Sparen im Urlaub und auf Reisen: 16 Tipps

Wie Du weist, habe ich kürzlich einen längeren Urlaub in Südafrika verbracht. Dieser hat mich dazu veranlasst, intensiv darüber nachzudenken, wie man einen Urlaub oder eine längere Reise möglichst kostengünstig realisieren kann.

Zwar habe ich die Einstellung, mir im Urlaub lieber etwas mehr zu gönnen und voll und ganz zu genießen, dies muss sich jedoch nicht mit meiner üblichen Sparsamkeit ausschließen.

Da ich in Zukunft gerne öfter auch weitere Reisen machen möchte, um Land und Leute kennen zu lernen, habe ich nachgedacht und recherchiert, wie das Ganze nicht zu einem Desaster für meinen Vermögensaufbau wird.

Herausgekommen sind 16 Tipps, die ich Dir nicht vorenthalten möchte.

Fangen wir mit dem Wichtigsten an:

1. Kosten der Reise überwachen

Frei nach dem Motto “You cannot control what you cannot measure.“ also “Du kannst nicht steuern, was Du nicht messen kannst.“ solltest Du gleich von Beginn an eine Kostenübersicht erstellen.

Ich mache das am liebsten in einer Numbers (Excel) Tabelle in der ich eintrage, was wieviel kostet und wieviel ich davon schon bezahlt habe. Gerade bei der Planung kommt es vor, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Dann trage ich alle in der Tabelle ein und markiere die derzeitige Präferenz mittels einer Checkbox. Nur diese fließt in die Berechnung ein.

Damit weiß ich jederzeit genau, wieviel der Urlaub kosten soll und wieviel ich davon schon bezahlt habe. Außerdem kann ich in diesem Dokument alle wichtigen Infos zur Reise (Zeitpläne, Ansprechpartner, …) zusammentragen. Das Dokument habe ich dann sowohl auf dem iPhone, dem iPad, dem Laptop und in einer ausgedruckten Form mit.

Jede Ausgabe während der Reise trage ich in das Dokument ein, um abschätzen zu können, ob ich noch im Rahmen bin oder mein Budget bereits in der ersten Hälfte des Urlaubs sprengen werde.

Während der Planungsphase trage ich auch die geschätzten Kosten für Nahrung und Transport im Zielland ein, die sich auf Grund der geplanten Route ergeben.

Damit kommen wir auch schon zum zweiten Punkt.

2. Preise im Zielland vorab recherchieren

Für eine möglichst exakte Kalkulation ist es wichtig, die erwarteten Preise im Zielland zu kennen.

  • Was kostet ein Frühstück, ein Mittag oder ein Abendessen?
  • Was kostet ein Liter Sprit für das Auto, dass ich dort haben werden?
  • Wieviel wird das Auto ungefähr verbrauchen?
  • Was kosten die Aktivitäten, die ich machen möchte?
  • Was kosten die Dinge, die ich kaufen will?

Hierbei kommt es nicht auf den letzten Cent an, aber eine grobe Übersicht schadet nicht. Selbstverständlich runde ich bei meiner Kalkulation im Zweifel immer auf, um einen Sicherheitspuffer zu haben.

3. Günstiges Zielland auswählen

Wenn Du einfach gerne auf Reise gehst und es Dir dabei nicht so sehr um ein konkretes Ziel geht, vergleiche die möglichen Zielländer auch Anhand der Kosten.

  • Was kostet die An- und Abreise?
  • Welche Kosten entstehen mir für die Vorbereitung?
    • Benötige ich spezielles Equipment?
    • Impfungen?
    • Reisepass?
  • Was kostet der Aufenthalt und das Leben in diesem Land?

Auch wenn Ski fahren in der Schweiz ein tolles Erlebnis ist, so ist Ski fahren in Österreich deutlich günstiger und auch sehr zu empfehlen. Australien ist sicher eine Reise wert, aber andere Länder (z.B. Südafrika) sind deutlich günstiger und ebenfalls sehr schön.

4. Günstige Zeit aussuchen

Solange Du Deine Urlaubszeit frei wählen kannst, empfehle ich Dir, darauf zu achten, wann in Deinem eigenen und im Zielland die Ferien anfangen und enden und wann allgemein Haupt- und Nebensaison ist.

In der Hauptsaison sind Unterkünfte meistens deutlich ausgelasteter und somit teurer. Außerdem ist das ganze Land dann darauf ausgerichtet, möglichst viel von den Touristen zu profitieren.

Bisweilen trifft man sogar mehr Touristen als Einheimische. Aber gerade der Austausch mit Einheimischen macht so eine Reise doch erst zu einer einzigartigen Erfahrung. Nur so kann man anderen Kulturen und Mentalitäten wirklich kennen lernen.

5. Transport frühzeitig buchen

Die Zeiten, in denen man Last-Minute am Flughafen entscheiden konnte, wo es hingehen darf und damit echte Schnäppchen machen konnte, sind im Prinzip vorbei.

Mittlerweile haben sich die Reisebüros angepasst und verlangen schlichtweg ein Vermögen, wenn man kurzfristig bucht (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Gerade bei Langstreckenflügen profitiert man meistens, wenn man ein halbes Jahr oder mehr im Voraus bucht.

Bei Autos kann ich das nicht unbedingt bestätigen. Zwar kriegt man auch vorab gute Angebote über die üblichen Vergleichsportale, aber man kann auch Glück mit Spontanität haben: Als wir vor ein paar Jahren kurz vor Mitternacht in Alicante spontan den Anbieter wechseln mussten, da der ursprüngliche uns etliche Zusatzgebühren abknöpfen wollte (das Auto wäre doppelt so teuer geworden), haben wir letztendlich bei einem anderen Anbieter vor Ort ein viel günstigeres Angebot bekommen. Allerdings gehört zu derartiger Spontanität auch etwas Glück: Wären keine Autos mehr verfügbar für unseren Zeitraum, hätten wir in die Röhre geschaut.

Auch ist man in so einem Fall eher in einer Zwickmühle, die ein geschäftstüchtiger Vermieter auch schamlos ausnutzen könnte. Mutwillig würde ich mich einem solchen Risiko nicht aussetzen.

6. Lokale Simkarte kaufen

Umgerechnet 20€ pro Person haben wir in Südafrika für einen Monat mobiles Internet und Airtime für zwei Geräte bezahlt. Damit hatten wir etliche (ca. 2,5GB Datenvolumen) pro Person und konnten durchgehend mobiles Internet nutzen.

Auch Telefonate mit den Daheim gebliebenen waren darin natürlich bereits enthalten. SMS ebenso, wobei wir die dank Internet kaum verschickt haben.

Besonders bei längeren Reisen, aber auch bei kürzeren (je nach der Notwendigkeit von mobilem Internet) lohnt es sich, direkt am Flughafen oder in einem Supermarkt eine lokale Prepaid-Simkarte zu kaufen. Sowohl Inlandsgespräche als auch Übersee-Telefonate sind damit deutlich günstiger als mit der heimische. Von den Roaming-Kosten für mobiles Internet ganz zu schweigen.

Mein deutscher Anbieter schickte mir bei der Ankunft in Südafrika eine SMS mit folgendem Inhalt:

In ihrem Tarif kosten in Südafrika Gespräche innerhalb des Landes und in die EU nur 2,99€/Min.; eingehende Anrufe 1,59€/Min., SMS Versand 59 Ct. …

und

Die Datennutzung in Südafrika kostet in Ihrem Tarif im 10-KB Takt nur 15 Ct. pro 10 KB. Die Abrechnung erfolgt ohne Höchstgrenze…

Rechnen wir mal nach: 15 Ct pro 10 Kb = 15€ pro MB = 15.360€ pro GB, ach lassen wir das!

Daten-Roaming hätte uns die Kalkulation jedenfalls total versaut.

7. Selber kochen

Im Urlaub neigen wir dazu, uns anderes zu verhalten als im Alltag:

  • Wir nehmen öfter das Taxi.
  • Wir kaufen mehr Schnick-Schnack.
  • Wir gönnen uns diese und jene Aktivität.
  • Und wir gehen regelmäßig Essen.

Das hat natürlich auch alles seine Berechtigung, macht so einen Urlaub oder so eine längere Reise aber schnell zu einem sehr teuren Luxusvergnügen, das wir uns nicht all zu oft leisten können.

Natürlich sollten wir uns im Urlaub auch wie „im Urlaub“ fühlen, aber möglicherweise können wir an einigen Stellen sparen die uns nicht weh tun. Selber zu kochen ist so ein Punkt:

Mit den Standard-Zutaten des jeweiligen Landes lässt sich oft ganz anders und vor allem günstiger kochen als daheim. In Südafrika haben wir oft ge-braait (gegrillt). Da gutes Fleisch dort sehr viel günstiger (und besser) als hierzulande ist, war das insgesamt ein günstiges und leckeres Vergnügen.

Natürlich sind wir auch mal Essen gegangen, aber eben nicht routinemäßig.

8. Essen wie die Lokals

Zum letzten Punkt passend: Es macht durchaus Sinn seine Essgewohnheiten denen des Landes anzupassen. Denn genau so wie wir in Deutschland wissen wie man gut und kostengünstig lebt, so wissen es die Einheimischen in anderen Ländern natürlich auch.

Daher macht es Sinn, sich nach typischen Lebensmitteln und Rezepten des Landes zu erkundigen, wenn man selber kochen will.

Aber auch Streetfood ist bisweilen eine leckere und günstige Erfahrung.

9. Aktivitäten rechtzeitig Planen und Online-Rabatte mitnehmen

Auch bei Aktivitäten wie Standrundtouren, Museumsbesuchen etc. gibt es oftmals Rabatte für Frühbucher oder Online-Buchungen. Da man mit mobilem Internet häufig auch am Tag zuvor online buchen kann, kann man solche Rabatte einfach mitnehmen.

10. Zelt, Backpacker, Hostel oder Couchsurfing statt Luxushotel

Früher mit meinen Eltern sind wir wenn dann in sauteure All-Inclusive-Hotels gegangen. Das war zwar auch irgendwie toll, wenn ich aber bedenken, was meine Eltern da für einen relativ kurzen Urlaub blechen mussten, frage ich mich, ob das Preis-/Leistungs-Verhältnis da wirklich gestimmt hat.

Zwar hat man das Rundum-Sorglos-Paket und muss im Hotel für nichts mehr bezahlen, aber effektiv käme man wohl günstiger weg, wenn man sich sein eigenes Paket zusammengestellt hätte.

Insbesondere bei der Unterkunft kann man sparen. Im Urlaub will ich eh nicht den ganzen Tag auf dem Zimmer hocken. Wozu muss es also ein teures Zimmer in einem Luxushotel sein? Einigermaßen sauber und bequem reicht schon.

Dies kann man auch in einigen Backpackern, Hostels oder bei einer AirBnB- oder Couchsurfing- Unterkunft finden.

Im Sommer in Frankreich werden wir sehr wahrscheinlich überwiegend zelten. Etwa 25€ pro Nacht für zwei Personen. – Unschlagbar.

11. Freunde und Verwandte fragen

Dank zunehmender Globalisierung kennen wir heute nicht mehr nur unsere Nachbarn und deren Kinder sondern sind global via Facebook und Co vernetzt. Außerdem machen wir Auslandsemester, Schüleraustausch und so weiter.

Damit ergeben sich Kontakte, die sich oftmals nutzen lassen. Frag doch einfach mal Familie und Freunde ob jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, der einem im Zielland eine günstige Unterkunft anbieten oder einfach nur die Stadt zeigen kann.

Oder starte einen Aufruf auf Facebook: „Weiß jemand, wo ich in <Land hier einsetzen> für <Zeitraum> günstig wohnen kann?“.

12. House Sitting

Auch die Menschen in unserem Lieblingsurlaubsland fahren/ fliegen mal in den Urlaub oder gehen auf Geschäftsreise.

Wäre es nicht cool, wenn man deren Häuser während ihrer Abwesenheit nutzen könnte? Das geht z.B. über sogenannte House Sitting Portale. Beispiele dafür sind Housecarers und Mind my House. Dort darf kann man, teilweise für eine geringe Gebühr, sich als Haus-Sitter für einen bestimmten Zeitraum anbieten.

Für den ein oder anderen kann das eine interessante Alternative zum klassischen Couchsurfing sein.

13. Verhandeln

Im Prinzip kann man alles verhandeln. Vom Transport über die Unterkunft und das Auto bis hin zum Souvenir auf dem Markt.

Gerade bei größeren Dingen und in größeren Läden mache ich das viel zu selten, da muss ich definitiv dran arbeiten.

Aber gerade auf lokalen Märkten ist es Gang und Gebe, nicht den erstbesten Preis zu akzeptieren sondern zu feilschen bis der Verkäufer weint. Am Anfang ist es ungewohnt und unangenehm, aber mit der Zeit macht es sogar Spaß. Und es lohnt sich.

Zum Thema Verhandlungsgeschick empfehle ich Dir übrigens das Hörbuch Deal! von Jack Nasher*. Ich habe es mittlerweile schon zweimal gehört und es ist einfach klasse. Gut gesprochen, sehr interessant und die Tipps die ich daraus gelernt haben, helfen mir nicht nur auf einem Markt in Südafrika sondern auch im Job und der Beziehung.

14. Mietwohnung statt Hotelzimmer

Zugegeben: Dieser Tipp eignet sich eigentlich eher für längere Aufenthalte. Manchmal ist es jedoch möglich, eine Wohnung im Zielland anzumieten. Dies ist natürlich meistens günstiger als ein Hotel pro Nacht zu bezahlen.

15. Verträge kündigen / pausieren

Ebenfalls eher für längere Reisen interessant: Du solltest prüfen, welche Verträge Du während Deiner Abwesenheit kündigen oder pausieren kannst.

Vielleicht lassen sich der Festnetzanschluss oder Deine deutsche Mobilnummer ja kündigen, das Auto abmelden oder ähnliches um so die hohe Belastung durch die Fixkosten zu Hause zu senken.

Brauchst Du Deine Wohnung überhaupt noch? Oder lohnt es sich, die paar Habseligkeiten in einen Container einzulagern, der meistens günstiger ist, als die aktuelle Wohnung? Vielleicht haben Freunde und Verwandte ungenutzten Stauraum im Keller oder dem Dachboden? Einfach mal nachfragen.

16. Wohnung / Auto untervermieten

Last but not least kannst Du natürlich auch Deine Wohnung und/ oder Dein Auto in Deutschland während Deiner Abwesenheit untervermieten und so die laufenden Fixkosten auffangen.

Ob und an wen Du vermietest musst Du natürlich selber wissen, aber prüfe in jedem Fall, ob Deine Versicherung und Dein Vermieter so etwas zulassen. Ist der Fahrer alt genug und erlaubt Deine Versicherung andere Fahrer? Erlaubt Dein Vermieter eine Untervermietung?

So kannst Du nicht nur die Kosten senken, die durch den Urlaub entstehen sondern auch jene, die während Deines Urlaubs weiterhin anfallen würden.

Fazit

Nicht auf jeder Reise werden sich alle zuvor genannten Möglichkeiten ausschöpfen lassen, aber es ist gut, ein Arsenal von Optionen zu kennen um einen tollen Urlaub mit überschaubaren Kosten zu realisieren und somit das Preis-/ Leistungs-Verhältnis zu optimieren.

Ich bin gespannt, welche Tipps Du noch für mich hast: Wie kann ich im Urlaub noch mehr sparen und somit noch öfter verreisen?

20 Comments

  1. In Urlauben frühstücke ich morgens gut und esse gegen 16 Uhr zu Mittag/Abend. So wird man sofort bedient und spart sich eine warme Mahlzeit. Für unterwegs kann man Mandarinen, Nüsse oder Kekse knabbern. Urlaube selbst sollten eine angemessene Länge haben. 4 Wochen wären mir wohl zu lange, kommt aber auch auf die Entfernung des Reiseziels an. Ich takte meine Urlaube gut durch (bisher nur Städtetrips). Das mit den Prepaidkarten ist ein guter Tipp! Bisher habe ich Internet im Hotel oder bei Restaurants/Eisdielen genutzt. Google maps lade ich mir vorher als Offline-Karte herunter, sodass ich unterwegs kein Internet brauche.

    1. Tagsüber haben wir meistens auch nur ein paar Kekse oder Obst / Gemüse gegessen. Meistens waren wir viel zu beschäftigt um eine vollständige Mahlzeit zuzubereiten oder essen zu gehen. Das haben wir dann abends nachgeholt, wobei wir meistens selbst gekocht haben.

      Das mit den Offline-Maps ist ein guter Tipp. Ich benutze Sygic auf dem iPhone, da habe ich die Karten fürs Auto auch immer offline dabei.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  2. Ist Urlaub denn noch Urlaub wenn man auch dort immer noch an das Sparen denkt? Ich weiß nicht, es muss ja kein extrem teurer Urlaub sein, aber in einem Urlaub will ich an gar nichts denken müssen. Nicht an die Arbeit und auch nicht an das Sparen…

    Dazu kommt, dass ich nicht an fremden Menschen (ja auch Freunde gehören dazu) mein Auto oder gar meine Wohnung (Bett?!) für mehrere Wochen überlassen würde.
    Ich weiß zum Beispiel das andere Menschen (sei es fremde oder Freunde) anders mit Dingen umgehen. Das heißt, ich will nicht wissen wie die Leute dann mit meinen Sachen umgehen werden. Ich leihe ja schon äußerst selten Dinge aus, weil ich weiß wie ich es dann wieder zurück bekommen werde. Die Kindheit prägt…

    1. Hallo Gurki,
      das kommt drauf an, wie sehr man das auslebt. Wenn ich bei jedem Souvenir oder jedem Erlebnis jeden Euro drei mal umdrehe, würde mir sicherlich der Spaß an der Sache verloren gehen. Aber wenn ich vorher gut plane und alleine während der Vorbereitung einiges sparen kann (Flug, Auto, Unterkunft), dann kann ich mit ruhigem gewissen vor Ort etwas mehr ausgeben. Abgesehen davon wäre ich überhaupt nicht glücklich, wenn ich nach dem Urlaub feststelle, dass ich mein Budget um mehrere hunder/tausend Euro überschritten habe. Das heißt aber nicht, dass wir uns im Urlaub nichts gegönnt haben.
      Wir haben z.B. etwa 400€ pro Kopf für Tauchkurse und Tauchgänge ausgegeben. Das verstehe ich nicht unter „Verzichten“. Wir haben das gerne ausgegeben und einfach mit eingeplant. Im Urlaub haben wir darüber dann nicht nachgedacht. Und in Deutschland hätten wir locker 700€ bezahlt. Insofern: gut gespart.

      Für mich gibt es zwei Arten von „Sparen“:
      1. Extremsparen: Versuchen so viel wie möglich zu sparen, viel verzichten, …
      2. Wohlfühlsparen: Kostenbewusst handeln und an den Stellen sparen, die einem nicht „weh tun“.

      Insbesondere im Urlaub kommt für mich nur Option 2 in Frage. Wenn ich gerne essen gehen möchte, dann tu ich das. Auf bestimmte Dinge wie ein 4-Sterne-Hotel kann ich jedoch verzichten. Im Alltag lebe ich dafür sicherlich noch etwas sparsamer.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  3. Ich würde auch nicht zu viel im Urlaub ständig über das Sparen nachdenken…lieber im Vorfeld bei der Planung berücksichtigen (nicht zu teures Ziel, günstige Unterkunft).

    Beim Thema „Essen wie die Lokals“ würde ich einfach vorschlagen: „Ask the locals“ und holt Euch Tips wo die essen gehen! Ich meine jetzt nicht die Hotel-Rezeption, sondern jemanden lokalen, zB Tauchguide, AirBnB Host, … Darüber haben wir schon echt tolle und günstige Restaurants und Bars gefunden 🙂

    1. Genau so handhabe ich das auch. Viele Kosten vor Ort sind ja auch garnicht so planbar. Da lege ich lieber vorher ein Budget fest und versucht im Vorfeld bei Flug, Unterkunft und Auto ordentlich zu sparen. Dies sind in der Regel die teuersten Posten und wenn man da etwas spart fällt das Vor-Ort-Budget umso größer aus.

      Im Urlaub tracken wir dann eigentlich nur noch unsere Ausgaben um zu sehen, wie wir im Plan liegen. Einfach nur um hinterher nicht überrascht zu sein. Sollte sich eine Überschreitung abzeichnen kann man immer noch überlegen ob das okay ist oder ob man sich einschränken möchte.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      P.S.: Unsere Tauchguides hatten auch die besten Lokal-Tipps für uns. Also sehr zu empfehlen 🙂

  4. Ich dachte schon, ich wäre ein bisschen freaky was das Reisekosten „Controlling“ angeht. Aber mir vorher den Verbrauch des Mietwagens und die daraus resultierenden Spritkosten auszurechnen ist mir dann doch des Guten zu viel 🙂 Irgendwie soll Urlaub ja auch Urlaub sein…
    Das mit dem frühen Flug buchen ist mir auch schon zum Verhängnis geworden. Da war der Langstreckenflug 3 Wochen vor Reisebeginn satte 200€ (!!!) billiger als ich ich Monate vorher bezahlt hatte (540€ vs. 340€). Aber das war dann wahrscheinlich die Ausnahme bestätigende Regel :/

    Auf jeden Fall viele gute Tipps dabei. Und 16. ist ja mein Favorit. Im Gegensatz zu Gurki stelle ich mich da überhaupt nicht an! Ich habe jahrelange Erfahrungen im Auto und Wohnung untervermieten. Zu 99% sind diese sehr gut! Die Leute wollen sich einfach keine Blöße geben und meine Wohnung habe ich regelmäßig ordentlicher zurück übergeben bekommen als ich sie überlassen habe (und ich bin ein sehr ordentlicher Mensch!). Das Auto kam oft frisch gewaschen und gesaugt zurück. Alles ist über die entsprechenden Plattformen versichert und überhaupt kein Problem. Auch hier kann es aber natürlich Ausnahmen geben, die die Regel bestätigen.

    Aber sich in einem Land rumzutreiben, wo man günstiger als zu Hause durch den Tag kommt, und gleichzeitig Einnahmen für die untervermietete Bude und Karre zu haben ist ja genau mein Ding 🙂

    1. Moin Vincent,
      ja bei den Flügen haben wir auch lange überlegt. Manchmal hat man kurz vorher noch das Glück einen günstigen Restposten zu ergattern. Aber das haben wir uns ehrlich gesagt nicht getraut. Wir haben gewartet bis die Preiskurve relativ günstig war und dann zugeschlagen. Wir haben allerdings nach dem Kauf die Strategie verfolgt, nicht mehr nachzusehen. Da spart man sich den Ärger, zu wissen, dass man zu teuer gekauft hat. 😉

      Beste Grüße
      Tobias

  5. Ich war auch schon in Südafrika und über das günstige Leben dort angetan. Hatte mir damals auch eine lokale Sim-Karte besorgt, aber mehr zum telefonieren (mit der nächsten Unterkunft etc.). Ich war leider nur 2,5 Wochen dort, viel zu kurz, es ist ein super vielfältiges Land in dem es echt viel zu entdecken gibt. Ähnliches kann ich über Peru sagen, da war ich mal 6 Wochen. Der Flug ist das teuerste, vor Ort kann man echt günstig leben.
    Man gewöhnt sich schnell an die günstigen Preise, und lässt sich dann nicht so schnell „über’s Ohr hauen“ weil man einen Preis mit anderen lokalen Preisen in Verhältnis setzen kann („Ok, das sind umgerechnet 25 Euro…. aber moment mal, dafür könnte ich hier ja 3 Mal schick essen gehen!“)

    In Hostels und anderen günstigen Unterkünften bekommt man von anderen Reisenden (oder dem Vermieter) oft gute Tipps was sich zu sehen lohnt und was man sich sparen kann, wo man gut und günstig essen oder einkaufen kann und so weiter.

    In meinen Urlauben achte ich schon ein wenig aufs Geld aber gönne mir auch gerne mal Luxus: eine Fußmassage in einem edlen SPA, ein gutes Essen in einem schicken Restaurant…
    Und ich kaufe gerne Kleidung oder Gebrauchsgegenstände als Souvenirs für mich selber. So habe ich mir zum Beispiel eine Handtasche in Peru gekauft, die mich dann einige Jahre lang immer wieder an diesen tollen Urlaub erinnert hat.

    1. Hallo Julia,
      so sehe ich das auch. Gerade wenn der Flug so teuer ist, spart man relativ gesehen einiges, wenn man länger bleibt. Ich kenne Menschen, die jedes Jahr für zwei Wochen nach Südafrika fliegen. Abgesehen davon, dass im Prinzip zwei Tage für die Reise drauf gehen relativieren sich dabei die Kosten auch überhaupt nicht. Da fliege ich lieber seltener und bleibe dafür länger.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

  6. Normalerweise mache ich das nicht… aber es ist in diesem Fall eine super Ergänzung für deinen Artikel und die Leute, die Geld im Urlaub sparen wollen. Ich möchte auf eine fiese Gebührenfallen beim Geldabheben im Ausland aufmerksam machen:

    http://www.bankenmaerchen.de/geldabheben-im-ausland/

    Immer öfter wird den ahnungslosen Urlaubern am Geldautomat die Frage gestellt: „Euro oder Fremdwährung“… Natürlich wählt man instinktiv „Euro“. Aber das war auch schon die Falle. In diesem Fall legt der Geldautomatenbetreiber den Umrechnungskurs fest. Und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass dieser um einiges schlechter ist, als der offizielle Wechselkurs von Visa und Mastercard. Also… Augen auf beim Geldabheben! 🙂

  7. Hi Finanzfisch,

    Hätte jetzt eigentlich einen „Shitstorm“ in den Kommentaren erwartet, dass es ja gar nicht geht, dass Du im Urlaub nur sparen würdest wollen – gönn Dir, wäre mehr angebracht. Das kam bisher nur vereinzelt.

    Ich glaube, das liegt daran, dass Deine Follower-Community bereits ihren Mindset auf finanzielle Freiheit gestellt hat. Viele Deiner Tipps werden nämlich nicht dazu führen, dass das Urlaubserlebnis weniger toll ist, sondern es sogar authentischer machen – ich denke z.B. an „eat like the locals“, „Mietwohnung statt Hotel“, etc.

    Viele Grüße,
    FF

    1. Hi finanziellefreiheit,
      ja so sehe ich das auch. Einige (nicht alle) dieser Tipps habe ich in Südafrika berücksichtigt und sie haben die Reise erst richtig gut gemacht. Ich sehe es so, dass Sparen uns nicht unglücklich machen sollte, weder im Urlaub noch im Alltag. Sparen sollte, wenn man ein finanzielles Ziel hat, eher zur Gewohnheit werden, mit der man sich wohl fühlt. Dann spricht auch nichts dagegen im Urlaub sparsam zu leben.

      Und vom Erholungs- und Spaß-Faktor mache ich lieber mehrere günstige Urlaube als einen teuren. Zwei Wochen All-Inclusive hätten zwar genau so viel gekostet wie ein Monat Südafrika aber nicht halb so viel Spaß gebracht und mir nicht annähernd dasselbe „Abschalten“ ermöglicht.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      P.S.: Und ich bin froh über meine Leser und dass der Shitstorm ausbleibt 😉

      1. …Dein PS gib mir zu denken: Einerseits ist es schön, dass Deine Leser offenbar Deine Meinung teilen. Andererseits frage ich mich, ob es uns in ausreichendem Maß gelingt nicht nur ähnlich denkende Zeitgenossen anzusprechen, sondern auch mögliche finanzielle Hazardeure zu gewinnen. Ich denke, dass das auch unser Anspruch sein sollte. Was meinst Du?

        1. Hallo FF,
          da stimme ich Dir nur zum Teil zu. Es ist ein großes Problem, dass man mit einem kleinen Blog üblicherweise keine Leser findet, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen. Ich hoffe, dass sich dies mit steigender Facebook- und Twitter-Präsenz ändert, aber da stehe ich noch ganz am Anfang.

          Dennoch freue ich mich, wenn meine Leser freundlich und höflich sind. Es gibt ja durchaus andere Meinungen, die aber sachlich und verständlich geschrieben sind. Und das finde ich gut. Nur weil es unterschiedliche Einstellungen zu einem Thema gibt muss es ja nicht immer gleich einen Shitstorm geben. 😉

          Im Übrigen ist ja auch die Zahl der Kommentare im Vergleich zur Zahl der Leser extrem gering. Nun habe ich in diesem Artikel ja auch nur ein paar Tipps aufgeschrieben. Das polarisiert nicht so stark wie eine kontroverse Meinung zu einem Thema wie z.B. der Armutsschere öffentlich zu machen.

          Insofern: Ja es wäre schon cool, ein paar themenfremde Leser auf den Blog zu kriegen, aber ich hoffe, dass die Diskussionen auch dann noch sachlich und freundlich bleiben. 😉

          Viele Grüße
          Der Finanzfisch

  8. Hi FF,
    erst Mal vielen Dank für den ausführlichen Blogbeitrag.

    Braucht man für den Urlaub wirklich Regeln beim Geld ausgeben ? Ich möchte im Urlaub einfach nicht auf jeden Penny gucken, oft tun sich Abenteuer auf die an die man gar nicht gedacht hat. Die werde ich niemals ausschlagen , nur weil es in meiner „Urlaubskalkulation“ nicht vorkam.

    Ganz besonders schlimm sind Geizhälse die mit einem reisen und einem dann den Urlaub kaputt machen. Da geht es schon am Flughafen los, das Auto was Sie gebucht haben steht nicht zur Verfügung, wir bieten Ihnen ein kostenloses Upgrade in die nächste Fahrzeugklasse an. Sagst Du dann auch nein , weil deine Spritkalkulation nicht mehr stimmt ^^ ?

    Jetzt könnte man glaube oh ein Beitrag von einem Konsumopfer …
    Nein ganz und gar nicht, ich werfe nicht Geld um mich, auch nicht im Urlaub, aber manche Sachen gehen zu weit und beschränken Dich dabei das Leben zu genießen.

    Es gibt einige Punkte auf deiner Liste , die für mich sowieso vollkommen normal sind , weil ich das so von meinen Eltern gelernt habe. Wie z.B lokale Restaurants nutzen und nicht unbedingt die direkt an der Promenade …,wenn man sowieso ein Mietwagen hat, dann kann man auch in kleinen Ortschaften abseits vom Tourismus, meistens besser und günstiger essen.

    Günstiger wohnen als bei Airbnb , geht es halt nicht. Ich finde dieses Portal großartig, die meisten Gastgeber waren super nett und haben sich große Mühe gegeben.

    Lokale Simkarte kaufen ist natürlich super, man kann ja auch mal vesuchen ohne Always On auszukommen. Eigentlich findet man überall WLAN und zum Telefonieren gibt es ja Whatsapp , WLAN Call , Skype und Co…

    Zu guter Letzt muss ich mir leider selbst eingestehen ich habe selber Regeln für den Urlaub 😉 .

    Ich setze mir vorher den Betrag X für den Urlaub fest und überschlage dann schon im Kopf wie viel ich täglich ausgeben kann… . Allerdings halte ich das bestimmt nicht jeden Tag im Urlaub nach… , das brauche ich auch nicht, weil es auch so ganz gut funktioniert.

    Trotzdem ist es sehr interessant wie viel Geld die Leute im Urlaub ausgeben.

    Ein Kumpel von mir hat die nahezu gleiche USA Reise gemacht. Die Differenz betrug über 1200€ .

    PS: Sparen ist super, Geiz ist scheiße !

    mfg sharky !

    1. Moin Sharky,
      da muss ich Dir voll und ganz zustimmen. Im Urlaub gebe ich auch gerne etwas mehr aus, wenn es sich für mich lohnt. Generell plane ich mein Urlaubs-Budget immer so groß, dass ich genügend Luft nach oben habe. Schlimmstenfalls wird der Urlaub günstiger und ich habe mehr Reserve. Auch die Sprit-Kalkulation ist bei mir sehr vage, da ich vorher noch nicht genau weiß, wieviel ich fahren werde. Aber ich kann abschätzen ob es eher 2000 oder 4000km werden und das entsprechend einkalkulieren. Ich pflege alleine schon deshalb mein Budget regelmäßig, da ich das auch im Alltag mit einer Budget-App mache und es mich im Urlaub kaum Zeit kostet, das auf einem aktuellen Stand zu halten.

      Wenn ich mit Freunden in den Urlaub fahre und die Kasse für 8 Personen verwalte sieht es natürlich noch etwas anders aus. Da möchte ich frühzeitig wissen, ob das eingeplante Budget reicht, da ich schließlich nicht alleine entscheiden kann ob und wieviel teurer der Urlaub werden darf.

      Ich teile aber Deine Meinung, dass man es sich im Urlaub gut gehen lassen sollte. Ich stehe da auf dem Standpunkt, dass Urlaub eh genug kostet und es auf (ein paar) hundert Euro mehr oder weniger nicht drauf ankommt. Deshalb lebe ich das Sparen auch nur so aus, dass ich / wir uns wohl fühlen. Eventualitäten werden einfach großzügig im Budget einkalkuliert und basierend auf dieser Kalkulation entscheide ich dann, ob der Urlaub so für mich sinnvoll ist. Wenn ich feststelle, dass ich dafür mein langfristiges Vermögen anknabbern müsste, ist es evtl. nicht sinnvoll und ich plane anders.

      Aber da muss eben jeder selbst wissen, wie wichtig der jeweilige Urlaub für ihn ist. Für den einen ist es völlig okay im Zweifel sein Aktiendepot aufzulösen und für den anderen (wie für mich) soll ein Urlaub im Rahmen meiner kurzfristigen Rücklagen bleiben und auch diese nur maßvoll verbrauchen.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

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