Mein Aktien-Portfolio

Erst seit dem 02.02.2016 besitze ich Aktienanteile von verschiedenen Firmen. Dennoch möchte ich dir heute einen Überblick über meine Positionen und meine Gründe für die Unternehmensauswahl nennen.

Am 2. Februar waren die meisten Aktien gerade deutlich gefallen und so schien es mir ein günstiger Zeitpunkt, um mir ein paar Aktien zuzulegen, mit denen ich mich bereits seit geraumer Zeit beschäftigt hatte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es besser gewesen wäre, noch etwas länger zu warten, da die Aktien noch deutlich weiter nach unten gesackt sind, aber so ist es nun mal.

Meine ersten Aktien

An diesem Tag habe ich Aktien von drei Unternehmen gekauft:

  1. Apple
  2. Amazon
  3. Facebook

Also alles Unternehmen aus dem NASDAQ-100. Mir ist das Klumpenrisiko an dieser Stelle durchaus bewusst, da alle Unternehmen etwa in der gleichen Branche angesiedelt sind und auch in einigen Segmenten in direkter Konkurrenz stehen.

Dem gegenüber steht aber, dass ich von den Produkten bzw. Dienstleistungen und den Geschäftsmodellen der Firmen sehr überzeugt bin und auch in der Zukunft noch weiteres Wachstumspotential sehe.

Ich gehe im Folgenden kurz auf die einzelnen Positionen ein.

Apple

Die Apple-Aktie habe ich mit dem Ziel „Buy-and-Hold“ gekauft. Mit 88,25€ / Aktie war sie gerade relativ günstig. Danach ist sie allerdings auf unter 82€ / Aktie gefallen. Mittlerweile liegt sie mit 96,55€ / Aktie wieder in der Gewinn-Zone.

Ich bin vom Unternehmen Apple nach wie vor sehr überzeugt. Zum Einen sind die Produkt extrem hochwertig und auf diesem Niveau nahezu konkurrenzlos. Preislich gibt es bei den Produkten noch einen großen Spielraum nach unten, so dass alleine durch eine Vergünstigung bestehender Produkte die Marktmacht weiter ausgebaut werden kann. Zum Anderen hat das Unternehmen enorm hohe Barreserven und somit das Potential, durch Zukäufe Innovation zuzukaufen.

In der Vergangenheit hat Apple es geschafft, mehrere Marktsegmente komplett zu revolutionieren. Aktuell passiert dies gerade wieder im Bereich Uhren, Schmuck und Mode. Darüber hinaus könnte sich auch im Bereich autonome Autos etwas tun.

Abseits dieser Spekulationen ist Apple aber ein sehr solides, erfolgreiches und stetig wachsendes Unternehmen und deshalb in meinen Augen für ein langfristiges Investment geeignet. Und: eine kleine Dividende gibt es auch. 😉

Amazon

Die Amazon-Aktie habe ich ebenfalls mit dem „Buy-and-Hold“-Gedanken gekauft. Mit 525,83€ / Aktie ist die Aktie nicht gerade günstig gewesen. In der Tat befindet sich diese Aktie aktuell auch im roten Bereich (525,44€, -0,07%). Die Entwicklung ist dennoch gut, da sie zeitweise über 7% im Minus war. Da Amazon aber ein stark wachsendes Unternehmen ist, habe ich mir hierüber jedoch keine Gedanken gemacht.

Klar ist, dass das KGV bei Amazon kein Faktor ist, den man für eine Bewertung heranziehen kann. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis lag 2015 bei 549,92. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass Amazon die Gewinne immer direkt reinvestiert. Dies kommt allerdings langfristig dem Unternehmenswachstum zu Gute.

In den letzten Jahren hat Amazon neben der Erfolgreichen E-Commerce-Plattform mit Kindle, Fire TV, Tablet und Smartphone genau wie Apple ein eigenes Ökosystem für die Verbreitung und Vermarktung eigener Inhalte aufgebaut. Dies wird dem Unternehmen langfristig weiter dabei helfen, seine Marktmacht auszubauen.

Eine Dividende gibt es natürlich nicht.

Facebook

Facebook ist das dritte Unternehmen, in das ich bei meiner ersten „Aktien-Kauf-Aktion“ investiert habe. Diese Aktie habe ich zugegebenermaßen spontan und fast zum Höchstpreis gekauft. Für 105,79€ pro Aktie.

Mir war klar, dass dieser Preis sehr teuer ist, jedoch gehe ich auch hier davon aus, dass Facebook durch das Vordringen in den Bereich Mobile Payment und den Ausbau des Internets in Entwicklungsländern ein hohes Potential für die Ausweitung seiner Marktmacht und somit ein hohes Wertsteigerungspotential hat.

Als Werbeplattform ist Facebook mittlerweile eine der Hauptanlaufstellen für große Unternehmen und kleine Startups, wenn es um die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen geht. Meines Erachtens hat Facebook Google in diesem Bereich bereits den Rang abgelaufen.

Bislang ist allerdings auch diese Aktie mit -3,71% im roten Bereich. Im Rückblick kann man sagen, dass es besser gewesen wäre, zwei Tage später zu kaufen, denn dann wären alle drei Aktien jetzt im grünen Bereich. 😉

Weitere Aktien folgten einen Monat später

Nachdem ich bei Kursrutschen um die 10-12% festgestellt habe, dass es mir dabei noch relativ gut geht, habe ich nach weiteren Aktien Ausschau gehalten. Jedoch habe ich dieses Mal den amerikanischen Markt und insbesondere den NASDAQ-100 außen vor gelassen, da ich mein Klumpenrisiko in diesem Bereich nicht weiter ausbauen wollte.

Allianz SE

Meine Wahl viel auf das DAX-Unternehmen Allianz. Der Versicherungskonzern Allianz ist ein echter Riese in der Branche. Darüber hinaus ist die Allianz nicht nur im Versicherungsbereich, sondern auch im Bereich Vorsorge und Vermögensaufbau tätig.

Durch einen vorangegangenen Kursrutsch gab es die Aktie am 29.02.2016 mit 137,40€ / Aktie relativ günstig. Bei einer Rendite von 7,30€ je Aktie ergibt sich hiermit alleine eine Dividendenrendite von 5,3%. Das Unternehmenswachstum liegt jedoch deutlich über dieser Rendite, so dass die Dividende durch die Gewinne ausreichend gedeckt ist.

Insgesamt ist das Unternehmen mit langfristigen Gewinnaussichten, guten Rücklagen und einer hohen Dividendenrendite ein guter Kandidat für das langfristige Buy-and-Hold-Investment.

Stand 03.04. ist diese Position 2,4€% im Plus.

Wirecard AG

Spekulation, Spekulation und noch mehr Spekulation. Ich gebe zu, dass ich diese Aktie nur aus einem Grund gekauft habe: Kurzfristige Spekulation.

Nachdem die Wirecard Aktie (TecDAX) durch eine Short-Attacke des dubiosen Research-Hauses „Zatarra Research“ im Februar stark abgestürzt ist, habe ich die Chance beim ersten leichten Anstieg ergriffen und bin bei 36,60€ / Aktie eingestiegen.

Ich wollte dann bei etwa 42€ wieder aussteigen bzw. den erreichten Buchgewinn durch einen Stop-Loss „absichern“. Zu dem Zeitpunkt hielt ich das für eine gute Idee.

Das hat sich aber zunächst nicht als so schlau erwiesen. Durch eine erneute Short-Attacke, panische Investoren und schwindendes Vertrauen in das Unternehmen ist die Aktie zeitweise auf 30,78€ abgestürzt. Und war damit tiefrot mit -16,86% (Stand 22.03.2016).

Am 30.03. hat Wirecard die Gewinnerwartungen angehoben. Dies hat die Stimmung um die Aktie deutlich verbessert. Ich habe deshalb an diesem Tag für 33,33€ pro Aktie nachgekauft und meinen Durchschnittspreis somit auf 34,90€ gesenkt.

Bislang hat sich das als eine gute Entscheidung herausgestellt, da die Aktie im 1.4. einen Satz um 4,81% nach oben gemacht hat. Damit liegt diese Position nun leicht im Plus. Hätte ich hingegen nicht nachgekauft, läge meine Position noch immer -4,44% im Minus.

Allerdings muss man sagen: Früher nachkaufen wäre deutlich besser gewesen.

Mein Fazit

Insgesamt befindet sich mein Aktien-Depot derzeit mit +0,18% wieder im hellgrünen Bereich. Hierin sind Ordergebühren und sonstige Kaufkosten bereits enthalten.

Lediglich die Positionen Apple und Allianz sind derzeit grün. Die anderen Positionen haben sich zwar ebenfalls schon deutlich erholt, liegen aber noch im roten Bereich.

Die Spekulation mit der Wirecard-Aktie zog das gesamte Portfolio stark nach unten. Hier habe ich die Macht der Short-Attacken und die Auswirkungen auf die Investoren schlichtweg unterschätzt. Derzeit ist der größte Verlierer aber Facebook.

Dennoch macht mich diese Situation nicht nervös. Ich habe (abgesehen von Wirecard), nur große und solide Unternehmen mit guten Geschäftsaussichten im Portfolio. Auf lange Sicht werden diese Unternehmen weiter im Wert steigen und teils Dividenden abwerfen.

Nach diesen Aktien-Kauf-Aktionen werde ich es jetzt allerdings in Punkto Aktien ruhiger angehen lassen. Meine monatlichen ETF-Sparpläne sollen das Fundament meiner Kapitalmarkt-Investitionen bilden. Dies klappt aber nicht, wenn ich genau so stark oder noch stärker in Aktien investiere. Im Sinne der Diversifikation macht es für mich also keinen Sinn, weiterhin so stark Aktien zu kaufen.

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