Retrospektive September 2017

Statt dem bekannten Sparquoten-Bericht fasse ich mich heute wie freaky finance in seinem Monatsabschluss etwas allgemeiner, um auch andere Bereiche meines Lebens einfließen zu lassen.

Ab sofort wird es am 1. eines jeden Monats eine Art „Monatsretrospektive“ geben, die neben der Sparquote auch auf Themen wie Ernährung, Gesundheit und Aktivitäten eingeht.

Sparquote

Trotz der Tatsache, dass ich meinen Lebensunterhalt wieder alleine bestreiten muss und somit doppelte Kosten bei Miete und Strom (und einigen anderen Dingen) habe, konnte ich gut 58% langfristig sparen.

Dies ist aber im Wesentlichen einigen Sondereffekten in diesem Monat geschuldet. Ich befürchte, dass sich das nicht langfristig durchhalten lässt. Außerdem war dafür meine kurzfristige Sparquote in diesem Monat mit unter 3% nicht gerade üppig.

Meine finanzielle Situation hat sich geändert und jetzt rumpelt das erst mal ein paar Monate in den geordneten Finanzen, bis sich meine Sparquoten wieder bei einer passenden Rate eingependelt haben. Ich bin froh, wenn ich langfristig die 50%-Marke nicht unterschreite.

In diesem Monat habe ich fast nix in P2P-Kredite gesteckt. Der Kauf von McCormick Anfang des Monats hat mein Tagesgeldkonto genug beansprucht. Daher ging die Sparrate diesmal 50/50 auf Tagesgeld und in die ETF-Sparpläne.

Sport und Gesundheit

Inspiriert durch Vincents Monatsberichte möchte ich ebenfalls etwas zu Sport und Gesundheit in diesem Artikel schreiben. Der Grund hierfür ist, dass externer Zwang oft die beste Motivation ist. Funktioniert beim Sparen und Investieren ja auch. 😉

Sport

Allerdings habe ich in diesem Monat noch kein exaktes Protokoll über meine Aktivitäten geführt. Aber einiges konnte ich rekonstruieren. Neben durchschnittlich 8km Radfahren täglich (Arbeitsweg und sonstige Aktivitäten) bin ich an zwei Tagen pro Woche wieder Joggen gewesen.

Jeweils nur sehr kleine (bis zu 5km) Runden im Schneckentempo (Pace ca. 7 min/km). Dafür aber immer mit Barfußschuhen*.

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, nur noch mit Barfußschuhen oder ganz barfuß Laufen zu gehen, da dies meine Füße einfach noch ganz anders beansprucht. Das Ergebnis des ersten Laufes nach langer Zeit war ein krasser Muskelkater in den Waden und den Füßen. Aber mittlerweile fühlt es sich einfach super an und ist extrem schonend für die Gelenke.

Neben dem Joggen habe ich noch durchschnittliche 6 Stunden pro Woche in der Schwimmhalle beim Schwimm- und Tauchtraining verbracht. Dies ist für mich Sport und Entspannung zugleich, da nix den Kopf so gut frei macht, wie ein paar ausgedehnte Apnoe-Sessions. Zudem habe ich das Buch „Apnoe: Techniken, Geheimnisse und Lifestyle des Freediving*“ gelesen, um meine Technik weiter verbessern zu können. Aktuell fehlt aber ein Trainingspartner, weshalb ich mich schön von meinen Grenzen fern halten muss.

Abgesehen von diesen Aktivitäten ist neben gelegentlichen leichten Body-Weight-Exercises nicht viel passiert. Mein Schrittziel habe ich vermutlich nur an den Tagen erreicht, an denen ich Laufen war.

Für den nächsten Monat plane ich ein, öfter Laufen zu gehen. Die Besuche im Schwimmbad werden dafür aber wohl nicht mehr ganz so ausgedehnt ausfallen.

Ernährung

Zum Glück kann man ja auch noch auf anderer Ebene etwas für die Gesundheit tun: Seit gut einer Woche verzichte ich so gut es geht auf alle Produkte, die Zucker enthalten und das sind überraschend viele: Senf, Erbsen aus der Dose und Mungobohnensprossen aus dem Glas sind nur einige Produkte, die überraschenderweise von einigen Herstellern Zucker enthalten. Wieso? Keine Ahnung!

Warum mache ich das? Ich habe kürzlich die Doku „Voll verzuckert – That Sugar Film*“ gesehen, in der über die gesundheitlichen Folgen von Zuckerkonsum berichtet wird.

Es ist nix Neues, dass Zucker ungesund ist. Was für mich aber neu war ist die Tatsache, dass in vielen Produkten, in denen man niemals Zucker vermuten würde, dennoch obskure Mengen an Zucker enthalten sein können. Weil er billig ist, den Geschmack verbessert und süchtig macht.

In der Doku wurde auch berichtet, wie sich der Körper verändert, wenn man auf Zucker verzichtet und da habe ich mir spontan gedacht: Das probierst Du aus.

Allerdings werde ich nicht sklavisch auf alles verzichten, was Zucker enthalten könnte. Wenn ich irgendwo eingeladen bin oder auswärts esse, versuche ich, darauf zu achten, aber mache kein Theater. Und zu Hause lasse ich strikt alles was Zucker enthält weg. Bisher habe ich ein sehr gutes Gefühl dabei.

Gewichtsverlust, besserer Schlaf und mehr Antrieb sind die ersten Wirkungen, die ich zu verspüren glaube. Kann natürlich auch mit dem Sport zusammen hängen. 😉

Neben diesem Projekt achte ich allgemein wieder stärker auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Und das klappt sogar bei einem extrem niedrigen Zeitaufwand erstaunlich gut.

Was sonst noch?

In diesem Monat habe ich weniger gearbeitet und dafür mehr gelernt. 🙂

Die Überstunden mussten mal weg und so habe ich die gewonnene Zeit 1:1 in Gesundheit und Wissen investiert. Unter anderem lese ich gerade ein extrem spannendes Buch über Softwarearchitektur*.

Außerdem habe ich einige Community-Events in verschiedenen Bereichen besucht.

Am Freitag war dann noch das Treffen der autonomen Zelle (Finanzwesir) in Lübeck. Bei Burgern, Pizza und Bierspezialitäten im Cafe Del Sol wurde dann ausführlich über Aktien, ETFs und Strategien, aber auch über alles andere geredet.

Das Wetter war gut und so konnten wir noch Ende September in entspannter Atmosphere draußen sitzen. Mir hat der Abend sehr gefallen und man war sich einig, dass ein nächstes Treffen in Lübeck im Januar statt finden wird.

Fazit

Insgesamt war der September ein fantastischer Monat. Ich habe viel mehr unternommen als in den Monaten davor und mehr Sport gemacht. Das hat natürlich insgesamt auch mehr gekostet, aber dennoch bin ich mit meiner Sparquote zufrieden.

Allerdings muss ich dringend die kurzfristige Sparquote erhöhen. Dies wird dann allerdings zu Lasten der langfristigen Sparquote gehen.

Und wie sieht es bei Dir aus? Wie war dein September?

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