Wie Instagram den Finanzfisch zu “Social Detox” zwang

Ich bin raus. Jedenfalls vorerst. Wie du vielleicht mitbekommen hast, ist @finanzfisch von Instagram spurlos verschwunden. Wo noch Anfang der Woche ein mühsam über Jahren aufgebauter Instagram-Kanal mit über 200 Posts und 750 Followern das Auge erfreute, zeigt sich heute dieses traurige Bild.

Instagram hat beschlossen, meinen Account permanent zu deaktivieren

Ja. Ich war auch erstaunt, als ich das gelesen habe. Angeblich, so sagt man, hätte ich gegen die “Terms & Conditions” verstoßen. Man sagt mir jedoch nicht, gegen welchen Teil davon und selber komme ich auch nicht drauf. 😅

Der Prozess, mit dem man erbitten und erbetteln kann, dass die Gewaltenträger bei Instagram sich erweichen lassen, einem den Account zurückzugeben, ist kaputt. Er erfordert nämlich, dass man sich in den Account einloggt, um zu bestätigen, dass er einem gehört. Und der Login klappt natürlich nicht, weil Instagram ja den Account deaktiviert hat. 🤯

Eine Hotline gibt es natürlich auch nicht. Wer hat schon Zeit, sich mit lästigen Nutzern rumzuschlagen.

  • Deren Daten nehmen und weiterverkaufen? Na klar!
  • Dafür Support bieten? Auf keinen Fall!

Greifen nach jedem Strohhalm

Fast zwei Stunden habe ich damit zugebracht, einen Weg zu finden, über den ich meinen Account zurückbekommen kann. Bisher ohne Erfolg.

Ich habe versucht,

  • den kaputten Prozess über die Bug-Report-Funktion zu melden (bislang kein Erfolg).
  • Instagram von einem anderen Account eine Direktnachricht zu senden (bislang keine Antwort).
  • Instagram eine E-Mail zu schreiben (nicht möglich)
  • mich am Computer einzuloggen (nicht möglich)
  • mein Passwort zurückzusetzen (nicht möglich)
  • über den Facebook Business-Manager zugriff zu erhalten (nicht möglich)
  • in der Finanzblogger-Community um Rat zu fragen (wie immer alle sehr hilfsbereit, aber leider hat auch keiner der Tipps bisher zu einem Ergebnis geführt)
  • den Support für Werbende auf Facebook zu kontaktieren (vermutlich der einzige Weg, einen echten Menschen zu erwischen)
  • meinen Account als gehackt zu melden (mal sehen ob das klappt).

Letzteres hat immerhin zu einer automatischen E-Mail von Instagram geführt mit weiteren Fragen. Und dieser Schritt scheint mir überaus logisch. Wenn ich nicht gegen die Regeln verstoßen habe, aber mein Account, so muss jemand anderes Zugriff auf meinen Account haben. 🕵️‍♂️

Bisher allerdings ohne das gewünschte Ergebnis.

Sauer, frustriert, traurig, enttäuscht, machtlos

Dieses Ereignis hat mich ziemlich unerwartet erwischt und macht mir wieder bewusst, wie sehr wir uns doch an US-Konzerne binden und von deren Willkür abhängen. Natürlich ist es nur ein Social Media Account. Das Ding hat einen hohen emotionalen aber auch finanziellen Wert. Schließlich ist Reichweite auf Social Media heutzutage das A und O.

Instagram war zu einigen Menschen, mit denen ich in der letzten Zeit Kontakt hatte der einzige Kommunikationskanal. Das heißt, diese Menschen habe ich erst mal verloren, wenn ich ihren Instagram-Namen nicht mehr kenne. 😱

Ganz zu schweigen von den Tagen und Wochen an Arbeit, die ich in den Aufbau dieses Kanals gesteckt habe. Viel Zeit, Liebe und Herzblut steckt in diesem Kanal. Instagram hat dies einfach so mit einem Klick vernichtet.

Mein Rest-Vertrauen, dass ich in den Konzern Facebook noch hatte, ist im Moment ziemlich erschüttert. Was ist, wenn Facebook sich morgen überlegt, auch noch meinen anderen Instagram-Account zu sperren? Oder meinen Facebook-Account? Oder meinen WhatsApp-Zugang? 😳

Mich hat das in der Vergangenheit nicht groß gestört. Hat ja alles super funktioniert. Facebook war für mich immer ein Segen. Ich habe sogar Aktien … Doch jetzt wird mir klar, wie willkürlich das Ganze ist und wieviel Macht der Konzern hat. Und wir sind wirklich auf dessen Erbarmen, bzw. auf das Erbarmen der zuständigen Mitarbeiter, angewiesen. Sofern denn jemand zuständig ist.

Diese Abhängigkeit von etwas so Fragilem ist für mich nicht länger hinzunehmen. Daher bin ich auf der Suche nach Alternativen zu Produkten des Facebook-Konzerns.

Aus Schmerzen lernen

Im Moment bin ich sehr traurig und niedergeschmettert. Aber wie immer gilt: Schmerzen sind dazu da, um uns etwas mitzuteilen. Und ich habe die Botschaft verstanden.

Es wird Zeit, Facebook und allen Facebook-Produkten über Kurz oder Lang den Rücken zuzukehren. Für die Kommunikation werde ich künftig versuchen, eher Telegram als WhatsApp zu nutzen. Und ich habe jetzt auch einen eigenen Finanzfisch-Telegram-Kanal, dem du sehr gerne beitreten kannst. 😊

Für eine gute Social-Media-Plattform fehlt mir derzeit noch eine gute Alternative, aber vielleicht ist so ein bisschen “Social Detox” ja auch gar nicht so schlecht. Danke Instagram!

Ein weiteres Learning ist mal wieder, das wir uns nicht ausschließlich auf einen Kanal verlassen dürfen, da dieser Kanal aus welchen Gründen auch immer ausfallen kann. Das gilt, wenn du Produkte online verkaufst genauso, wie wenn du versuchst, Menschen online zu erreichen und eine Social-Media-Präsenz aufzubauen. Natürlich habe ich noch andere Kanäle, aber Instagram ist in der letzten Zeit zu meinem Lieblingskanal geworden und ich habe hier verstärkt Zeit und Arbeit reingesteckt.

Aufruf: Du kannst mir helfen!

Wenn du noch einen Tipp hast, wie ich meinen Account wiederbekommen kann: Immer her damit!

Und ansonsten freue ich mich natürlich sehr, wenn du meinem Telegram-Kanal beitrittst.

Darüber bin ich dankbar für Kommentare mit Alternativen zu Facebook-Produkten. Was nutzt du so?

Lass mich auch gerne wissen, wie du auf diesen Artikel gestoßen bist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht Instagram ist. 🙈

Fazit

Ich habe keine Ahnung, ob ich meinen Instagram-Account @finanzfisch jemals wiedersehen werde. Viel Zeit, Geld, Arbeit und vor allem soziale Interaktion wurde hier mit einem Schlag vernichtet.

Wenn wir über diesen Account im Kontakt waren, tut es mir leid, dass ich nicht mehr zurückschreiben konnte und vielleicht unser gesamter Chat einfach verschwunden ist. Instagrams Entscheidung, nicht meine. Wenn du mit mir wieder Kontakt aufnehmen magst, haben wir unter Anderem die folgenden Alternativen:

Ich wünsche dir, dass dir so etwas niemals passiert und das Instagram hier insgesamt nachbessert. Danke, dass du meinen “Rant” bis hierhin gelesen hast 😁

Hast du bereits ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ist deine Meinung dazu?

3 Comments

  1. Jo, die Erfahrung habe ich auch schon machen dürfen. Man ist den Konzernen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Kleines Beispiel: iPhone App, PromilleRechner, Einnahmen ca. 200 Euro im Monat, bis Apple gesagt hat, solche Apps wollen wir nicht mehr haben. Rauswurf, Einnahmequelle versiegt. Widersprich nicht möglich.
    Wer darauf irgendwie sein Geschäft aufbaut, ist immer abhängig. Leider kann ich Dir keinen Tipp geben.

    1. Wow, das ist auch echt ätzend. Ja, ich fürchte, da lässt sich nicht viel machen. Ich werde Instagram weiter nerven. Aber wenn sie nicht wollen, dann wollen sie nicht.

  2. […] Wie Instagram den Finanzfisch zu “Social Detox” zwang – und zack ist der Instragram-Kanal gesperrt. Warum? Keine Auskunft! Widerspruch? Nicht vorgesehen. Letztlich ist es immer ein Tanz mit dem Teufel, wenn man seine Existenz auf solche großen Konzerne aufbaut. Eigenes Beispiel: Promille Rechner für das iPhone programmiert, schöne 200 Euro Einnahmen im Monat, bis Apple sagte, dass solche Appe keine Zukunft mehr haben. Gleiches gilt auch für Youtube-Kanäle, die falsche Meinung, eine falsche Einordnung und man ist erstmal raus. […]

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