Selbstverwirklichung: Ein Luxusproblem (Blogparade)

Mit diesem Artikel möchte ich mal wieder an einer tollen Blogparade teilnehmen: Christian von Investkinx hat zu einer Parade zum Thema Selbstverwirklichung aufgerufen.

Und dieses Thema ist natürlich für jeden Menschen interessant, der es über die Schwelle des reinen Existierens hinaus geschafft hat.

Über die Existenz hinaus

Du kennst sicherlich die Maslowsche Bedürfnispyramide. Selbstverwirklichung steht dort ganz oben. Wenn du dich also für dieses Thema interessierst: Herzlichen Glückwunsch! Offensichtlich hast du keine unerfüllten wichtigeren Bedürfnisse wie etwa Sicherheit oder soziale Anerkennung. Das ist ein gutes Zeichen.

Erst wenn wir uns nicht mehr täglich um unsere Existenz sorgen müssen, in Sicherheit leben und das Soziale passt, fangen wir langsam an, uns so exquisiten Bedürfnisse wie dem Streben nach Anerkennung und/oder der Selbstverwirklichung zuzuwenden.

Die Frage, wie man sich selbst verwirklichen kann, ist also in erster Linie ein Luxusproblem.

Selbstverwirklichung als Ziel

Dennoch bin ich der Auffassung, dass es sehr wichtig ist, sich selbst zu verwirklichen. Schließlich haben wir nur dieses eine Leben und sollten es daher so einsetzen, dass es uns am glücklichsten macht.

Und das geht eben nur, wenn man die Freiheit hat, das zu tun, was man am besten kann, was einem Spaß bringt und einen voll ausschöpft.

Daher sollte sich jeder Mensch einmal Gedanken darüber machen, was Selbstverwirklichung für ihn bedeutet und danach streben, dies zu erreichen. Je nach dem, wo man steht kann dies Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Aber der Weg dahin lohnt sich. Wenn man seiner Leidenschaft folgen kann, ist das einfach ein unfassbar tolles Gefühl, das jeder Mensch erleben sollte.

Nach Selbstverwirklichung zu streben ist auch der einzige Weg, um nachhaltig glücklich zu werden. Alles andere, mehr Geld, mehr Freizeit oder was auch immer bringt bestenfalls nur ein kurzzeitiges Glücksgefühl.

Was Selbstverwirklichung für mich ist

Für mich ist es gar nicht so einfach, das genau zu definieren. Klar machen mir viele Dinge Spaß und sind mir wichtig. Aber ist es Selbstverwirklichung, wenn ich diesen Tätigkeiten nachgehe?

Ich programmiere gerne, weil ich es mag, etwas aus dem Nichts zu erschaffen. Ich gehe gerne tauchen, weil ich die Ruhe und das Gefühl von Schwerelosigkeit liebe und ich mich unter Wasser einfach mega wohl fühle. Ich würde gerne etwas für den Schutz der Meere tun, weil diese für die Erde eine extrem große Bedeutung haben und es mich bedrückt, zu sehen, wie zugemüllt sie mittlerweile sind.

Ist es Selbstverwirklichung, diesen Tätigkeiten nachzugehen? Ich weiß es nicht. Was denkst du?

Christian hat zum Glück ein paar inspirierende Fragen gestellt. Vielleicht helfen die ja weiter:

Als welchen Menschen sollen dich deine Hinterbliebenen in Erinnerung behalten?

Das spielt für mich ehrlich gesagt keine große Rolle. Selbstverwirklichung hat für mich nichts damit zu tun, was andere von mir denken, sondern damit, dass ich glücklich bin. Aber natürlich möchte jeder als toller Mensch in Erinnerung bleiben.

Welche Ziele möchtest du erreicht haben?

Ich möchte viel von der Welt sehen, verschiedene Kulturen und Menschen kennen lernen. Und ich möchte die Welt als einen besseren Ort hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe.

Was möchtest du hinterlassen?

Eigentlich nix. Jedenfalls nichts Materielles. Für mein Glück brauche ich das jedenfalls nicht. Wenn doch was übrig bleibt, ist es aber auch nicht schlimm.

Was die immateriellen Dinge angeht:

  • eine besser Welt
  • und einen guten Eindruck 😉

Also ganz bescheidene Wünsche.

Wie kann ich das schaffen?

Für mich gibt es verschiedene Wege, diese Ziele zu erreichen. Zunächst mal kann ich etwas für die Umwelt tun, indem ich weniger Müll erzeuge, weniger konsumiere und vielleicht auch mal Müll aufsammle, der mir nicht gehört.

Beim Tauchen ist es mittlerweile ein toller Brauch, Müll der einem unter Wasser begegnet einzusammeln und an Land wieder zu entsorgen. Aber auch im Alltag will ich zukünftig stärker auf so etwas achten.

Und was den guten Eindruck angeht versuche ich stets, allen Menschen offen und ohne Vorurteil zu begegnen und tolle Interaktionen zu haben. Klappt nicht immer, aber immer öfter. 😉

Finanzielle Freiheit hilft

Gerade bei selbstlosen Zielen hilft es sehr, etwas auf der hohen Kante zu haben. Denn nur so kann man sich den Luxus erlauben, etwas zu machen, was nicht direkt monetär vergütet wird. Wie z.B. an irgendwelchen Strandsäuberungsaktionen teilzunehmen oder Projekte zum Umweltschutz zu unterstützen.

Daher geht für mich Selbstverwirklichung sehr eng mit (finanzieller) Freiheit einher. Jedenfalls macht diese es deutlich einfacher.

Ein weiter Weg…

Zwar versuche ich stets, nach meinen Idealen zu Handeln und die Dinge zu tun, die für mich Selbstverwirklichung bedeuten, aber es gelingt mir nicht immer. Es ist ein weiter Weg, bis ich wirklich behaupten würde, dass ich es „geschafft“ habe. Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und auch kleine Verbesserungen / Handlungen sind ein Schritt in die richtige Richtung.

Was andere Blogger dazu sagen …

  • Thomas von DIVDepot ist auch der Meinung, dass Selbstverwirklichung eng mit dem finanziellen Mindset zusammenhängt.

Und für dich?

Was bedeutet Selbstverwirklichung für dich? Ist sie wichtig und wie erreichst du sie?

3 Comments

  1. Hey Tobias,
    schöner Beitrag und auh super, dass du an der BlogParade teilnehmst. Es ist immer wieder spannende andere Ansichten zu bestimmten Themen zu hören.

    Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, dann ist Selbstverwirklichung bei dir ein Zustand und kein spezielles Ziel richtig?

    King regards,
    Christian

    1. Hey Christian, vielen Dank!
      Ich denke, Selbstverwirklichung ist beides. Zum einen ist es natürlich ein Ziel, dass man erreich kann. Und man muss sich überlegen, was dieses Ziel für einen bedeutet, damit man darauf hin arbeiten kann. Allerdings ist es im Gegensatz zu vielen anderen Zielen nicht so, dass man es erreicht und dann fertig ist. Im Gegenteil: Man muss immer aktiv daran arbeiten, um in diesem „Zustand“ zu bleiben.

      Beste Grüße
      Tobias

  2. Das Verlangen nach Mülleinsammeln hatte ich heute auch. Ich verstehe nicht, wieso Leute leere Chipstüten etc. wegschmeißen. Ich denke, dass man ohne großen Verzicht wesentlich umweltfreundlicher Leben könnte. Ich schmeiße mittlerweile nichts Funktionierendes mehr weg, sondern verschenke alles, was ich nicht mehr brauche, selbst wenn es mich Zeit kostet.

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