ETFs Teil 1: Zaghafte Versuche mit ETF-Sparplänen

In dieser dreiteiligen Serie geht es darum, wie ich ETFs (Exchange Traded Funds) einsetze, um langfristig Vermögen zu bilden. Ich werde Dir erzählen, welche ETFs ich verwende und wie ich meine monatliche Sparrate auf die verschiedenen ETFs aufteilen.

Im ersten Teil der Serie geht es darum, wie ich überhaupt auf die Idee kam, Exchange Traded Funds zu besparen. Außerdem erzähle ich Dir, wie ich die Angst vor der Börse verlor und welcher ETF das erste Produkt in meinem Depot war.

Wie ich zu ETFs kam.

Mit dem Berufseinstieg im September 2015 kam ich nicht darum herum, mich über Anlagemöglichkeiten zu informieren. Da ich keine sehr hohe Meinung von Bankberatern, bzw. Bankverkäufern, habe und mir ohnehin Wissen gerne selbstständig aneigne, gab es für mich nur einen logischen Weg: Ich habe Abende lang im Internet recherchiert, Blogs gelesen und Podcasts gehört (einige werde ich Dir bald vorstellen) und so den Mut aufgebaut, mein Glück an der Börse zu versuchen.

Ich hatte als Kind bereits Anteile irgendeines Dachfonds und dachte daher zunächst daran, mir einen soliden Fond zu suchen und ihn zu besparen. Zum Glück bin ich dann jedoch auf den Zendepot-Podcast gestoßen und damit in die wunderbare Welt der ETFs eingetaucht. Außerdem verhalf mir dieser Podcast zu einem komplett anderen Mindset, das da heißt:

Ist doch egal, was die Börse macht – man kann immer investieren!

Ich lernte, dass es für einen langfristigen Anleger eigentlich egal ist, wann er einsteigt, dass der Cost-Average-Effect die Wogen glättet, dass man nicht alle Eier in einen Korb packt und das ETFs dank ihrer transparenten und niedrigen Kosten, ihrer Sparplanfähigkeit (teilweise) und ihrer Diversifikation ein gutes Produkt sind um mit dem Sparen anzufangen.

Nachdem ich also genug Rücklagen für mein persönliches Wohlbefinden aufgebaut hatte, ging es erst im Dezember 2015 mit dem ersten Sparplan los.

Mein erster ETF-Sparplan

In dem Wissen, dass es nicht beim Tagesgeld als Sparmaßnahme bleiben sollte, hatte ich bereits damals ein kostenloses Depot bei der Consorsbank* eröffnet. Für Sparpläne sind die Konditionen sogar sehr gut.

Der erste Schritt war recht zaghaft: Ich wusste, dass ich mich geographisch und branchenmäßig breit aufstellen wollte. Somit war ein ETF auf den MSCI World Index die erste Wahl. Der MSCI World Index bildet die wirtschaftliche Entwicklung von über 1600 Unternehmen weltweit ab. Ein guter Anfang.

Ich habe mich also, hoch motiviert, in mein Depot bei der Consorsbank eingeloggt, um den ersten Sparplan anzulegen. Und schon habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen.

Auf den MSCI World gibt es dutzende von ETFs von verschiedenen Anbieten. Ausschüttende, thesaurierende, physische, synthetische und so weiter. Die Liste von Möglichkeiten ist quasi endlos. Hinzu kam, dass es bei der Consorsbank Aktions-ETFs gibt. Bei diesen ETFs entfällt der Ausgabeaufschlag. Das ist schonmal gut,  denn der belastet nur unnötig die Rendite.

Eine Aktion für Exchange Traded Funds von db-x trackers (Deutsche Bank) läuft bis Oktober 2016. Eine Aktion für ETFs von ComStage (Commerzbank) läuft noch bis 2019. Das klingt schon besser. Bleibt nur noch eine Frage: Ist das ein gutes Produkt?

Bei der Beantwortung dieser unscheinbaren Frage hat mir die Plattform justETF sehr weitergeholfen. Hier werden die einzelnen ETFs im Detail dargestellt, erklärt und verglichen. Der ETF „ComStage MSCI World TRN UCITS ETF“ mit der griffigen Wertpapierkennnummer (WKN) ETF110 sah für mich garnicht schlecht aus, nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass synthetische ETFs auch kein böses Hexenwerk sind. Im dritten Artikel zur Serie werde ich das Thema „Vor- und Nachteile von ETFs mit Synthetischer Replikation“ im Detail beleuchten.

Somit wurde ETF110 der erste ETF in meinem Depot, den ich sogleich hochmotiviert, aber zaghaft, mit 100€ im ersten Monat besparte.

Es sollte nicht lange bei dieser kleinen Sparrate und diesem einen ETF bleiben, aber davon erzähle ich Dir in meinem nächsten Beitrag.

Nun zu Dir!

Nutzt Du auch ETFs für den Aufbau Deines Vermögens? Welche Erfahrungen hast Du bisher damit gemacht?

Bild: geralt (pixabay.com)

Ein Gedanke zu „ETFs Teil 1: Zaghafte Versuche mit ETF-Sparplänen

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