10 kostenlose oder günstige Fortbildungsmöglichkeiten

Für mich ist ein Leben ohne Lernen absolut unvorstellbar. Nicht nur, weil der Fortschritt in meiner Branche so rasant und unbarmherzig ist, dass man sofort den Anschluss verliert, wenn man sich nicht regelmäßig weiter bildet, sondern auch, weil es einfach Spaß bringt.

Auch wenn ich es in der Schule niemals für möglich gehalten hätte: Lernen ist mittlerweile eines meiner größten Hobbys geworden. Und dabei ist es fast egal, was ich lerne. Hauptsache ich probiere etwas Neues aus und bin hinterher schlauer als vorher.

Das können Programmiersprachen, eine Sportart oder etwas ganz anderes sein. Über den Tellerrand hinaus zu schauen schadet ja bekanntlich nie. Und so beschäftige ich mich in meiner Freizeit auch mit Themen wie Teambildung, Führung und Psychologie. In meiner Rolle als Software Entwickler benötige ich dieses Wissen und die Fähigkeiten nicht direkt. Aber sie schaden auch nicht und sind eher hilfreich als hinderlich.

Darüber hinaus hat stetiges Lernen noch einen riesigen Vorteil, den man nie vergessen sollte: Wer regelmäßig etwas lernt, bleibt geistig flexibel und kann sich viel schneller auf Veränderungen einstellen. Die Auffassungsgabe sowie das Erinnerungsvermögen werden trainiert.

Das schadet auch nie. Daher suche ich immer nach Gelegenheiten, um etwas zu lernen und mich sozusagen neuen Reizen auszusetzen. Das können kostenpflichtige Konferenzen oder Fortbildungen sein. Aber dank Internet gibt es natürlich auch viele kostenlose Quellen für die tägliche Dosis Wissen.

In diesem Beitrag möchte ich nur 10 kurz vorstellen.

1. Blogs

Für mich als Blogger ganz selbstverständlich stehen Blogs auf Platz Eins. Zu fast jedem Thema gibt es viele gute Blogs. Und wenn nicht, dann mach halt einen auf!

Ich folge vielen Blogs via Feedly und auf Twitter und werde so regelmäßig über interessante Artikel informiert.

Siehe dazu auch meine Blog- & Podcast-Seite.

2. Podcasts

Podcasts sind für mich deshalb so ein tolles Medium, weil ich als leidenschaftlicher Radfahrer meine Hände und Augen meistens für den Verkehr benötige. Dank Podcasts kann ich trotzdem jeden Tag auf dem Arbeitsweg schon etwas lernen.

Siehe dazu auch meine Blog- & Podcast-Seite.

3. YouTube

Manchmal habe ich diesen Zustand in dem ich keinen Bock mehr habe, etwas zu lesen. Aber ein spannendes und lehrreiches Video geht vielleicht noch rein.

Dafür eignet sich YouTube immer ganz gut.

4. Coursera

Deutlich professioneller, aber nicht immer kostenlos geht es auf Coursera zu. Hier stellen viele Universitäten mitschnitte Ihrer Vorlesungen inkl. Übungsmaterialien zur Verfügung.

Damit hat man also auch neben dem Beruf noch die Möglichkeit, die Uni-Bank zu drücken. Oft ist es so, dass die Kurse kostenlos sind, aber das Zertifikat am Ende etwas kostet.

Mir persönlich reicht der Kurs auch ohne Zertifikat, da ich mich schließlich aus eigenem Interesse fortbilde und nicht für eine Urkunde. Und wenn ein Arbeitgeber auf eine Urkunde besteht, ist es vermutlich eh der falsche Arbeitgeber. 😉

5. Udemy

Udemy ist Cousera relativ ähnlich. Allerdings gibt es hier auch viele Kurse von Privatpersonen oder Firmen. Ich habe hier aber schon sehr gute Erfahrungen (auch mit kostenpflichtigen Kursen) gemacht.

Häufig kosten die Kurse auch nur 10-50€. Und das ist für einen qualitativ hochwertigen Kurs wirklich eine Lachnummer.

6. Hackerrank, TopCoder, Coderbyte

Auch die Anzahl der Plattformen, auf denen man Programmieren lernen kann, ist in letzter Zeit rasant geschrieben.

sind nur einige. Aber da Programmieren laut unserer Bundeskanzlerin mittlerweile zu den Basisfähigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen, Programmieren) gehört (und da hat sie Recht!), passen diese Plattformen auch in diesen Artikel.

Auf besagten Plattformen geht es los mit den absoluten Grundlagen, so dass man auch als Einsteiger gut anfangen kann. Später werden die Aufgaben dann kniffliger und man muss nicht nur die Grundlagen können, sondern durchaus auch etwas länger nachdenken. Aber sowas bringt richtig Spaß. Dank Gamification sammelt man durch das Lösen der Aufgaben Punkte und steigt in einer Highscore-Liste auf. Es ist also fast wie Computer-Spielen, aber in sinnvoll.

Weiterer Vorteil: Wer einen Job als Programmierer sucht, kann sich mit diesen Plattformen auf Job-Interviews vorbereiten und evtl. sogar auf seinen Score verweisen.

Die Plattformen sind gänzlich oder jedenfalls in der Basis-Mitgliedschaft kostenlos.

7. Google Scholar

Wem Tipp 6 zu praktisch ist, dem dürfte Google Scholar mehr zusagen. Hier lässt sich nämlich nach wissenschaftlicher Literatur suchen. Wenn öffentlich zugänglich, werden hier auch die PDF-Versionen der Paper mit verlinkt.

Während meiner Uni-Arbeiten habe ich Google Scholar oft als Einstiegspunkt für Recherchen genutzt.

8. Meetups

Wer mal den Schreibtisch verlassen möchte, der findet über die Meetups-Plattform schnell Treffen zu Themen, die ihn interessieren.

Die meisten davon sind kostenlos und diese Meetups bieten eine tolle Gelegenheit, mal rauszukommen und mit neuen Leuten über interessante Themen zu sprechen oder Vorträge jeder Art zu hören.

9. Audible

Zwar nicht kostenlos aber ziemlich günstig: Hörbücher bei Audible*. Insbesondere Themen wie Psychologie, Menschen- und Unternehmensführung und Persönlichkeitsentwicklung sowie natürlich Finanzen lassen sich auch gut im Audioformate konsumieren. Daher hole ich mir von Zeit zu Zeit mal ein Audible-Abo, wenn sich genug interessante Kandidaten auf meinem Merkzettel angesammelt haben.

10. Kindle Unlimited

Kindle Unlimited* kostet etwa dasselbe wie Audible oder ein Netflix Abo, kann sich aber dennoch lohnen.

Manchmal findet man hier sehr interessante eBooks, die sich während des Abos kostenlos lesen lassen. Ich mache es hier genau wie mit Audible: Wenn ich eine kleine Auswahl von Büchern auf meiner Liste habe, nehme ich mir das Abo für einen Monat (oder zwei) und lese dann ein paar der Bücher.

Für mich lohnt sich ein Dauerabo nicht, da ich im Alltag zu wenig lese bzw. es bei Kindle Unlimited nicht genug Bücher gibt, die für mich interessant sind und deren Qualität gut ist.

Fazit

Es gibt unzählige Möglichkeiten, um kostenfrei oder für wenig Geld etwas Neues zu lernen oder alte Fähigkeiten aufzufrischen. Und diese Liste ist bei Weitem nicht erschöpfend.

Podcasts und Audible sind die Quellen, die ich am meisten verwende, einfach weil es fast immer geht. In meiner Freizeit nach der Arbeit oder am Wochenende beschäftige ich mich aber häufig auf mit Challenges z.B. auf Hackerrank um eine neue Programmiersprache zu lernen oder um mein algorithmisches Denken fit zu halten.

Welche Mittel nutzt Du fürs Lernen und zur persönlichen Fortbildung?

9 Gedanken zu „10 kostenlose oder günstige Fortbildungsmöglichkeiten

  1. Hallo Tobias,

    gelungener Artikel zu einem wichtigen Thema!

    Eine recht interessante Möglichkeit ist auch das von Apple bereit gestellte iTunes U. Hier kann man kostenfrei unzählige Kurse / Vorlesungen von vielen Hochschulen oder Universitäten zu tausenden Themen ansehen und sich so völlig kostenlos weiterbilden.

    Beste Grüße
    Michael von Finanz Hotspot

  2. Wow, echt cool, den Beitrag speichere ich mir mal ab. Die meisten von dir angesprochenen Seiten kannte ich noch gar nicht und sie klingen echt interessant.

    Viele Grüße

  3. Moin Tobias,
    tolle Übersicht. Ein paar Scahnen kannte ich auch noch nicht.
    Bei mir hört es nach deinen TOP 3 und vereinzelt mal Hörbücher leider auf. Der Grund ist einfach die Zeit. Mehr schaffe ich nicht. Bzw. nicht mal das in der Tiefe wie ich es gerne tun würde. Stark, dass du das neben Vollzeitjob und eigenem Blog hinbekommst.

    Beste Grüße
    Vincent

  4. Hallo,

    ich nutze auch readly.de. Für € 9,99 monatlich kann ich auf eine riesige Anzahl von internationalen Magazinen online lesen.
    Sind auch Wirtschafts- und Finanztitel dabei wie Börse online, Startup, Macher, Forbes usw.
    Technikmagazine interessieren mich auch. Und manchmal ist es nur ein für mich interessanter Artikel.
    Lese dadurch auch Inhalte, die ich sonst nicht gelesen hätte.

    Viele Grüße
    Haferflocke

    • Hi Haferflocke,
      Danke für den Tipp. Readly hätte ich auch schon mal. Aber habe es nur wenig genutzt. Bin nicht der typische Magazin-Leser und war überrascht, wieviel Werbung heutzutage in Zeitschriften ist.

      Aber man kann es glaube ich kostenlose testen und wer viele Magazine liest, kommt evtl. sogar günstiger weg.

      Viele Grüße
      der Finanzfisch

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