nutzung des Online-Postfachs oder ab einem Depotvolumen von mehr als 50.000€. Beim Plus-Depot wird es richtig teuer: mindestens 62,50€ Depotführungsgebühren im Quartal oder aber 1,75%.

Oh, und die Quellensteuer solltest Du dir auch nicht wiederholen. Denn das kostet dich mindestens 45,70€. Bei spanischer, französischer oder italienischer Quellensteuer kommen sogar noch 71,40€ fremde Spesen oben drauf.

1822direkt: Wenn selbst ein leeres Depot kostet.

Ganze 3,90€ im Monat zahlst Du, wenn Du das Depot nicht nutzt.

Wenn ich mich nicht verlesen habe, kostet der Handel an ausländischen Börsen mindestens 54,95€ und ist damit relativ teuer.

Consorsbank: Quellensteuerrückerstattung ziemlich teuer

Pro zu erstattender Ertragszahlung zahlst Du bei der Consorsbank 19,95€. Nicht gerade wenig aber sonst scheint das Preis- & Leistungsverzeichnis keine unangenehmen Überraschungen bereit zu halten.

DKB: Teurer ausländischer Handel

Der ausländische Handel schlägt mit mindestens 75€ extrem zu Buche.

Sonst ist das Preis- & Leistungsverzeichnis was Depots und Aktien angehet aber extrem kurz und aufgeräumt.

Sparkasse: Kostenfreie Depotführung?

Mir scheint als hätte einige Broker eine andere Definition von „kostenfrei“ als ich. Bei der Sparkasse bedeutet es zum Beispiel, dass man mindestens einmal im Quartal handeln muss oder mindestens 10.000€ an Vermögen bei der Sparkasse liegen haben muss.

Außerdem zahlst Du bei Inaktivität 3,99€ im Monat.

Fazit

Welcher Broker ist nun der beste? Um ehrlich zu sein, kann ich Dir das nicht sagen. Jedes Depot hat so seine Stärken und Schwächen. Letztendlich kommt es darauf an, welche Leistungen Du benötigst.

Wenn Du z.B. nur inländische Aktien oder thesaurierende ETFs hast, können dir Gebühren für ausländische Dividendenausschüttungen gestohlen bleiben.

Wenn Du wenig handelst, sind hohe Ordergebühren auch nicht so schlimm.

Ich habe Depots bei der Consorsbank*, der DKB* und der Diba*, wobei nur das erste derzeit aktiv genutzt wird. Bei der Consorsbank habe ich meine ETF-Sparpläne und auch Einzelaktien kaufe ich über die Consorsbank. Damit fahre ich bis jetzt sehr gut. Sowohl die Consorsbank als auch die DKB haben eine relativ einfache Kostenstruktur. Das gefällt mir.

Broker mit elendig langen Kostenverzeichnissen wie Flatex oder die Targobank missfallen mir alleine schon aus diesem Grund. Das heißt aber nicht, dass sie nicht für eine bestimmte Zielgruppe das Optimum darstellen können.

Dieser Artikel hatte aber nicht das Ziel mit einer konkreten Empfehlung zu enden. Das wäre in meinen Augen unseriös. Die einzige Empfehlung kann sein: Sieh dir deinen (zukünftigen) Broker mal genauer an. Ohne einen ausgiebigen Blick in das Preis- & Leistungsverzeichnis erfährst Du nie die ganze Wahrheit.

DEGIRO scheint in den meisten Fällen tatsächlich mit Abstand der günstigste Anbieter zu sein. Hat da jemand Erfahrungen?

Keiner der Broker hatte alle Gebühren auf der Seite sofort ersichtlich ausgewiesen. Bei einigen war nicht mal das Preisverzeichnis so einfach zu finden.

Da Du tendenziell über deinen Broker größere Summen investierst macht es jedoch extrem viel Sinn, sich ausgiebiger über ihn zu informieren. In der Regel wechselst Du einen Broker ja auch nicht so oft, dass dieser Zeitaufwand nicht vertretbar wäre.

Auch wenn dieser Artikel etwas negativ rüber kommt, soll er dich keinesfalls abschrecken. Letztendlich geben alle Broker die Gebühren ehrlich an. Man muss sich nur die Mühe machen, sich diese durchzulesen und zu verstehen.

Bei welchem Broker bist Du? Bist Du zufrieden oder hast Du auch schon unangenehme Erfahrungen mit versteckten Kosten gemacht?

43 Comments

  1. Achtung bei der Consorsbank, denn dort gibt es bei Sparplänen „versteckte“ Kosten durch unvorteilhafte Ausführungsbedingungen. Die Sparpläne werden stets morgens um 8:30 Uhr an der Börse München ausgeführt. Zu dieser Zeit ist der Spread dort logischerweise ziemlich groß und man zahlt in der Regel einen höheren Preis als an vergleichbaren Handelsplätzen (während der üblichen Handelszeiten).
    Wenn der Sparplan kostenlos ausgeführt wird, der Kaufpreis aber geschätzt 1-2% höher liegt als anderswo, hat man am Ende nichts gewonnen.

    1. Moin Nordleuchte, Danke für den Tipp! Da hast Du natürlich recht.

      Ich werde mir das mal genauer anschauen. Hatte bisher nicht den Eindruck dass die Sparpläne immer zu einem ungünstigen Kurs ausgeführt werden, aber vielleicht übersehe ich ja etwas.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      1. Nochmal Moin,
        also ich kann Deine Befürchtung nicht ganz nachvollziehen. Zwar stimmt es, dass die Sparpläne früh morgens (oft sogar vor 8:30) an der Börse München ausgeführt werden. Stichprobenartig für meinen MSCI World ETF konnte ich das jedoch nicht nachvollziehen. Mein Kaufkurs entsprecht dem Eröffnungskurs. Hast Du ein Beispiel?
        Viele Grüße
        Der Finanzfisch

        1. Meine Sparpläne wurden zuletzt am 15.5 ausgeführt, daher kann ich leider gerade keinen Vergleich mit Intraday-Daten durchführen.
          Ich habe mir den Kritikpunkt aber auch nicht ausgedacht (vermutlich hätte ich es selber nicht mal gemerkt). Im Forum bei Consors finden sich einige Kundenbeschwerden dazu, z.B. https://wissen.consorsbank.de/t5/Sparen-Anlegen/Sparplan-Lyxor-ETF-das-grenzt-an-Abzocke/td-p/42913
          Aus den marketinglastigen Antworten der Kundenbetreuer kann man rauslesen, dass der Bank das Problem bewusst ist, man die kostenlosen Sparpläne aber als Teil eines Gesamtpakets sehen muss.

          Vermutlich machen es andere Broker gar nicht groß anders, schließlich müssen sie irgendwie ihre Kosten decken. Nur mit kostenlosen Depots und kostenlosen Sparplänen kommt ja nichts rein.

          1. Danke für die Links. Ich werde bei der nächsten Sparplan-Ausführung mal darauf achten. Allerdings ist der Spread ja normalerweise etwas, was der Börse (in diesem Fall der Börse München) zu Gute kommt und nicht der ausführenden Bank. Wenn also nicht hinten rum wieder Geld an die Consorsbank zurück fließt, hat die dadurch keinen Vorteil. Umso unverständlicher ist es aber, dass die Consorsbank die Ausführungszeit nicht ändert. Da scheint ja ein großes Interesse dran zu bestehen.

            Hast Du Deine Sparpläne noch bei der CB oder wohin bist Du gewechselt?

            Beste Grüße
            der Finanzfisch

          2. Es liegt zumindest die Vermutung nahe, dass da eine Abmachung zwischen Börse und Broker besteht und dementsprechend auch Geld zurückfließt.
            Ich bin gerade im Begriff, meine Sparpläne zu Comdirect umzuziehen. Dort soll die Ausführung bei Xetra stattfinden.

            P.S. Auf deinen letzten Beitrag lässt sich leider nicht direkt antworten. Der Einrücklevel ist der Kommentarfunktion wohl zu viel 😉

  2. Hallo 🙂
    Danke für den Artikel! Ich tendiere im Moment auch zu Consors. Flatex habe ich auch überlegt, ich dachte, das sei recht günstig, aber du hast Recht, dort gibt es so viele versteckte Kosten (z.B. Gebühren für Dividendenausschüttungen) und dann auch noch Negativzins, dass ich davon schnell Abstand genommen habe.

    MaxBlue kommt allein aus „emotionalen“ Gründen nicht in die Tüte: Zum Einen finde ich den Namen sehr unseriös und erinnert mich an eine bestimmte Branche, zum Anderen ist mir die Deutsche Bank nach einigen Skandalen extrem negativ aufgefallen, sodass ich um sie einen großen Bogen machen möchte.

    VG

  3. Bin bei Onvista und richtig zufrieden. Würde nicht wechseln wollen. Für meine Belange (Dividendenstrategie) und ein Kauf pro Monat über 500-600 Euro kommt kein anderer in frage

  4. Habe auch schon mehrere Broker durch:
    Cortal Consors, jetzt Consorsbank-hatte ich genutzt wegen einem speziellen Freetrade Angebot (schon 5 Jahre her, Depot wieder geschlossen)
    Saxo Bank–eher für Trader, Auslandskäufe sehr günstig. Um Steuern muss man sich selber kümmern. (Depot wieder geschlossen)
    Comdirect–vor 2 Jahren das größte Aktionsangebot bei ETF, aktuell nur die ComStage ETF im Angebot, der Rest im Sparplan relativ günstig (je nach Ordergröße bis zu 4,90€ pro Sparplanausführung). Bei Einzelaktien bin ich bei meinen typischen Ordergrößen von 5-10Tsd € immer über 20€. Bei Quellensteuerrückforderung z.B. Schweiz bietet die Comdirect eine Vollmacht an. Lohnt sich aber nur wenn man große Positionen hält an Unternehmen mit denen kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht (z.B. Schweiz, Frankreich…)
    DKB Broker–Sparplanausführung ETF sehr günstig (1,50€, bei Aktions-ETF 0€). Ansonsten sehr übersichtliche Kostenstruktur. Quellensteuerthematik weiß ich nicht.

    Mit meinen derzeitigen Brokern Comdirect und DKB bin ich zufrieden, und bleibe auch erstmal dabei. Insgesamt ist das Thema Broker und Kostenstruktur echt Kundenunfreundlich. Danke das du das Thema mal aufgegriffen hast.

    Gruß Bonanza

    1. Hallo Bonanza, vielen Dank für deinen Kommentar. Das stimmt. Jeder Broker hat so seine Methode um Geld zu verdienen. Ist ja auch erst mal nichts Verwerfliches dran. Leider wird es bei einigen Anbietern jedoch so unübersichtlich, dass es für Normalsterbliche nicht mehr so leicht durchschaubar ist. Ist halt nur für die wenigsten ein Hobby.

      Leider wird dieser Artikel schnell verhalten. Die Kostenstrukturen werden ja ständig verändert. Aber mir ging es auch eher darum, für diese Problematik zu sensibilisieren 😉

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  5. Guten Tag,

    in dem Artikel steht geschrieben, dass die DKB bei Inaktivität 3,99 Euro / Monat an Gebühr verlangt. Ich möchte fragen wo die Info her ist? Bin auch bei der DKB und laut meinen Informationen ist die Depotführung komplett kostenlos.

    1. Hallo Alex, Danke für den Hinweis. Da ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Ich bin anscheinend in der Zeile verrutscht. Diese Angabe bezieht sich auf den sbroker. Ich habe den Artikel korrigiert.

      Danke übe viele Grüße
      Tobias

      1. Moin Adam,
        danke für die Ergänzung. Ja das stimmt. Ich habe das Ursprünglich mit der Aufstellung für die Steuererklärung verwechselt. Da wäre das wesentlich dramatischer.

        Ich finde auch, dass das Preisverzeichnis von OnVista ansonsten auch ganz gut aussieht. Außerdem lassen sich dort einige ETFs von Comstage und iShares kostenlos besparen. Bin zur Zeit am überlegen, ob ich dort ebenfalls ein Depot aufmache.

        Viele Grüße
        der Finanzfisch

  6. Mich wundert da ja eher, dass in der Liste die ING-DiBa nicht auftaucht. Von den Gebühren her durchaus konkurrenzfähig (dürfte sogar etwas günstiger als die Consorsbank sein). Bei ETF-Sparplänen gibt es zwar keine kostenlosen, dafür aber einige ETFs bei Käufen ab 500 EUR über Tradegate gebührenfrei.
    Erster Gedanke wäre jetzt gewesen, dass die für das Vergleichsportal uninteressant ist, weil es keine Affiliate-Links gibt, aber der Artikel hier beweist ja das Gegenteil…

    1. Ja das ist eine gute Frage. Ich wundere mich ohnehin, wieso es ein „sbroker“ in die Top 10 schafft. Es ist auch garnicht so transparent, nach welchen Kriterien dort sortiert wird. Ich könnte mir vorstellen, dass noch irgendwelche Soft-Facts wie Kundenbewertungen und Support-Hotline eine Rolle spielen könnten. Aber das ist nur Spekulation.

      Mit der ING-DiBa habe ich bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht.

  7. Moin,

    bin mit meinem Langzeitdepot noch bei der IngDiBa, meine Optionen handele ich bei Banx. Mittelfristig werd ich wohl alles zu Banx holen, einfach günstiger und vielfältiger.

    Kann mir aber noch einen Wechsel zu IB vorstellen, noch etwas günstiger als Banx.

    1. Moin Christian,
      für den normalen Privatanleger ist das aber eher nix oder? Nachdem ich das Preisverzeichnis googeln musste, um es schnell zu finden lese ich dort: bei Service-Leistungen:
      Auszahlung (Überweisung): 8€ (eine im Monat kostenlos)
      Ersteinzahlung: 3000€

      Die wenigsten Privatanleger möchten vermutlich für die erste Einzahlung eine Gebühr von 3000€ bezahlen. Das ist selbst bei einem Volumen von 300.000€ noch 1%.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      1. Hi,

        ist wohl wie bei allem, kommt drauf an was und wie man handeln will.

        Da ich Optionen handele, kommt man an IB bzw. seinen Resellern wie Banx, Lynx, Captrader nicht wirklich vorbei.
        Wobei der deutsche Service von Banx wirklich erstklassig ist!
        Sehr empfehlenswert!

        Die Frage ist halt, wieviel und vorallem was handelt man als Privatman. Genau so ist auch die Frage der Auszahlung. Will ich als z.B. Buy and Hold monatlich mehrere Auszahlungen haben?

        Die 3000€ Einlage bei Banx bzw. 10000€ bei IB seh entspannt, ich handele ja mit dem Geld, ist also nicht weg und somit auch keine Gebühr.

        Weiterer Vorteil ist halt das Marginkonto ( ca. 1,5-2% p.a. auf die genutzte Margin, kommt auf die Währungen an) und die Auswahl der weltweiten Börsen und entsprechenden Währungen.

        Nachteil ist zu Anfang die „komplizierte“ Software (TWS) wobei der angebotene Webtrader einfacher ist ist.

        Für reine Value/Buy an Hold Anleger die im Monat mal 2-3 Transaktionen haben, sicherlich nicht unbedingt erste Wahl.
        Für Vieltrader bzw. die auch mal das ganze oder ein bestimmtes Spektrum des Marktes ausüben wollen wohl schon das Richtige.
        Man hat halt alle Möglichkeiten.

        Flatex, OnVista, DeGiro standen bei mir nie in der engeren Wahl, da ist mir persönlich die IngDiBa (aus dem Bauch raus) lieber.
        Einfach, übersichtlich, transparent.

        Hoffe, ich konnte etwas helfen.

        1. Hoppla, noch was ganz wichtiges vergessen!!!!

          IB und seine Reseller führen keine Abgeltungssteuer ab, dafür ist man selbst verantwortlich und ist mit der jährlichen Steuererklärung zu entrichten. Macht halt Arbeit.

          Vorteil: Man hat das Geld in dem Jahr zum Arbeiten und profitiert vom „Zinseszins“.

          Nachteil: Ab einer entsprechenden Gewinnhöhe, wird das Finanzamt einen zur Vorauszahlung verdonnern + seine Arbeit und Kosten die man damit hat. (Steuerberatung ist hier meist von Vorteil)

          Denke, im Groben dürfte es das gewesen sein.

        2. Hallo Christian,
          danke für die ausführlichen Beschreibungen. Das mit den 3000€ Mindesteinzahlung macht schon mehr Sinn. Das ist aber im Preisverzeichnis in meinen Augen nicht klar beschrieben: Banx Broker Preisverzeichnis.
          Dort wird in der selben Spalte mit den 8€ pro Auszahlung auch die 3000€ Ersteinzahlung erwähnt unter dem Stichwort „Gebühren“. Entweder ist mein Verständnis von der Bedeutung des Wortes „Gebühren“ bzw. „Kosten“ falsch oder der Fehler ist im Preisverzeichnis. Sie die Tabelle „Ein- / Auszahlungen“

          Beste Grüße
          der Finanzfisch

      2. Damit da nicht was falsch stehen bleibt :^^:
        die 3000 € sind die geforderte Ersteinzahlung zur Eröffnung des Depots – nicht die Gebühr dafür.

        Also man überweist 3000€ und die gehen 1:1 aufs Depot.
        Und auch mit den Kosten für Auszahlungen kann man gut leben : Man schiebt da ja für gewöhnlich nur Geld drauf weil man dort damit handeln möchte – nicht um es ständig wieder zurück zu überweisen.

        Was allerdings ein Minus bei Banx ist:
        – Es ist für Laien deutlich komplizierter zu „bedienen“ als die deutschen Broker
        – Steuerlich muss man alles selbst machen (Abgeltungssteuer wird nicht einbehalten/abgeführt)

        mfg
        oli

  8. Bin auch echt am überlegen, ob ich mir eine Alternative zu Flatex suche. Die Gebühren auf Dividenden ausländischer Unternehmen nerven und die Negativzinsen auch. Habe nur das dumme Gefühl, dass es bei den Alternativen spätestens nachdem ich gewechselt habe, auch irgendwas gibt, das so nur im Kleingedruckten zu finden ist..

    1. Hallo EasyWISA,
      ja das Thema ist leider nicht so einfach zu durchdringen, wie man sich das wünschen würde. Aber zum Glück gibt es ja das Preisverzeichnis. Man muss sich nur die Mühe machen, es komplett zu lesen und dann auch noch verstehen, was diese teilweise verklausulierten Begriffe bedeuten.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Broker-Wechsel!
      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  9. Was ist mit der comdirect? Als große Direktbank hat sie bestimmt einige Depots bei sich, und ist glaube ich mit der ING Vergleichbar im Hinblick auf kosten.
    Mach doch eine Erweiterung des Artikels um diese zwei Anbieter!
    Danke

    1. Hallo Jonathan,
      danke für deinen Kommentar. Ich schau mal, ob ich es zeitnah schaffe, mir die Preisverzeichnisse dieser Banken zu Gemüte zu führen. Dann werde ich das nochmal ergänzen.

      In einigen Kommentaren klang ja schon etwas zu den Gebühren der Comdirect an (z.B. Für die Eintragung ins Aktienregister bei Namensaktien).

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  10. Ich bin ebenfalls bei Comdirect und bei ING-DiBa.
    Versteckte Kosten bei Comdirect sind Gebühren bei Eintragung von Namensaktien. Dadurch macht es keinen Sinn, Namensaktien mit kleinen Summen per Sparplan zu kaufen. Sonst bin ich mit den Sparplanausführungen bei Comdirect sehr zufrieden.
    ING-DiBa ist wesentlich transparenter, allerdings etwas teurer. Wer ETFs kauft, kann hier ab 500 € viele ETFs ohne Gebühren kaufen. Das ist ein Top-Angebot.

    1. Moin Moses,
      danke für die Hinweise zu Comdirect und ING. Das mit den Namensaktien ist natürlich ein Thema. Bei der Consorsbank kann man der Eintragung widersprechen. Dadurch verliert man zwar das Stimmrecht und dss Recht zur Teilnahme an der Hauptversammlung, bekommt aber dennoch die Dividenden.

      Evtl. Geht sowas ja auch bei der Comdirect.
      Mit der ING muss ich mich nochmal näher beschäftigen. Da habe ich ja seit Ewigkeiten ein Depot, dass aktuell brach liegt. Ich weiß schon gar nicht mehr, was damals der Grund dafür war.

      Viele Grüße
      der Finsnzfisch

  11. Hallo Finanzfisch!
    Im Rahmen unseres neuen Finanz Hotspot Originals Blogs haben wir soeben auch unseren ersten Blogeintrag veröffentlich. Dabei haben wir die Consorsbank genauer unter die Lupe genommen..

    https://finanzhotspot.de/originals-consorsbank-test

    Insbesondere der von Nordleuchte angesprochene Punkt der Sparplanausführung an der Börse München um 8:00 Uhr morgens (also vor Xetra Öffnung) ist uns dabei negativ aufgestoßen. Consors sieht hier laut Aussagen im Forum zwar Handlungsbedarf, jedoch genießt dieser keine Priorität – schade.

    Ich hoffe das da tut sich endlich mal was. Die Posts im Cosorsforum reichen zurück bis 2014..

    Ansonsten gibt es an der Consorsbank als (Haupt-)Broker nichts auszusetzen.

    Viele Grüße
    Michael vom Finanz Hotspot

  12. Was ist eigentlich mit der IngDiba? Die finde ich wegen der kostenfreien Käufe ab 500 Eu sehr interessant. Aber sie ist bei solchen Beiträgen wie diesem hier nie dabei. Übersehe ich da etwas?

    1. Hallo Christoph,
      ich habe bei meinem Artikel lediglich die Top 10 aus einem der vielen Vergleichsportale genommen. Warum die DiBa nicht dabei ist, kann ich Dir nicht genau sagen.

      Wo findet man das mit dem kostenfreien Handel ab 500€? Bei der DiBa beim Direkt-Depot steht, dass der Handel 9,90€ oder mehr kostet. Ansonsten haben die 1,75% Ausgabeaufschlag auf ETF-Sparpläne, weshalb ich meine Sparpläne nicht dort habe.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

        1. Danke für den Link. Das ist natürlich ganz nett. Ich vermute aber, dass nicht viele Anleger über 500€ in ETFs pumpen. D.h. man müsste dann quartalsweise Ausführung o.Ä. wählen.

          Mir persönlich sagen die ETFs in dieser Aktion nicht zu, aber das ist sicherlich Geschmacksache.

          Für welche ETFs hast Du dich entschieden?

          Grüße
          der Finanzfisch

          1. Ich nutze das parallel zu festen Sparplänen bei Consors. Nicht unbedingt in festen Abständen – quasi immer wenn mir mal wieder danach ist.
            Teils auch einfach in Bereiche in die ich was über ETFs investieren wollte, aber keinen Sparplan habe.
            Bei mir wären das z.B.: Dividendenaristokraten (A1T8GD), Infrastruktur (A0LEW9), REITs (A0LEW8) oder Glücksspiel (A2AHK3).

  13. Hi,
    Ich nutze ein Depot bei DeGiro für Kleinstmengen an Investitionen und nutze bei denen einen der 700 „kostenlosen“ ETFs (einmal im Monat keine Ordergebühren für einen von denen). Die versteckten Kosten die du genannt hast kannte ich nicht, dafür aber eine andere.

    Die Marktplatzgebühr: Du zahlst pro benutztem Marktplatz eine irgendwie geartete Gebühr, die sich auf maximal 2,50€ im Jahr beläuft.

    Ich habe diese Gebühr auch erst im nachhinein im Depot festgestellt. Da aber ansonsten die Kosten niedrig zu sein scheinen, werde ich weiterhin dort bleiben.

    1. Hallo DeGirant,
      naja 2,50€ im Jahr ist ja noch überschaubar. Hast Du zu der Zusammensetzung dieser Gebühr irgendwo angaben gefunden? Ich habe glaube ich nichts derartiges mit einem solchen Limit gesehen.

      Nutzt Du DeGiro nur für ETFs oder auch für Einzelaktien?

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      1. Nein, habe ich nicht. Ich hatte irgendwann mal auf einem Blog was von Marktplatzgebühr gelesen und habe mich dann mit der Erklärung für mein „fehlendes Geld“ zufrieden gegeben.

        Ich habe mit dem Anlegen erst vor paar Monaten angefangen und deswegen ist DeGiro mein erster und einziger Broker. Ich kaufe einmal im Monat zwei „kostenlose“ ETFs; Beide an derselben Börse (damit ich am Ende des Jahres nur 2,50€ zahle).

        Viele Grüße
        DeGirant

        1. Danke für die Info. Vielleicht schau ich mir DeGiro noch mal genauer an. In vielen Bereichen sind die ja sehr günstig.

          Viele Grüße
          der Finanzfisch

  14. Guten Tag,
    ich habe mein Depot mit ETFs bei flatex. Auch bei ausschüttenden ETFs mit ausländischen Dividendenerträgen (z.B. USA) nimmt flatex dafür keine Gebühren. Das habe ich mir vor einiger Zeit sogar per Mail noch einmal schriftlich bestätigen lassen.

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