Sparquote Juli 2016

Mit meiner Sparquote im Monat Juli 2016 habe ich fast wieder einen Rekord gebrochen. Einen Negativrekord, um genau zu sein. Dieser liegt seit Beginn der Aufzeichnung nämlich bei einer Quote von 59,07% für langfristigen Vermögensaufbau (Februar 2016).

Im Juli bin ich nur auf 61,32% für den langfristigen Vermögensaufbau und -3,97% für kurzfristige Ausgaben gekommen. Dafür gibt es natürlich auch einen Grund.

Grund für den Sparquotenrückgang im Juli

In diesem Monat haben wir Flüge für eine längere Reise / einen längeren Urlaub gebucht. Ein absoluter Grund zur Freude, jedoch hinterlässt es mit etwa 600€ p.P. durchaus seine Spuren in den Finanzen.

Daher habe ich neben meiner fixen Sparquote am Anfang des Monats (diese Beträgt etwa 63,72% meines Nettogehalts) kaum weiteres Geld für den langfristigen Vermögensaufbau beiseite gelegt sondern alle weiteren Einnahmen größtenteils zur Kompensation dieser Ausgabe verwendet.

Somit betrug die Lücke am Ende des Monats „nur“ noch 133,02€. Das sind etwa 11% meiner kurzfristigen Rücklagen seit Beginn der Aufzeichnungen im Februar 2016.

Kurzfristige Rücklagen

11% klingt erst mal nach sehr viel. Allerdings bezieht es sich nur auf das, was ich seit Februar zurücklegen konnte. Selbstverständlich hatte ich auch vorher schon etwas für spontane Ausgaben zurückgelegt. Rechnet man das dazu, schmilzt die Rücklage nur um etwa 5%.

Das ist für mich auch okay, da solche Ausgaben nicht zu oft passieren und dieser Pott genau für Dinge wie Urlaub, Luxus oder Notwendigkeiten gedacht ist. Zudem sollte ich diese Defizit in einem normalen Monat wieder ausgeglichen haben.

Aufteilung meiner Sparquote

Das folgende Diagramm zeigt die Aufteilung meiner Sparquote für den langfristigen Vermögensaufbau.

Wie man sieht, geht der Großteil jetzt in Form automatischer Sparaufträge in verschiedene ETFs. Der P2P-Anteil teilt sich in diesem Monat im Verhältnis 2:1 zwischen Mintos und Twino auf. Im August wird dieser Anteil reduziert werden. Dafür werde ich vermutlich nur noch eine Plattform (Twino) besparen.

Prognosen für August und September

Auch im August wird meine Sparquote vermutlich etwas gequält aussehen. Ende August steht noch ein kleiner Urlaub an, für den ich aber schon vor Beginn der Aufzeichnung Rücklagen gebildet habe. Dennoch möchte ich die Rücklagen nicht unnötig belasten und lieber so gut es geht aus laufenden Einnahmen bezahlen.

Selbstverständlich bleibt der fixe Teil meiner Sparquote für den langfristigen Vermögensaufbau davon aber vollkommen unbelastet.

Neben den schönen Dingen wie Urlaub kündigt sich aber auch eine teurere Reparatur am Fahrrad, vielleicht sogar ein komplett neues Rad, an. Insbesondere eine neues Fahrrad würde natürlich ein riesiges Loch in die kurzfristigen Rücklagen reißen. Das will daher gut überlegt sein. Auf der anderen Seite fahre ich mit dem Rad mehrere Tausend Kilometer im Jahr und bin daher sehr auf ein schnelles, sicheres und zuverlässiges Rad angewiesen.

Du siehst: Die nächsten Monate werden eine Herausforderung für meine Sparquote. Ich werde jedoch felsenfest an meiner fixen Sparquote festhalten und lediglich den variablen Anteil mehr in Richtung der kurzfristigen Rücklagen bzw. Ausgaben lenken.

Und wie läuft’s bei Dir?

Ich bin gespannt, wie es bei Dir läuft und wie Du vorgehst. Wieviele Pötte hast Du? Ich habe einen für kurzfristige Ausgaben und einen für den langfristigen Vermögensaufbau. Ich kenne aber auch Leute die für die verschiedenen Bereiche verschiedene Pötte haben.

Wie machst Du es und welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

5 Comments

  1. Ich finde es interessant bei einer Sparquote von 50% von einem Negativrekord zu sprechen.
    Die meisten wären schon sehr stolz, wenn sie über 10% ihres eigenen Gehaltes im Monat für langfristigen Vermögensaufbau sparen könnten. Das meiste gesparte Geld wird einfach nach kurzer Zeit wieder ausgegeben.

    Ich bin aktuell noch in meinem dualen Studium und meine Sparquote liegt im Moment bei 40% für den langfristigen Vermögensaufbau. Das ist auch das einzige, was zählt, denn das Geld, welches nur kurzfristig zurückgelegt wird, ist ja dafür gedacht es in nächster Zeit wieder auszugeben.

    Da meine Kosten kaum noch weiter reduziert werden können, versuche ich derzeit meine Einnahmen weiter zu erhöhen und dann komplett für den Vermögensaufbau zu sparen. Dadurch kann ich meine Sparquote noch weiter erhöhen.

    1. Hi Dominik,
      das ist mir durchaus bewusst. Bezogen auf die Zeit vor den Aufzeichnungen ist ~60% eine wahnsinnige Leistung. Davor waren es vermutlich eher so 30-40% einfach nur deshalb, weil ich es nicht genau gemonitort habe.

      Während des Studiums 40% zu sparen ist eine richtig gute Leistung. Das hätte ich während meines Studiums nicht geschafft. In der letzten Phase meines Studiums war es sogar so, dass ich mich fast nur noch um meine Masterarbeit gekümmert habe und in dieser Zeit auch etwas aus der Reserve gelebt habe. Aber genau dafür ist die ja auch da.

      Neben dem Studium zu arbeiten ist gut. Das habe ich auch die meiste Zeit gemacht. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Studium darunter nicht leidet. Wenn man nur für eine höhere Sparquote länger studiert, verschwendet man wertvolle Zeit in der man in einem „richtigen“ Job viel mehr Geld verdienen könnte. Sofern die Arbeit aber sogar noch zum Studieninhalt passt, erhöht sie sogar die Jobchancen. Das habe ich als Informatiker extrem gemerkt. Ich habe nebenbei schon immer in Software-Projekten gearbeitet und viel programmiert. Damit war es neben einem vernünftigen Abschluss sehr einfach, einen guten Job zu bekommen.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

      1. Der Unterschied ist ja, dass du ein normales Studium gemacht hast, während ich ein duales Studium mache, bei dem ich bezahlt werde.

        Ich werde darauf achten, dass ich mein Studium nicht vernachlässige, denn das steht bei mir an erster Stelle. Was bringt es durch enormen Aufwand ein paar 100€ mehr im Monat zu verdienen, wenn dafür dann die Haupteinnahmequelle wegfällt? Zudem investiere ich mit dem Studium auch in mich selbst und habe danach viel mehr Potential beim Verdienst, um meine Sparquote explosiv nach oben zu treiben.

        Ich glaube bei Informatik (wie bei vielen anderen Studiengängen auch) ist die Arbeit nebenher sehr sinnvoll. Dadurch ist es möglich die schnöde Theorie in der Praxis umzusetzen und so lernst du auch viel schneller.

        Das war auch ein Hauptgrund für mich ein duales Studium zu machen.

        Schöne Grüße

        Dominik

  2. Hey,

    lass denn Kopf nicht hängen. Denn deine Quote ist mehr als beachtlich und solche Ausreißer sind ganz normal. Mir ging es auch so im Juli. Habe etwas gekauft, was meine ausgaben etwas aus dem Ruder laufen haben lassen. Aber das ist normal zumal dies ja nicht die Regel ist.

    Sei bitte trotzdem Stolz auf deine Ergebnisse!

    Viel machen sich darüber keine Gedanken. Ein wichtiger punkt ist ja schon, dass du dir darüber Gedanken machst. Und selbst merkst, dass sich etwas verändert. Somit bist du schon um einiges weiter als manch anderer.

    Ich denke, dass jeden von uns die Sommer Monate etwas abverlangen. Zumindest finanziell. Denn jeder versuchst denn Sommer auf seine Art und Weise zu nutzen und dies kostet oft auch Geld.

    Konnte im Juli 55% erzielen, wobei ich Spar-Beträge nicht mit einrechne. Sondern nur tatsächlich Investiertes Geld.

    Liebe Grüße

    Christian 🙂

    1. Hi Christian,
      keine Sorge. Das mit dem Negativrekord war eher scherzhaft gemeint und mir ist durchaus bewusst, dass das noch immer eine gute Leistung ist. Und natürlich freue ich mich auch sehr darüber. 🙂

      55% sind ebenfalls eine super Leistung. Wenn ich den Tagesgeld-Anteil bei mir abziehe, komme ich auf deutlich weniger. Knapp 50% schätze ich, wären das bei mir.

      Die konkreten Zahlen sind für mich eigentlich nicht ganz so wichtig aber ich finde es gut eine langfristige Entwicklung zu sehen und regelmäßig den Status Quo zu überprüfen. Dann fallen ungewollte Veränderungen viel schneller auf. Daher ist der Rückgang dieses Mal auch nicht wirklich kritisch da die Ausgabe für den Flug natürlich bewusst passiert ist.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch 😉

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