Sparquote Februar 2017

Nachdem Dezember und Januar dank Urlaub in der Ferne meine kurzfristigen Rücklagen doch etwas belastet haben, beginnt nun der Wiederaufbau.

Der Urlaub im Süden war es definitiv wert und ich konnte mich noch immer nicht an die Dunkelheit und Kälte hierzulande gewöhnen.

Fangen wir wieder mit den kurzfristigen Rücklagen an:

Kurzfristige Rücklagen

Mit einer relativ teuren Reise im Rückblick und einem nächsten Urlaub im Ausblick wird es Zeit, die Reserven mal wieder aufzufüllen.

Exkurs: Bedeutung der kurzfristigen Rücklage

Zu meinem letzten Sparquoten-Beitrag erreichte mich die Frage, ob eine Reduktion der Rücklage um 40% durch einen einzigen Urlaub nicht extrem viel wäre und ob es Sinn machen würde, sein Vermögen so breit zu streuen, wenn man nur ein so kleines Vermögen hätte.

Um Missverständnissen vorzubeugen möchte ich hier die Bedeutung dieser Relation nochmal klarstellen: Veränderungen der kurzfristigen Rücklage gebe ich nur im Bezug zu meiner kurzfristigen Rücklage an. Für den Urlaub habe ich nur auf meine kurzfristigen Reserven zurückgegriffen. Mein langfristiger Vermögensaufbau war davon überhaupt nicht betroffen.

Meine kurzfristigen Reserven diversifiziere ich darüber hinaus auch nicht. Sie liegen komplett auf der Kreditkarte zu meinem DKB Konto. Für mich muss der Betrag dieser Rücklage nicht sehr hoch sein. 1.000 bis 2.000€ reichen völlig. Hiervon bezahle ich Urlaube, Fahrradreparaturen und neue Waschmaschinen. Normale Risiken sind als ganz gut abgedeckt. Für alles, was darüber hinaus geht (Wohnung fackelt ab, Jobverlust), wird der Betrag vermutlich nicht reichen. In so einem Fall würde ich dann auf die Notreserve (Tagesgeldkonto) zurückgreifen.

Daher ist es für mich vollkommen okay, wenn mein Urlaub 40% der (kurzfristigen) Reserve aufbraucht. Denn genau dafür ist sie da.

Veränderung der Rücklage im Februar

Wo das geklärt ist, kommen jetzt die Zahlen für Februar:

Im Februar konnte ich meine kurzfristige Rücklage um 23,56% erhöhen. Dafür sind 7,41% meines Nettoeinkommens draufgegangen.

Damit bin ich schon sehr zufrieden, da ich im Februar auch eine Reihe von Sonderausgaben hatte. Ich bin überdurchschnittlich oft essen gegangen, habe mir eine Jahresabo von Brain.fm geholt, die Jahresgebühr für Stattauto bezahlt und bereits einige kleinere Anschaffungen für die Radtour im Sommer erledigt.

Insgesamt also trotz der vielen Extraausgaben ein sehr gutes Ergebnis.

Langfristiger Vermögensaufbau

Selbstverständlich habe ich auch für den langfristigen Vermögensaufbau wieder sehr viel getan. Deutlich mehr noch, als für die kurzfristige Reserve. Ich konnte im Februar immerhin eine Sparquote von 63,66% erreichen.

Exkurs: Sparquote

Meine Sparquote gibt den Teil meiner Nettoeinnahmen an, der in den langfristigen Vermögensaufbau geflossen ist. Der kurzfristige Anteil ist hierin also nicht enthalten.

Nettoeinnahmen sind Gehalt plus Erträge aus Nebentätigkeiten.

Ich beziehe mich auf das Nettogehalt, da für mich relevant ist, wieviel reinkommt und wieviel rausgeht. Das Brutto hätte hier fast keine Aussagekraft.

Aufbau der langfristigen Rücklage im Februar

Wie bereits erwähnt, betrug meine Sparquote 63,66%. Darüber kann ich selbstverständlich auch nicht klagen. Wobei es nett wäre, den gleichen Absolutbetrag mit einer kleineren Sparquote zu erreichen, wenn Du verstehst, was ich meine ;-).

Spaß beiseite. Die Aufteilung meiner Rücklage im Februar kannst Du dem folgenden Diagramm entnehmen:

Fazit

So langsam kehrt wieder der Normalzustand in meine Sparmaßnahmen ein. War waren die langfristigen Rücklagen eh nie betroffen, aber ich bin froh, dass ich auch auf der kurzfristigen Seite wieder etwas besser aufgestellt bin.

Und wie lief der Februar bei Dir? Wie strukturierst Du Deine Sparmaßnahmen?

4 Comments

  1. Deine Sparquote ist echt erstrebenswert. Normalerweise berechne ich sie nicht. Aber ich mache für dich eine Ausnahme. Meine lag bei 40%. Aber ich habe immer feste Sparraten. Der Hauptteil geht in die Altersvorsorge. Dann bilde ich noch Rückstellungen für Autoreparaturen und Urlaub. Meine Liquiditätsreserve fängt dann Engpässe und Notfälle ab. Z.B. gönne ich mir demnächst eine berufliche Auszeit. Ich denke, dafür ist die Reserve perfekt. Die Freiheit zu haben, einfach eine Auszeit einzulegen, wann man es selbst will, ist einfach unbezahlbar.

    1. Hallo Bankemärchen,
      vielen Dank, dass Du für mich eine Ausnahme machst! 🙂

      40% sind doch echt super. Damit liegst Du weit überm „Bundesdurchschnitt“ würde ich annehmen.

      Aber Du hast Recht: Es geht letztendlich darum, Rücklagen für Notfälle aufzubauen und sich genug Reserven aufzubauen, um sich wenigstens temporär frei nehmen zu können. Ich finde dieses Gefühl auch einfach unbeschreiblich gut. Nicht das ich das zeitnah vor hätte, aber zu können, wenn man wollte ist ein tolles Gefühl.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  2. Hallo lieber Finanzfisch,
    Bravo zu Deiner eindrucksvollen Sparquote!
    Warum nicht den gleichen absoluten Betrag mit niedrigerer Sparquote 😉 Wie ich Dich kenne würdest Du aber Einkommenssteigerungen in die Steigerung der Sparquote stecken und nicht in weiteren Konsum, also eigentlich ein ungeeignetes Szenario für Dich!
    Weiter so und viel Erfolg beim reich werden!
    Viele Grüße,
    FF

Kommentar verfassen